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FAZ.NET-Countdown : Von Killerrobotern und armen Schweinen

Armes Schwein Bild: dpa

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet heute über zwei brisante Klagen von Islamisten. Die Kanzlerin tourt durch NRW und die Bauern bilanzieren ihr Erntejahr. Was heute wichtig wird – der Countdown.

          Das Bundesverwaltungsgericht verhandelt heute über die Klagen von zwei islamistischen Gefährdern aus Niedersachsen. Obwohl sie unseren Rechtsstaat verachten, nutzen sie ihn gerne, um gegen ihre Abschiebung vorzugehen. Das Besondere an den beiden Fällen: Es ist das erste Mal, dass das Bundesverwaltungsgericht über Klagen gegen bereits vollzogene Abschiebeanordnungen entscheidet. Im ersten Fall geht es um einen 27-jährigen Algerier, den das Landeskriminalamt als Gefährder eingestuft hat und der schon früher gewalttätig wurde. Der zweite Fall dreht sich um einen Gefährder, der angeblich mit dem IS sympathisiert.

          Christoph Schäfer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Falls das alles stimmt, hoffen wir doch sehr, dass den Behörden keine Formfehler unterlaufen sind und auch in Zukunft keine Rückflugtickets gedruckt werden müssen.

          Was sonst noch wichtig wird

          Auch unsere Kanzlerin beschäftigt sich derweil mit der Zukunft, sogar mit ihrer eigenen. Im Kontrast zu den lupenreinen Diensten ihres Amtsvorgängers Schröder erklärt Merkel: „Ich beabsichtige keine Posten in der Wirtschaft, wenn ich nicht mehr Bundeskanzlerin bin.“ Geht man die lange Liste an gescheiterten Ex-Politikern in den Chefsesseln der freien Wirtschaft durch, ist das vermutlich ohnehin eine gute Idee. Angesichts des immensen Vorsprungs der CDU in den Umfragen scheint ihre weitere Kanzlerschaft aber auch alternativlos. Um sicher zu gehen, eröffnet Merkel heute die Spielemesse Gamescom und macht Wahlkampf in Münster und Bergisch Gladbach, passenderweise auf dem Konrad-Adenauer-Platz.

          Nicht mit der Zukunft, sondern mit der näheren Vergangenheit beschäftigen sich heute die deutschen Landwirte. Bauernpräsident Joachim Rukwied bilanziert in Berlin das Erntejahr 2017. Vielleicht kommt er aber auch nochmal auf Umweltministerin Barbara Hendricks zu sprechen. Die Sozialdemokratin hatte vor einem halben Jahr die Landwirtschaft samt ihrer Betreiber auf die Zukunft ausrichten wollen. Dazu dichtete Hendricks ein paar Bauernregeln, an die sich die Bauern noch gut erinnern können. Eine davon: „Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein.“

          Wo wir schon bei der Zukunft sind: Kennen Sie die „me Convention“? Falls nein, sollte sich das ändern. Die „me Convention“ bringt Experten aus der Kreativ- und Technologieszene zusammen, um über die Zukunft zu diskutieren – in all ihren Facetten. Die Plattform wird von der Techkonferenz South by Southwest und Mercedes-Benz veranstaltet, die F.A.Z. ist Medienpartner. Zwei Mal zwei Tickets habe ich für die Leser unseres Countdown-Newsletters zurückgelegt. Wenn Sie Interesse haben, vom 15. bis 17. September in Frankfurt mit dabei zu sein, schreiben Sie mir noch heute (c.schaefer@faz.de). Das Los entscheidet morgen, an wen die Karten im Wert von jeweils 360 Euro gehen.

          Die Leseempfehlung zum Schluss

          Falls Sie sich schon jetzt auf die „me Convention“ und die Zukunft vorbereiten möchten, habe ich noch eine Leseempfehlung für Sie. Wie mein Ressortkollege Alexander Armbruster schreibt, haben auch Tesla-Chef Elon Musk und mehr als einhundert weitere Technikfreaks ebenfalls einen Blick in die Glaskugel geworfen. In einem offenen Brief warnen sie eindringlich davor, „tödliche autonome Waffen“ – umgangssprachlich sind damit Killer-Roboter gemeint – zu entwickeln. „Einmal erfunden, könnten sie bewaffnete Konflikte erlauben in einem nie dagewesenen Ausmaß.“

          Bei solchen Aussichten tröstet nur noch die Erkenntnis, dass das Abendland bekanntlich schon tausende Male totgesagt wurde – und es immer noch steht. Deshalb ist es keineswegs vergeblich, wenn Sie auch jetzt noch unseren neuen Newsletter FAZ.NET-Countdown abonnieren.

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