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Vatikan Piusbruderschaft: „Wir wollen Rom bekehren“

03.02.2009 ·  Einer der vier Lefebvre-Bischöfe, deren Exkommunikation durch den Vatikan rückgängig gemacht worden war, hat die Rom-kritische Haltung der Piusbruderschaft bekräftigt. De Mallerais sagte, die Lefebvre-Bischöfe wollten „den Vatikan in ihre Richtung führen“.

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Einer der vier Lefebvre-Bischöfe, deren Exkommunikation durch den Vatikan rückgängig gemacht worden war, Bernard Tissier de Mallerais, hat in der italienischen Zeitung „La Stampa“ die Rom-kritische Haltung der Piusbruderschaft bekräftigt. De Mallerais sagte, die Lefebvre-Bischöfe wollten „den Vatikan in ihre Richtung führen“. „Wir werden unsere Positionen nicht ändern, sondern Rom bekehren“, sagte er.

Der deutsche Kurienkardinal Kasper gestand unterdessen Versäumnisse des Vatikans bei der Aufhebung der Exkommunikation der vier Lefebvre-Bischöfe ein. „Es sind sicher auch Fehler gemacht worden im Management der Kurie“, sagte Kasper am Montag im Radio Vatikan. „Man hat da vorher im Vatikan zu wenig miteinander gesprochen und nicht mehr abgecheckt, wo die Probleme auftreten können.“ Kasper verwies darauf, dass die vier Bischöfe der Piusbruderschaft, da weiterhin suspendiert, nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stünden. Die Aufhebung der Exkommunikation bedeute lediglich, dass ein Hindernis für ein Gespräch mit der Bewegung beseitigt worden sei.

Lehmann fordert Konsequenzen

Der Mainzer Kardinal Lehmann forderte derweil eine Entschuldigung „von hoher Stelle“ für die Rehabilitierung von Bischof Williamson, der die Vernichtung der europäischen Juden abgestritten hatte. Die Entscheidung des Papstes sei eine Katastrophe für die Überlebenden des Holocausts, sagte Lehmann am Montag dem SWR-Fernsehen. Lehmann forderte Konsequenzen in der päpstlichen Kommission, die für die Rehabilitierung zuständig ist. „Es müssen auch Konsequenzen her für diejenigen, die dafür verantwortlich sind. “

Der Generalobere der Piusbruderschaft, Bischof Bernhard Fellay, will in den nächsten Tagen Sanktionen gegen Williamson bekanntgeben. Fellay versicherte gegenüber der „Mitteldeutschen Zeitung“, Antisemitismus sei in der Piusbruderschaft nicht weit verbreitet: „Das sind Einzelne.„ Er bat um Entschuldigung, „vor allem diejenigen, die dadurch verletzt worden sind und ganz besonders das jüdische Volk“.

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