02.11.2004 · Bildergalerie zum großen Finale im amerikanischen Wahlkampf: Kurz vor der Entscheidung wären sich die Vielflieger und Vielredner Bush und Kerry beinahe über den Weg gelaufen.
Während ihrer Blitztour quer über den amerikanischen Kontinent sind sich Präsident George W. Bush und sein Herausforderer John Kerry am letzten Wahltag beinahe über den Weg gelaufen.
Als Kerrys Boeing 757 am Montag nach der Landung auf dem Flughafen von Milwaukee gelandet war und über die Asphaltbahn rollte, erhob sich in Blickweite die Präsidentenmaschine Air Force One gerade in die Luft - das Flugzeug also, das sich Kerry als sein künftiges Verkehrsmittel erhofft. Bush besuchte am letzten Wahlkampftag sechs Bundesstaaten, Kerry brachte es auf vier.
Im völlig offenen Rennen um die Präsidentschaft haben Bush und Kerry bis zuletzt um Wählerstimmen gekämpft. Bush schloß den Wahlkampf in seinem Heimatstaat Texas ab. Kerry trat zuletzt in Wisconsin auf. Beide versuchten vor allem, noch unentschlossene Wähler zu mobilisieren, und stellten die nationale Sicherheit in den Mittelpunkt ihrer Reden. Ihr Wahlkampf, der bislang teuerste in der amerikanischen Geschichte, hat mehr als 600 Millionen Dollar gekostet - dreimal so viel wie im Jahr 2000.
Bush ist unterdessen gut in die Wahlen gestartet. In dem kleinen Dorf Dixville Notch im Bundesstaat New Hampshire stimmten kurz nach Mitternacht des Dienstags 19 Wähler für Bush und 7 für John Kerry. Das teilte das Wahlbüro nach Auszählung der aller 26 Stimmen mit. Traditionell gehen seit mehr als einem halben Jahrhundert die Wahlberechtigten in den beiden Dörfern Dixville Notch und Hart's Location bereits in den ersten Minuten des Wahltages an die Urnen.
Schon vor vier Jahren hatte Bush in beiden Orten die meisten Stimmen erhalten.