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„Vatileaks“-Prozess Kammerdiener des Papstes gesteht Vertrauensbruch

 ·  Im „Vatileaks“-Skandal hat der angeklagte frühere Kammerdiener des Papstes, Paolo Gabriele, ein Teilgeständnis abgelegt. Er gab zu, vertrauliche Dokumente weitergegeben zu haben. Den Vorwurf des schweren Diebstahls wies er von sich.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (18)

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Herr Müller

Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung oder?

Es gehört etwas dazu, sich seine Fehler und Schwächen einzugestehen, nur so kann man daran arbeiten. Aber nicht Jeder hat diese Größe. Dass der Kammerdiener Reue zeigt und seinen Vertrauensbruch zugegeben hat, ist doch die Grundvoraussetzung für eine Vergebung der Sünden, ist das nicht so? Aber kann es Sünde sein, wenn er eigentlich damit auf Dinge hinweisen wollte, die nicht korrekt laufen, nicht gemäß der Glaubensregeln, wo 'Schäfchen vom Weg abkamen', weil diese offensichtlich die Lehren nicht verstanden haben - wie sonst will man hier korrigierend einwirken oder die Lehren überarbeiten, so dass sie wirklich Jeder in der heutigen Zeit versteht und umsetzt? Die Kirche hat doch eine Vorbildfunktion und kann Zeichen setzen, damit wie sie mit dieser Krise umgeht. 4 Jahre Freiheitsentzug für Jemand der Reue zeigt und eigentlich nur áuf Schwächen im System hinweisen wollte? Wenn er die Glaubensregeln lebt, kann er doch mithelfen alles zu korrigieren.

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 03.10.2012 09:46 Uhr

Der Papst hatte eigentlich nur eine Sorge.....

...dass ihm sein Kammerdiener sein altes Schulzeugnis aus dem Geheimfach seines Schreibtisches stiehlt. Dann wäre nämlich herausgekommen, dass er jahrelang nur eine 4 in Religion hatte.

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Volker Kraft

Eine spannende Story

Gabriele wollte "Bosheit und Korruption innerhalb der kath. Kirche aufdecken. Er fühlte sich vom heiligen Geist inspiriert, die Kirche wieder auf den richtigen Pfad zu bringen."
Wieso kann man ihm das nicht abnehmen, dass er wirklich im allerbesten kath. Glauben gehandelt hat? Welche Indizien gibt es dafür? Und: wer will schon wissen, ob nicht der heilige Geist hier tatsächlich aktiv geworden ist?
Ich habe vor Jahren mal eine Fernsehpredigt vom Salzburger Weihbischof Andreas Laun gehört. Darin zog dieser geweihte Mann gegen gewisse innerkirchliche Bösewichte in einer Weise vom Leder, die es wahrlich in sich hatte. Also, können nicht dementsprechende Äusserungen z.B. bei diesem P. Gabriele auf fruchtbaren Boden gefallen sein und ihn zum Handeln gezwungen haben?
Die spannendste Frage in diesem Fall ist und bleibt für mich aber die Rolle des Heiligen Geistes. Wird diese Frage nun innerhalb der Kirche nicht diskutiert, dann ist er endgültig als Luftnummer demaskiert.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.10.2012 16:47 Uhr
Volker Kraft

Super!

"Religiös bedingte Einfalt"! Wirklich nett gesagt und trifft absolut ins Schwarze. Einfach super, das werde ich mir merken!
Es bleibt aber doch die Frage, ob solche religiös bedingte Einfalt nur in den niederen Kreisen zu finden ist oder nicht seit ewigen Zeiten grosse Teile der Kirche durchwuchert.

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bettina jung-stalmann

Was ist denn eine Lüge oder Diebstahl von Dokumenten

im Vergleich zu Machenschaften und Intrigen, für die der Vatikan doch berühmt ist. -(Der plötzliche Tod des frisch gewählten Vorgängers von Giovanni Paolo I hat nicht viel Heiligkeit in der Kurie reflektiert.) Warum sollte der Heilige Geist nicht dem mächtigen Intrigantentum einen gehörigen Streich spielen, indem er einen ins Vertrauen gezogenen gerechtigkeits-empfindsamen Einfaltspinsel benutzte. - Im Vatikan findet sich nicht so leicht ein Assange, aber ein frommer Kammerdiener dem sein durchaus heiliger Chef (Religion 4 zeigt, dass er kein Streber war!) am Herzen liegt und dem dieses `íntrigantenbusiness´ einfach auf die Nerven ging. Da nahm er sich dieses Recht vom HG inspiriert zu sein. - ´Die Wege des Herrn sind wunderbar´ und der HG wird schon jedes Mittel heiligen, um die Hl. Kirche von bösen Verfehlungen gewisser kardinaler Kräfte zu reinigen, wenigstens dazu etwas beizutragen.- Der dt Ausdruck Glauben für religiöse Treue ist übrigens irreführend. - ´Faith´dagegen stimmt.

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Franz Holzinger

Der Papst als Lehrbub seines Kammerdieners?

Sollte sich der Kammerdiener des Papstes, Paolo Gabriele, wirklich in der Position befunden haben, den Papst mit einem Dokumentendiebstahl und deren Veröffentlichung in den Medien auf Missstände innerhalb der Kirche hinweisen zu müssen? Dann müsste er wesentlich mehr erklären. Hätte er denn mit dem Papst kein Wort über diese Themen reden können? Paolo Gabriele wirft ein sehr schlechtes Bild auf den deutschen Papst.
Außerdem stiftet der Heilige Geist niemanden zu Lüge und Diebstahl an. Der Heilige Geist verleitet niemanden zu einem Verstoß gegen das Gebot der Liebe, was durch das unerlaubte Weitergeben streng vertraulicher kirchlicher Unterlagen und den daraus entstandenen Unfrieden und Streit geschehen ist.

Paolo Gabriele hat sich freiwillig zur Treue gegenüber dem Papst verpflichtet, ist fast täglich mit ihm zusammengewesen und hat vieles mitgehört. Der Inhalt von vertraulichen Gesprächen und Dokumenten darf nicht einfach verraten werden.

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bettina jung-stalmann

Eine Luftnummer?

Der heilige Geist - oder Gabriele?
Der heilige Geist gehört doch sowieso zum Luftelement.-
Ist also, streng genommen, tatsächlich eine Luftnummer, nicht wahr? -
Sie meinen wohl Gabriele - aber warum sollte darüber groß diskutiert werden?
Sie selbst nehmen doch Gabriele seinen Glauben ab - ich übrigens auch.
Ich kann mir auch vorstellen, dass seine Heiligkeit durchaus auch schon mal Gespräche mit ihm über bestehende Korruption geführt haben könnte. Das mag diesen Mann in seiner religiös bedingten Einfalt, (sein Glaubensvertrauen ist die Wichtigste Größe in seinem Leben), dann zum Handeln veranlaßt haben.-Das können sich die Richter ja durchaus vorstellen, vor allem auch sein früherer Chef.- Dass Benedikt ihn begnadigt wird ja auch schon vermutet im Vatikan, hab ich gelesen (Spon). Grüß Gott aus England.

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Herr Müller

Was ist mit der Nächstenliebe?

Sicher ist ein Vertrauensbruch nicht in Ordnung, gerade von einem Geistlichen, der ja Vorbildfunktion hat. Erwarte eigentlich von der Kirche, die Nächstenliebe predigt, dass sie ihm eine Chance geben Reue zu zeigen und mitzuhelfen die Dinge gerade zu biegen. Hat nicht ein Pabst Paul damals Zeichen gesetzt indem er den Menschen, der auf ihn geschossen begnadigt hat? Was ist ein schwereres Verbrechen, auf Jemanden zu Schiessen oder das Vertrauen zu brechen? Wenn sich sonst alles erklären und aufklären laesst.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.10.2012 10:18 Uhr
Herr Müller

Nächstenliebe

Entschuldigung, aber in meiner Vorstellung arbeiten im Vatikan nur Geistliche:) Wie auch immer, vor Gott und dem Gesetz sind ja alle gleich. Er zeigt Reue für seinen Vertrauensbruch und Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Wenn er damit auf Schwächen im System hingewiesen hat und es ihm am Herzen liegt, dass die Glaubensregeln befolgt werden, kann das verwerflich sein? Wie sonst will man erkennen, dass da einige 'Schäfchen vom Weg abkamen' und seine Lehren so überarbeiten, dass sie auch wirklich Jeder in der heutigen Zeit versteht und lebt? Ich finde 4 Jahre Freiheitsentzug in diesem Falle nicht angemessen. ich würde ihn, verpflichten mitzuhelfen die Lehren so zu überarbeiten, dass sie auch den letzten Zweifler überzeugen.

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Henk Wilbert

Gesetz und Evangelium

Eine vorbildliche Rechtsprechung lässt meiner Meinung nach immer Platz für Reue und Vergebung.
Jedoch darf das kein Automatismus sein, der das Recht aufweicht.
Die Aufhebung des Gesetzes durch das Evangelium ist eschatologischer Art und sub conditione terrae nur begrenzten Raum.
Das Vorletzte ist weiterhin gültig. Je nachdem, in welcher Situation sich der Angeklagte befindet, wie er reagiert, ob er wahre Reue zeigt etc. ist vom Letzten her aber ein Entgegenkommen möglich.

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Ralf Vormbaum

"gerade von einem Geistlichen"

Also da erweisen Sie aber dem Kammerdiener zu viel Ehre, wenn Sie ihn in den Stand eines Geistlichen erheben. Zudem ist eine Begnadigung erst nach Verurteilung möglich.

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Ralf Vormbaum

Tiefer Glaube?

Der Herr scheint mir lediglich ein ausgebuffter Schlawiner zu sein, der dreist einen angeblich tiefen Glauben als Motiv vorschiebt, den er ganz sicher nicht hat. Es ist bedauerlich, dass Papst Benedikt XVI sich von solchen Leuten umgeben sehen muss, die sein Vertrauen auf das Übelste mißbrauchten.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.10.2012 11:57 Uhr
Ralf Vormbaum

Sehr geehrter Herr Kraft

Ich gehe wohl nicht Fehl in der Annahme, dass Sie der Katholischen Kirche fern stehen, daher Ihre Fragen lediglich rhetorische sind.

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Volker Kraft

Urteile

Woher nehmen Sie das Recht, über den Glauben dieses Mannes zu urteilen?
Er sagt, er fühlte sich vom Heiligen Geist geleitet. Vielleicht stimmt das ja sogar, wer kann das schon wissen. Schliesslich hat der Heilige Geist in den letzten 2000 Jahren schon die erstaunlichsten Aktionen laut glaubhafter Bekundungen der kath. Kirche ausgeführt. Jedenfalls kann man davon ausgehen, dass er Ihrem persönlichen, als Mensch natürlicherweise beschränkten Blickwinkel um Lichtjahre überlegen ist. Sie sollten deshalb etwas vorsichtiger mit solchen Vorverurteilungen sein.

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Closed via SSO

Und das steht ganz vorne, auf Seite 1 Mitte ?


Wichtig ist das nicht .

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Henk Wilbert

Das gute Recht

Wenn jemand im Kanzleramt geheime Dokumente stähle, müsste er sich ebenfalls verantworten.
Wenn jemand damit tatsächlich dunkle Machenschaften aufdecken würde, wäre dieser Umstand in der Rechtssprechung zu berücksichtigen.
Sollte er jedoch nur aus Neugier handeln oder sich gar ein Vermögensvorteil beschaffen wollen, ist dies entsprechend zu ahnden.
Der Vatikan sollte hier eine vorbildliche Rechtssprechung an den Tag legen.

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Michael Kleinszmit

Es sieht wohl ganz danach aus,

als ob auch der Vatikan politische Gefangene machen würde.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.10.2012 17:11 Uhr
Cornelia  Holtmann

Wie bitte?

...

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