24.11.2012 · In einem „kleinen“ Konsistorium hat Papst Benedikt XVI. den Kreis seiner Kardinäle um sechs erweitert. Diesmal ist kein Europäer darunter. Benedikt unterstreicht damit die Universalität seiner Weltkirche.
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@Ballestrem: "Warum läßt sich die katholische Kirche diese Chance und diese Notwendigkeit entgeh
Weil Europa diesen "Kit" nicht mehr norwendig haben
könnte.
Das Christentum mag als "Anlasser" fungiert haben -oder auch
nicht! (Denn man könnte die Geschichte auch umgekehrt
interpretieren. Nicht: Gewisse Ideen kamen in die Welt, da das
Christentum sie verkündete, sondern: Das Christentum
verkündete sie, da sie im Menschen schon evolutionär angelegt waren.)
Wie auch immer: ein laufender Motor brauchte keinen Anlasser mehr.
"Wie habt ihr das Eitle so lieb und die Lüge so gern! -
sammelt deshalb viele Informationen bevor ihr entscheidet, auf dass auch
in Glaubensfragen ihr euch nicht falsch entscheidet." (Psalm 4,3
ver 2.0)
Man kann sich selbstverständlich auf den Standpunkt stellen:
"dass die Kirche das letzte und entscheidende Urteil ... spricht,
nicht weil sie sich ... klüger dünkt als alle Wissenschaftler,
sondern weil sie sich ... durch den Beistand des Hl. Geistes vor jedem
Irrtum bewahrt wissen darf. " (aus Fischer Lexikon, Band
Christliche Religion).
Das ist zwar vorkonziliar formuliert, aber was meinen Sie: ob die Kirche
davon abgerückt ist? ;-)
Aber vielleicht haben Sie recht: Vielleicht gibt es für diese Art
der "Führung" ja immer noch eine
"Marktlücke".
(Denn haben wir nicht auch anderswo erlebt, dass der Mensch in seinem
Denken und Fühlen hier eine "Achillesferse" besitzt, die
die Ratio ausschaltet? : "Die Partei, die Partei, die hat immer recht....")
"Wie habt ihr das Eitle so lieb und die Lüge so gern! -
Erkennet doch, daß der HERR seine Heiligen wunderbar führt!" (Psalm 4,3 ) .
Global betrachtet ist Europa dank seines guten Bildungsniveaus für die christlichen Kirchen uninteressant geworden. Und der bildungsferne Anteil der Zuwanderer bereits größtenteils islamisiert. Die lohnenden Betätigungsfelder für katholische wie evangelikale Missionare befinden sich heute in den hintersten Ecken der Dritten Welt.
wenn schon wieder 6 Bischöfe zu Kardinälen erhoben werden - Geld genug scheint noch vorhanden zu sein. Nur die Frage: Wird es auch optimal eingesetzt?
Antworten (8) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.11.2012 14:18 UhrRandnotizen
"Sie braucht Geld, ..."
Ich dachte, das Wort Gottes und der Beistand des hl. Geistes ("und
die Pforten der Hölle werden sie nicht überwinden") genügte!
"Geld als Entschädigungen für die Enteignungen im Zug der Säkularisation..."
Wie lange ist das schon her, wie lange soll das noch gelten?
Eine moderne Gretchenfrage (frei nach Goethe) hierzu: "Wie aber
hältst du's mit dem Schuldenschnitt?"
Bei Griechenland ja, bei der Kirche nein... ? ;-)
Die Kirche existiert nicht im luftleeren Raum, Herr Steffens.
Sie braucht Geld, um ihre Unabhängigkeit bewahren zu können. Und Sie wissen wohl, dass die Kirche das Geld als Entschädigungen für die Enteignungen im Zug der Säkularisation erhält (Sie selbst haben ja aus dem Wikipedia-Artikel zitiert.)
"...halte ich es für durchaus legitim, das Gehalt eines Bischofs an die Beamtenbesoldung zu binden."
das werden die Bischöfe sicher wohlwollend zur Kenntnis nehmen.
(Und dazu, dass Sie hier sehr säkulare Besoldungskriterien zugrunde
legen (das Wort profan verkneife ich mir), werden die Bischöfe in
demselben Maße zustimmend und würdevoll nicken. :-))
Meinen Seelenfrieden sehe ich so nicht gefährdet, Herr Steffens.
Denn ich bin - vielleicht naiverweise - immer noch davon überzeugt,
dass die absolute Mehrheit der Bischöfe und Kardinäle den
Verdienst nicht für ein privates Luxusleben verwendet. Das meiste
wird wohl der Kirche zugute kommen. (Und ich hatte ja nur auf das Gehalt
im Vatikanstaat verwiesen.)
Darüber hinaus halte ich es für durchaus legitim, das Gehalt
eines Bischofs an die Beamtenbesoldung zu binden. Sie nehmen eine
leitende Position ein, sie sind in der Regel durch Studium und Promotion
qualifiziert. (Sehr viel größere Probleme habe ich mit der
Bezahlung ungelernter politischer Amts- oder Mandatsträger in
unserem Land.)
"Es handelt sich aber doch wohl um einen Einzelfall, "
Was macht sie da so sicher?
Möchten Sie darüber hinaus nicht mal selbst recherchieren, was
unsere deutschen Bischöfe und Kardinäle verdienen? - oder
fürchten Sie dann um Ihren Seelenfrieden?
Das folgende Exzerpt ist zwar nur aus Wikipedia, ich denke aber, dass es
in (zumindest) erster Näherung die Sachlage korrekt wiedergibt.
"Die Höhe der Bischofsgehälter orientiert sich an der
Beamtenbesoldung für leitende Positionen des höheren
Verwaltungsdienstes, der Besoldungsordnung B. Es gibt hierbei
Unterschiede zwischen den Diözesen. Erzbischöfe werden maximal
nach Besoldungsgruppe B 11 bezahlt, dies entspricht einem
Brutto-Monatseinkommen von etwa 12.000 Euro.[6]"
Das Verhalten des Bischofs ist tatsächlich als ausgesprochen bedenklich zu beurteilen, Herr Steffens
Es handelt sich aber doch wohl um einen Einzelfall, und der Bischof
steht ja auch innerkirchlich in der Kritik.
Vergleichen wir aber den Lebensstandard der kirchlichen Amtsträger
nur mit dem Durchschnitt unserer politischen Amts- und
Mandatsträger, so können wir doch davon ausgehen, dass sie
recht bescheiden leben.
"Können Sie den Würdenträgern der katholischen Kirche ein ausschweifendes Luxusleben vorwerfen? "
Nun, halten Sie jene denn für gefeit, insbesondere wenn wir mal
einen Seitenblick auf den Bischof von Limburg werfen?
Auch scheint mir das persönliche Gehalt der falsche Maßstab
zu sein, denn den (hohen) Würdenträgern steht letztlich eine
komplette globale kirchliche Infrastruktur zur Verfügung.
Was hat das mit Geld zu tun, Herr Schlimm?
Können Sie den Würdenträgern der katholischen Kirche ein
ausschweifendes Luxusleben vorwerfen? (Sollte das der Fall sein, bitte
ich um Informationen.) Das monatliche Gehalt der Kardinäle liegt im
Vatikanstaat noch unter 3.000 Euro, ihr Vermögen fällt nach
ihrem Tod in der Regel an die Kirche oder kirchliche Organisationen.
Sie wissen doch, wie der Papst in seiner Zeit als Kardinal gewohnt hat,
oder? In einer Zwei-Zimmer-Wohnung. Und sein altersschwacher Golf ist
berühmt geworden.
In Ewigkeit - Amen!
Ein gutes Signal von Benedikt und eine Ermutigung für die verfolgten Christen. Einer der großen Skandale, dass alle Welt über "Rassismus" schwafelt, die Christenverfolgung aber völlig außen vor lässt!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.11.2012 14:17 UhrDie Medien berichten lediglich über die Gruppen, die durch Terror von sich reden machen.
Die verfolgten Christen können also kaum damit rechnen, dass sich die Medien ihrer Rechte annehmen. Wann haben wir in der letzten Zeit von Christenverfolgungen in den Ländern des "Arabischen Frühlings" gelesen? Wann erfahren wir vom Schicksal der Christen in der Türkei?
Auch in Europa könnte die katholische Kirche Zeichen setzen...
Es ist gut, dass der Papst ein Zeichen für die
"Universalität der Kirche" setzt!
In der gegenwärtigen kontroversen Diskussion über Europa
wäre es auch gut, wenn der Vatikan etwas vernehmbarer darüber
sprechen würde, dass der Kit, der Europa zusammenhalten
könnte, auf dem Christentum basiert. Die Kirche hätte aus
ihrem Erfahrungs- und Wissensschatz Einiges Wichtiges zu sagen! Warum
läßt sich die katholische Kirche diese Chance und diese
Notwendigkeit entgehen?