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Veröffentlicht: 09.05.2017, 11:05 Uhr

Parlamentswahl in Frankreich Macrons Bewegung könnte Mehrheit erreichen

Emmanuel Macron und die „En Marche!“-Bewegung bereiten sich auf die Parlamentswahl vor, die sie Umfragen zufolge gewinnen könnten. Prominente Unterstützung erhalten sie dabei vom ehemaligen Ministerpräsident Manuel Valls.

© AFP Anhänger Macrons nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse

Bei den Parlamentswahlen am 11. und 18. Juni strebt Emmanuel Macron eine Mehrheit an, die ihm die Durchsetzung seiner politischen Pläne erheblich erleichtern würde. Das könnte ihm Umfragen zufolge sogar gelingen, obwohl seine Bewegung „En Marche“ erst vor einem Jahr gegründet wurde.

Die Bewegung, deren Vorsitz Macron gerade niedergelegt und den vorübergehend die Delegierte Catherine Barbaroux übernommen hat, plant anlässlich des folgenden Wahlkampfs eine Umstrukturierung. Generalsekretär Richard Ferrand erklärte am Montag, die Gruppe werde in „En Marche la Republique“ (Vorwärts Republik) umbenannt und solle stärker nach der Struktur einer traditionellen Partei ausgerichtet werden. Am Donnerstag will Ferrand die 577 Kandidaten vorstellen, die bei der Parlamentswahl für „En Marche la Republique“ kandidieren werden.

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Der künftige französische Präsident Emmanuel Macron bekommt bei den Parlamentswahlen im Juni zudem prominente Unterstützung. Der ehemalige sozialistische Ministerpräsident Manuel Valls kündigte am Dienstag im RTL-Radio an, er werde sich Macrons Bewegung anschließen. Valls hatte sich zuletzt schon hinter den unabhängigen Linksliberalen und damit gegen den Bewerber seiner eigenen Partei gestellt. Macron wiederum gehörte als Wirtschaftsminister jener Regierung unter dem scheidenden Präsidenten Francois Hollande an, die Valls als Ministerpräsident leitete. Macron will bei den Parlamentswahlen am 11. und 18. Juni eine eigene Mehrheit erringen, die ihm die Durchsetzung seiner Pläne erheblich erleichtern würde.

© dpa, afp Macron will gespaltenes Volk einen

Derweil protestierten am Montagabend mehrere tausend Menschen in Paris gegen den gerade gewählten Präsidenten. Das linksgerichtete Bündnis „Front social“ hatte zu einer Kundgebung aufgerufen. Die Demonstranten fürchten einen Sozialabbau, sollte Macron seine Reformvorhaben umsetzen. Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich zwischen 7000 und 10.000 Menschen an den Protesten.

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