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Referenden in Amerika Kalifornien behält Todesstrafe bei

Die Wähler Kaliforniens wollen die Todesstrafe beibehalten. Maryland, Maine und voraussichtlich auch Washington führen die Homosexuellen-Ehe ein. In Colorado und Washington soll Marihuana in geringen Mengen legalisiert werden.

© dapd Vergrößern Die Kalifornier haben für die Beibehaltung der Todesstrafe, hier der Hinrichtungsraum im Gefängnis San Quentin, gestimmt.

Neben der amerikanischen Präsidentenwahl standen in 38 Staaten auch mehr als 170 Volksentscheide zur Entscheidung an. So haben die Kalifornier gegen die Abschaffung der Todesstrafe votiert. In einem Referendum stimmten nach Behördenangaben 53,6 Prozent der Wähler gegen den Vorschlag, die Todesstrafe abzuschaffen und durch lebenslange Haft ohne Möglichkeiten der Begnadigung zu ersetzen. Bislang haben 17 amerikanische Bundesstaaten die Todesstrafe abgeschafft.

Derweil haben die Wähler in drei Bundesstaaten über die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe entschieden. In Maryland stimmten nach Medienberichten 52 Prozent für die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen. Auch in Maine sprach sich eine Mehrheit dafür aus. Nach Angaben der „New York Times“ befürworteten offenbar auch die Wähler im Bundesstaat Washington die Anerkennung der Homosexuellen-Ehe. Endgültige Ergebnisse wird es in dem Westküstenstaat wegen spät eintreffender Briefwahlstimmen voraussichtlich erst Ende der Woche geben.

Erste Homosexuellen-Hochzeit auf Empire State Building © dpa Vergrößern In New York ist die gleichgeschlechtliche Hochzeit schon seit 2011 erlaubt. Hier heiratet ein Pärchen auf dem Empire State Building.

Die Abstimmungen seien „historisch“ und „wegweisend“ auf dem Weg zur Gleichberechtigung,sagte der Präsident des Anti-Diskriminierungsverbandes „Human Rights Campaign“, Chad Griffin. Der Gouverneur von Maryland, Martin O’Malley, sagte, bei den Initiativen gehe es um Gleichberechtigung und Fairness. Homosexuelle dürften nicht diskriminiert werden. Auch der im Amt bestätigte Präsident Barack Obama hatte sich für die Anerkennung der Homosexuellen-Ehe ausgesprochen.

Zwei Bundesstaaten legalisieren Marihuana

In den Bundesstaaten Colorado und Washington haben sich die Wähler nach Medienberichten für die Legalisierung des Gelegenheitskonsums von Marihuana ausgesprochen. In Colorado votierten 52,7 Prozent der Wähler dafür, 47,3 Prozent dagegen, wie die Zeitung „Denver Post“ nach Auszählung der Hälfte der Stimmen berichtete. Der Nachrichtensender CNN gab die Zahlen mit 53 Prozent für die Legalisierung und 47 Prozent Nein-Stimmen an.

An Initiative To Legalize Marijuana In California To Appear On Nov. Ballot © AFP Vergrößern Drei weitere Staaten - Arkansas, Montana und Massachusetts - hatten Referenden darüber abgehalten, ob Marihuana für medizinische Zwecke erlaubt werden soll.

Im Westküstenstaat Washington stimmten nach Angaben von CNN und des Senders NBC 55 Prozent der Wähler dafür, den Gelegenheitskonsum von Marihuana zu entkriminalisieren. Dort wurde bis zu diesem Zeitpunkt ebenfalls die Hälfte der Stimmen ausgezählt. Auch im Westküstenstaat Oregon war über die Legalisierung von Marihuana abgestimmt worden. Dort zeichnete sich nach CNN-Angaben nach Auszählung von 47 Prozent der Stimmen hingegen ab, dass die Wähler eine Legalisierung mit 55 Prozent mehrheitlich ablehnten. Nur 45 Prozent der Wähler waren demnach dafür.

„Die Wähler haben gesprochen, und wir respektieren ihren Wunsch“, sagte der Gouverneur von Colorado, John Hickenlooper. Dem Sender CNN nach verwies er auch darauf, dass die Droge aus Sicht der Bundesbehörden in Washington D.C. weiterhin illegal ist. Auf staatlicher Ebene ist der Besitz kleiner Mengen von knapp 30 Gramm des Rauschmittels für Konsumenten über 21 Jahre damit nun in Colorado und Washington möglich.

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Quelle: FAZ.NET

 
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