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Wahlkampf in Taormina : May zeigt sich dünnhäutig nach Corbyn-Äußerung

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Theresa May wirft ihrem Widersacher Jeremy Corbyn vor, nicht an der Sicherheit Großbritanniens zu arbeiten. Bild: dpa

Eigentlich lässt eine Premierministerin den Wahlkampf bei einem G-7-Gipfel außen vor. Doch Kritik des aufholenden Labour-Chefs an der Terrorbekämpfung veranlasst Theresa May zu einer deutlichen Reaktion.

          Nach dem Terroranschlag von Manchester mit 22 Toten während eines Pop-Konzerts am Montagabend hatten die beiden großen Parteien ihren Wahlkampf aus Respekt vor den Opfern unterbrochen. Nun ist er umso heftiger wieder angelaufen.

          Am 8. Juni wählt Großbritannien ein neues Parlament. Ursprünglich hatte Premierministerin Theresa May vor, sich mit dem vorgezogenen Termin ein stärkeres Mandat für die Brexit-Verhandlungen zu verschaffen. Der Terroranschlag von Manchester aber rückt nun das Thema Sicherheit in den Fokus des Wahlkampfes und führt zu heftigen gegenseitigen Attacken zwischen Regierung und Opposition.

          Labour-Chef Jeremy Corbyn hatte zuletzt gesagt, Großbritannien sei für den Terror im eigenen Land mitverantwortlich. Das wies die Premierministerin nun am Rande des G-7-Gipfels in Taormina ungewöhnlich deutlich zurück. Ein ungewöhnlicher Schritt. „Ich arbeite mit den Staats-und Regierungschefs hier daran, den Terrorismus zu bekämpfen“, sagte May. Die Menschen in Großbritannien hätten nun die Wahl: „Zwischen mir“, so die Premierministerin weiter, „die andauernd daran arbeitet, unsere nationalen Interessen zu schützen, und Jeremy Corbyn, der es offen gesagt nicht tut.“

          Ein Sprecher des Labour-Chefs wies den Vorwurf Mays umgehend als unwahr zurück. Corbyn habe die Schuld der radikalislamistischen Dschihadisten nicht relativieren wollen.

          Einer aktuellen YouGov-Umfrage zufolge konnte die Labour-Partei ihren Rückstand gegenüber den Tories zuletzt deutlich verkürzen. Statt 24 Prozentpunkten im April, liegt demnach Labour nur noch fünf hinter Mays Partei.

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