19.05.2008 · Während alle Welt auf den Ausscheidungskampf zwischen Clinton und Obama blickt, beachtet kaum einer die Kongresswahl. Dabei ist deren Ergebnis für das künftige Regieren in Washington von großer Bedeutung.
Von Klaus-Dieter FrankenbergerAlle Welt verfolgt fasziniert den Ausscheidungskampf der Senatoren Clinton und Obama, dessen Sieger dann im Herbst auf den Senator McCain trifft. Der Grund für die Faszination liegt in der Konstellation und im Profil der Kandidaten, in der Sehnsucht nach dem Ende der Bush-Ära - schließlich geht es um den großen Preis, das Weiße Haus.
Wenig Aufmerksamkeit wird der Kongresswahl geschenkt; deren Ergebnis ist freilich für das künftige Regieren in Washington von großer Bedeutung. Sollte, zum Beispiel, der Republikaner McCain zum Präsidenten gewählt und sollten die Mehrheiten der Demokraten in beiden Kammern noch größer werden, wie das allgemein erwartet wird, dann besteht die Gefahr der Blockade.
Die Demokraten können wiederum aus jüngsten Nachwahlen erfreuliche Lehren ziehen: Schicken sie konservative Kandidaten ins Rennen, dann können sie selbst in Wahlkreisen gewinnen, die bislang verlässlich „republikanisch“ waren. Dank der beispiellosen Mobilisierung schwarzer Wähler könnte wiederum ein Präsidentschaftskandidat Obama selbst im Süden reüssieren.
Klaus-Dieter Frankenberger Jahrgang 1955, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.
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