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VroniPlag: „Eigenplagiat“ Neuer Vorwurf gegen Schavan

 ·  Hat die Bundesbildungsministerin Annette Schavan von sich selbst abgeschrieben? Das behauptet die Internet-Plattform VroniPlag. Unklar blieb in jedem Fall, ob es sich bei den Schriften um zuvor veröffentlichte Texte handelt.

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Der Gründer der Internet-Plattform VroniPlag, Martin Heidingsfelder, hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) vorgeworfen, in ihrer 1980 veröffentlichten Dissertation auch aus eigenen Schriften abgeschrieben zu haben. Sie habe nicht nur auf 65 Seiten unkorrekt zitiert, sondern auch auf „55 Seiten der Dissertation“ bei sich selbst abgeschrieben. Unklar blieb allerdings, ob es sich bei den eigenen Schriften um Hausarbeiten handelt oder um vor dem Erscheinen der Dissertation veröffentlichte Texte.

Die damals gültige Promotionsordnung der Universität Düsseldorf enthält einen Passus, wonach der Bewerber eine Versicherung abzugeben hat, dass „die vorgelegte wissenschaftliche Abhandlung weder ganz noch zum Teil veröffentlicht worden ist“. Nach Recherchen dieser Zeitung stammt das Vorwort in einem Sammelband, den Frau Schavan mit dem katholischen Religionsphilosophen Bernhard Welte zum Thema „Person und Verantwortung“ herausgegeben hat, aus dem Mai 1980. Doch der Sammelband selbst - mit einem Aufsatz Frau Schavans und einem Beitrag ihres Doktorvaters Wehle - erschien im Dezember 1980 im Patmos-Verlag. Erst 1981 wurde er in die Deutsche Nationalbibliothek aufgenommen. Heidingsfelder hat sich also nur am Datum des Vorworts orientiert.

Die Dissertation, die im Sommer eingereicht und im Oktober 1980 begutachtet wurde, ist ebenfalls im Dezember 1980 veröffentlicht worden. Das Vorwort ist auf den 1. Dezember datiert. Frau Schavan will die neuen Vorwürfe „aus Respekt vor der Wissenschaft“ nicht kommentieren. Solange die Überprüfung durch die Düsseldorfer Universität nicht abgeschlossen sei, hätten sich die Betroffenen nicht dazu zu äußern, sagte Frau Schavan in Berlin.

Um eine Stellungnahme ist sie vom Promotionsausschuss der zuständigen Fakultät bisher nicht gebeten worden. Wann ein Ergebnis vorliege, sei noch „völlig offen“, sagte ein Universitätssprecher.

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Jahrgang 1962, politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

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