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Abschiebung nach Laos : Menschenrechtler: Hmong werden gefoltert

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Eine thailändische Militärärztin verteilt Süßes an eine Hmong Mädchen, das vor seiner Abschiebung untersucht werden soll Bild: AP

Trotz internationaler Proteste hat Thailand knapp 4400 Flüchtlinge der Volksgruppe Hmong nach Laos zurückgebracht. Die Menschen waren in den vergangenen fünf Jahren aus dem kommunistischen Land geflüchtet, wo sie eine Minderheit stellen.

          Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, hat die Abschiebung von knapp 4400 Angehörigen der Hmong-Minderheit von Thailand nach Laos kritisiert. Ban sei besorgt über das Schicksal der Hmong und enttäuscht darüber, dass die thailändische Regierung trotz Warnungen des Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) nicht von ihrer Rückführung abzubringen gewesen sei, hieß es in einer Mitteilung. Der UN-Generalsekretär ermahnte sowohl Thailand als auch Laos, "alle erforderlichen Schritte zu unternehmen, um den Betroffenen zu ihren Rechten zu verhelfen und humanitäre Lösungen für sie zu finden". Ban kritisierte auch, dass sich unter den Hmong 158 Personen befunden hätten, die das UNHCR als schutzbedürftige Flüchtlinge eingestuft habe.

          Rebecca Sommer, die Vertreterin der Gesellschaft für Bedrohte Völker (GbV) in New York, sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am Mittwoch, zwei Anführer der abgeschobenen Hmong seien unmittelbar nach ihrer Ankunft in Laos gefoltert worden. 24 weitere Anführer seien von den übrigen Hmong isoliert worden, sagte Frau Sommer unter Berufung auf Telefongespräche, die sie mit einigen der Abgeschobenen geführt habe. Der Gründer und frühere Generalsekretär der GbV, Tilman Zülch, sagte, in Laos seien Teile der Hmong-Minderheit "schleichender Diskriminierung und Repressionen" ausgesetzt.

          Der Flüchtlingshochkommissar António Guterres hatte die thailändische Regierung am Montag aufgefordert, die Hmong nach Thailand zurückzuholen. Guterres forderte weiter Auskunft über thailändische Angaben, nach denen Laos zugesagt habe, die Rückkehrer gut zu behandeln. Laos erlaubt Außenstehenden weiterhin keinen Zugang zu den Hmong. Auch die Vereinigten Staaten und Vertreter der Europäischen Union hatten die Abschiebung verurteilt. Die meisten der knapp 4400 Hmong, die am Montag in Bussen und Lastwagen über den Grenzfluss Mekong nach Laos gebracht wurden, waren in den vergangenen fünf Jahren aus dem kommunistischen Land geflüchtet.

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