http://www.faz.net/-gpf-92tlc

Reporter zu Elke Twesten : „Sie bleiben in der CDU – vermute ich“

  • Aktualisiert am

Elke Twesten am Sonntag in der CDU-Zentrale in Hannover. Bild: BILAN/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Mit ihrem Wechsel von den Grünen zur CDU machte Elke Twesten die vorgezogene Wahl in Niedersachsen erst möglich. Nach der Niederlage der Konservativen erntet die Politikerin viel Häme – und einen Seitenhieb von einem Reporter.

          Nur kurz hat die von den Grünen zur CDU gewechselte Politikerin Elke Twesten den Worten ihres neuen Parteichefs Bernd Althusmann nach der Wahl gelauscht. Noch während seines Auftritts vor der Fraktion im niedersächsischen Landtag verließ sie am Sonntagabend den Saal, in dem sie sich bis dahin unauffällig im Hintergrund aufgehalten hatte. Twesten hatte durch ihren Parteiübertritt dafür gesorgt, dass die rot-grüne Regierung ihre Mehrheit verlor und Neuwahlen notwendig wurden.

          Nach dem verpassten Sieg der CDU bei der Landtagswahl wurde Twesten in den Sozialen Netzwerken am Sonntagabend zudem mit Häme bedacht. Zahlreiche Twitternutzer erklärten, die SPD habe ihren Wahlsieg nur der gewechselten Politikerin zu verdanken oder freuten sich, dass Twesten sich mit ihrem „Egospiel“ nun verzockt habe. Für die meisten Reaktionen sorgte allerdings ein Interview von Twesten mit dem ZDF-Reporter Wulf Schmiese. Während Twesten das Gespräch sichtlich unangenehm war, fand der Reporter offenbar Gefallen an dem Interview. Schmiese beendete das Gespräch mit dem Satz „Sie bleiben in der CDU – vermute ich“.

          Eine kleine Genugtuung bleibt der Politikerin allerdings: In ihrem Wahlkreis Rotenburg bekamen die Grünen am Sonntag deutlich weniger Stimmen: Während die Partei 2013 dort noch 16 Prozent der Zweitstimmen geholt hatte, kam sie nur auf 9,5 Prozent.

          Quelle: sreu./dpa

          Weitere Themen

          FDP bricht Verhandlungen ab Video-Seite öffnen

          Aus für Jamaika : FDP bricht Verhandlungen ab

          Die Jamaika-Sondierungen sind gescheitert, Kanzlerin Angela Merkel steht ohne regierungsfähige Mehrheit da. Die FDP brach die Gespräche mit Union und Grünen nach vier Wochen Dauerverhandlungen ab. Nun könnten Neuwahlen unausweichlich sein.

          Topmeldungen

          F.A.Z. exklusiv : Lindner: Wir fühlten uns gedemütigt

          Im Interview mit der F.A.Z. spricht der FDP-Vorsitzende über die Gründe für den Ausstieg aus den Jamaika-Sondierungen. Vor allem einer Partei wirft Christian Lindner fehlende Kompromissbereitschaft vor.
          Keine Zeit für Grokodilstränen: Sigmar Gabriel und Martin Schulz am Dienstag im Bundestag

          SPD nach Jamaika-Aus : Einmal Opposition und zurück

          Nach dem Paukenschlag wird in der SPD noch einmal neu nachgedacht. Es gelte, Neuwahlen zu vermeiden – heißt es hinter vorgehaltener Hand. Behutsam müsse man die Partei auf eine Regierungsbeteiligung vorbereiten. Nur wie?
           Luftstaubsammler an der BfS-Messstation Schauinsland

          Mysteriöses Ruthenium-106 : Was geschah im Ural?

          Aus welcher Quelle stammt die Wolke radioaktiven Rutheniums, die Ende September Europa erreicht hat? Und wie bedenklich sind die hier gemessenen Konzentrationen? Hier sind einige Antworten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.