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Verantwortliche im Irak Zwei Militärs und ein Diplomat

09.09.2007 ·  Die Lage im Irak ist nach wie vor schwierig. Mit dem Team Petreaus, Odierno und Crocker versuchen im Moment zwei Militärs und ein Karrierediplomat der Situation Herr zu werden. Wer sind diese drei?

Von Matthias Rüb, Bagdad
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Zwei Militärs und ein Diplomat spielen im Irak in diesen Tagen die Hauptrolle. David Petraeus ist der Architekt der Truppenverstärkung im Irak. Bevor er Befehlshaber der amerikanisch geführten Koalitionstruppen im Irak wurde, war er schon zweimal dort im Einsatz, zuerst beim Einmarsch im Frühjahr 2003.

Der Heeresgeneral hat an der Militärakademie West Point und an der Eliteuniversität Princeton studiert. Schon in relativ jungen Jahren erhielt er den vierten Generalsstern. Zuletzt war er Befehlshaber des „Combined Arms Center“ in Fort Leavenworth. Dort verfasste er wesentlich das neue Feldhandbuch für den Kampf gegen Aufständische. „Heeressoldaten und Marineinfanteristen müssen zugleich kämpfen und Nationen aufbauen“, heißt es dort.

Petraeus' Stellvertreter ist Heeresgeneralleutnant Raymond Odierno. Seit Mai 2006 ist er Befehlshaber des Multinationalen Korps im Großraum Bagdad. Er absolvierte ebenfalls die Akademie in West Point. Gemeinsam mit dem irakischen Generalleutnant Abud Qanbar hat er in diesem Sommer gleichsam den zweiten Vormarsch nach Bagdad geführt. Nach den Anfangserfolgen in Bagdad und Anbar überwacht Odierno nun die Offensiven in den Provinzen Dijala und Babylon nördlich und südlich der Hauptstadt.

Früher Warnung vor ethnisch-religiöser Gewalt

Das politische Pendant zu den Generälen ist seit Ende März in Bagdad der amerikanische Botschafter Ryan Crocker. Arabisch ist neben dem Persischen gleichsam seine zweite diplomatische Muttersprache. Er leitet die mit gut 5500 Mitarbeitern größte Auslandsvertretung. Für Crocker, der als einer der besten Kenner der arabisch-muslimischen Welt im State Department gilt, ist die Entsendung nach Bagdad eine mehrfache Rückkehr. 1979 lernte er an der Botschaft in Bagdad seine spätere Frau kennen. Von Mai bis August 2003 war er dort der erste für den Aufbau einer irakischen Regierung zuständige Direktor der amerikanisch geführten Übergangsverwaltung.

Die hitzige Debatte über einen möglichen Einmarsch im Irak erlebte der Karrierediplomat als Stellvertretender Abteilungsleiter für den Nahen Osten im Außenministerium. Seinem damaligen Dienstherrn Colin Powell sandte er vor Kriegsbeginn ein Memorandum, in dem er vor dem Ausbruch ethnisch-religiöser Gewalt nach dem Sturz Saddam Husseins warnte. Crocker war unter anderem in Ägypten, Qatar und in Iran sowie im Libanon, in Kuweit und in Syrien stationiert. Vor seiner Entsendung nach Bagdad war er Botschafter in Pakistan.

Quelle: F.A.Z., 10.09.2007, Nr. 210 / Seite 8
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Jahrgang 1962, politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

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