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Die Republikaner nach der Wahl Dummheit ist der Feind des Siegs

 ·  Amerikas Republikaner müssen die Niederlage bei der Präsidentenwahl verarbeiten. Ginge es nach ihren Gouverneuren, würden sie Minderheiten mit einbeziehen, statt sich von ihnen abzugrenzen.

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Wie schwer war für die Republikaner die Niederlage bei den Präsidenten- und Kongresswahlen vom 6. November? War es ein katastrophaler Verlust, weil gegen den historischen Trend ein politisch verwundbarer demokratischer Präsident in einer anhaltenden Wirtschaftskrise wiedergewählt und dazu das Ziel der Rückeroberung des Senats verfehlt wurde? Oder war es nach einer beispiellosen negativen Wahlkampagne des Weißen Hauses gegen den republikanischen Herausforderer ein knappes Ergebnis, das zudem in den letzten Tagen vor der Wahl durch den Hurrikan „Sandy“ beeinflusst wurde? Was also müssen die Verlierer tun, um 2014 und zumal 2016 wieder gewinnen zu können? Der Prozess der Ursachen- und zugleich Seelensuche bei den Republikanern ist in vollem Gange.

In der vergangenen Woche etwa kam der Verband republikanischer Gouverneure in Las Vegas in Nevada zusammen, um über den Zustand der Partei zu diskutieren und eine neue Führung zu wählen. Zum neuen Vorsitzenden des Verbands wurde der 41 Jahre alte Bobby Jindal aus Louisiana gewählt, zu seinem Stellvertreter Scott Walker aus Wisconsin. Im Vorstand sind Susana Martinez aus New Mexico, Nikki Haley aus South Carolina, Rick Scott aus Florida, Chris Christie aus New Jersey, Tom Corbett aus Pennsylvania und Bob McDonnell aus Virginia.

Grund zur Depression sahen die in Las Vegas Versammelten nicht: Schließlich stellen Republikaner in 30 der 50 Bundesstaaten die Gouverneure, in so vielen wie seit 2000 nicht. Schon die Zusammensetzung der Führung zeigt, in welche Richtung sich die Partei bewegen muss, ginge es nach ihren Gouverneuren: Bobby Jindal, einer der wichtigsten Hoffnungsträger der Partei, und Nikki Haley haben indischstämmige Eltern; Susana Martinez ist die derzeit populärste Latina unter den republikanischen Führungskräften; Scott Walker, Rick Scott, Chris Christie, Tom Corbett und Bob McDonnell regieren in Bundesstaaten, die allesamt bei den Präsidentenwahlen von 2008 und 2012 an den demokratischen Kandidaten Barack Obama gingen. Es geht um den Einschluss von Minderheiten und nicht um Abgrenzung, es geht um den Marsch in die politische Mitte und nicht um die Abkapselung am rechten Rand.

Mit absurden Einlassungen sichere Senatssitze verschenkt

Bobby Jindal reagierte am Heftigsten auf die umstrittenen Äußerungen des unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney, der in einer Telefonkonferenz mit Parteispendern in der vergangenen Woche seine Wahlniederlage gegen Obama damit erklärt hatte, dass der Präsident verschiedenen Wählergruppen - Schwarzen, Latinos, jungen Leute, alleinstehenden Frauen - „Geschenke“ gemacht habe. „Ich weise das entschieden zurück“, sagte Jindal: „Wir können Wähler nicht gewinnen, indem wir sie beleidigen und unterstellen, ihre Stimmen seien gekauft worden.“ Jindal und andere republikanische Gouverneure beklagten außerdem, dass die Partei in wichtigen Bundesstaaten unqualifizierte Kandidaten aufgestellt habe, die sich in den Vorwahlen dank der Unterstützung durch die rechtskonservative „Tea Party“ hatten durchsetzen können. „Wir müssen aufhören, eine dumme Partei zu sein, und das heißt, wir müssen aufhören, dumme Kommentare abzugeben“, sagte Jindal.

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