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Veröffentlicht: 23.03.2017, 23:15 Uhr

Wahlkampf in Frankreich Fillon beschuldigt Hollande der Verschwörung

In der Affäre um die Scheinanstellung seiner Frau greift Francois Fillon den französischen Präsidenten Hollande an. Seine Vorwürfe sind gravierend.

© AP Ziemlich schlechte Freunde: Präsident Hollande (links) und Kandidat Fillon

Einen Monat vor Beginn der Präsidentenwahl in Frankreich hat der konservative Kandidat Francois Fillon schwere Vorwürfe gegen den sozialistischen Amtsinhaber Francois Hollande erhoben. Der wegen der Beschäftigung seiner Ehefrau unter Druck geratene Politiker beschuldigte Hollande am Donnerstag, in eine Verschwörung gegen ihn verstrickt zu sein. Hollande persönlich habe zugestimmt, dass den Medien Informationen über seine Finanzangelegenheiten gesteckt werden, sagte Fillon in einem Fernsehinterview.

Er wird beschuldigt, seine Frau jahrelang zum Schein beschäftigt und dafür Hunderttausende Euro Steuergelder kassiert zu haben. Fillon weist dies zurück. Seine Wahlchancen sind seit den Vorwürfen stark gesunken.

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„Es gibt heutzutage Zeitungen, die 48 Stunden nach der Durchsuchung beispielsweise meines Büros in der Nationalversammlung beschlagnahmte Unterlagen zugespielt bekommen“, sagte Fillon. „Wer gibt ihnen diese Dokumente? Die Regierung.“ Auf die Frage, ob dies mit Zustimmung von Politikern oder der Justiz geschehe, erklärte er: „Ich gehe viel weiter, ich mache den Präsidenten der Republik dafür verantwortlich.“

© AP, reuters Frankreichs Justiz eröffnet Verfahren gegen Fillon
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