13.03.2001 · Im Kosovokrieg verschossene Uran-Munition ist unbedenklich, sagen UN-Forscher. Sie könnte aber das Trinkwasser verseuchen.
Die Strahlenbelastung von im Kosovokrieg eingesetzter Uranmunition der Nato ist insgesamt gering. Zu diesem Schluss kommen nach wochenlanger Auswertung mehrer Proben Wissenschaftler des Umweltprogramms der Vereinten Nationen(UNEP). Allerdings könnte das Grundwasser in der südserbischen Provinz radioaktiv belasten werden.
Im Boden liegende Munition könne aber das Grundwasser belasten und so möglicherweise Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation WHO für Trinkwasser überschreiten, hieß es in dem am Montag in Genf vorgestellten Bericht.
EU-Fachleute bestätigen Ergebnis
Die Vereinigten Staaten hatten bei ihren Einsätzen in Bosnien und dem Kosovo Munition mit abgereichertem Uran eingesetzt. Die gehärteten Geschosse sollen Panzer zerstören. In den vergangenen Monaten hatten sich in mehreren europäischen Ländern Soldaten mit Krebserkrankungen gemeldet und den Verdacht geäußert, dass ihre Erkrankung mit der Uran-Munition zusammenhängen könnte. Die Nato hatte dies unter Berufung auf wissenschaftliche Studien zurückgewiesen. Auch von der EU-Kommission eingesetzte Wissenschaftler fanden keine Hinweise auf einen ursächlichen Zusammenhang zwischen uranhaltiger Munition und der Krebserkrankung von Soldaten.