24.01.2009 · Papst Benedikt XVI. hat die Exkommunikation von vier Anhängern des traditionalistischen Erzbischofs Marcel Lefebvre nach 21 Jahren rückgängig gemacht. Das ist, bei allem Bemühen um die Überwindung der Spaltung in der katholischen Kirche, vor allem eins: ein Schritt zurück.
Von Daniel DeckersEs wäre kühn zu behaupten, das Streben nach der Einheit der Christenheit sei ein herausragendes Merkmal des Pontifikats Benedikts XVI. Die Ökumene mit den aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen ist dem Papst aus Deutschland nicht einmal Pflicht, die Kirchen der Orthodoxie dagegen tun sich miteinander schwerer als mit Rom.
Umso bemerkenswerter ist das Bemühen des Papstes, die Spaltung innerhalb der katholischen Kirche zu überwinden, die vor mehr als drei Jahrzehnten von dem französischen Erzbischof Lefebvre ausgegangen ist. Dieser überwarf sich mit dem Papst nicht nur wegen der Reformen der Liturgie, sondern lehnte wesentliche Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils ab.
An dieser Fundamentalopposition hat sich bis heute nichts geändert. Benedikt hat sich umso mehr bewegt. Auf die Rehabilitation des „alten“ Ritus folgte jetzt die Aufhebung der Exkommunikation der vier Bischöfe der Piusbruderschaft. Ein kühner Schritt – zurück.
Kein Schritt zurück!
Wolf Waschkuhn (wwaschkuhn)
- 24.01.2009, 23:51 Uhr
Den christlichen Glauben
Lothar Wölfel (LWoelfel)
- 25.01.2009, 00:09 Uhr
Schritt vorwärts
Klaus Roderer (isualK)
- 25.01.2009, 02:03 Uhr
Zurück
Uwe Bussenius (uwebus)
- 25.01.2009, 13:14 Uhr
der Chefexorzist lässt (wieder einmal) die Maske fallen
Ralf Schneider (ralf61)
- 26.01.2009, 10:07 Uhr
Daniel Deckers Jahrgang 1960, in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.
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