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Vatikan : Papst ernennt sechs Kardinäle

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Der Philippine Luis Antonio Tagle (rechts) wird im Kreis der Kardinäle willkommen geheißen Bild: REUTERS

In einem „kleinen“ Konsistorium hat Papst Benedikt XVI. den Kreis seiner Kardinäle um sechs erweitert. Diesmal ist kein Europäer darunter. Benedikt unterstreicht damit die Universalität seiner Weltkirche.

          Papst Benedikt XVI. hat am Samstag in einer feierlichen Zeremonie sechs Kirchenmänner zu  Kardinälen erhoben. Unter den neuen Purpurträgern, die der Papst damit in den Kreis seiner höchsten Berater aufnahm, sind diesmal keine Europäer. Mit diesem fünften Konsistorium während seines Pontifikats betonte das Oberhaupt der Katholiken die Universalität seiner Kirche. Benedikt überreichte den neuen Kardinälen im Petersdom das traditionelle rote Birett und ihren Ring.

          Die sechs Kardinäle kommen aus Amerika, Indien, Nigeria, dem Libanon und Kolumbien. Das Kardinalskollegium bringe das Gesicht der Weltkirche zum Ausdruck, sagte Benedikt in seiner Ansprache. Die Kirche sei eine Kirche aller Völker und drücke sich deshalb in den unterschiedlichen Kulturen der verschiedenen Kontinente aus. „Die Kirche greift so auf die Universalität des göttlichen Heilsplans für die Welt zurück“, erklärte Benedikt seinen „wertvollen Mitarbeitern“.

          Der Papst hat in Rom sechs neue Kardinäle ernannt
          Der Papst hat in Rom sechs neue Kardinäle ernannt : Bild: dpa

          Mit dem fünften Konsistorium gibt es 120 Kardinäle, die einen Papst wählen dürften. Benedikt hatte im Februar 22 neue Kardinäle erhoben und dabei einen starken Akzent auf Europa und die römische Kurie gelegt. Deshalb wollte er mit dem kleinen Konsistorium jetzt die Kardinalsrunde seiner Weltkirche vervollständigen, erklärte er.

          Unter den neuen Purpurträgern, mit denen Benedikt am Sonntag noch eine Messe feiert, ist auch der in Beirut ansässige maronitische Patriarch von Antiochien, Bechara Boutros Rai. Der libanesische Staatspräsident Michel Suleiman war bei dem Konsistorium anwesend.

          Quelle: DPA

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