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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Unruheprovinz Tibet „Den Dalai Lama als gewaltlos zu bezeichnen, ist ein Witz“

 ·  Wieder kommt es zu tödlichen Auseinandersetzungen zwischen Chinesen und Tibetern. Bei Protesten sind wohl mehrere Menschen ums Leben gekommen. Der Dalai Lama spricht schon länger von „Genozid“. Nun äußert sich der zuständige Minister für Tibet.

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Kenneth Skinner

Eine chinesische Kolonie

Natürlich sind diese wiederkäuenden Propagandaphrasen lächerlich - aber zu erwarten. Eine interessante Frage wäre, wieviel der Herr Minister davon selbst glaubt. Die kommunistische Führung hat es seit jeher gut verstanden, den Vaterlandsstolz der Chinesen für sich einzunehmen. Stolze Menschen kritisieren sich nur ungern und hüllen sich vollkommen in den schützenden Mantel der Hirnwäsche. Ich habe Tibet selbst bereist und war schockiert von der Omnipräsenz chinesischer Militärs, die sogar an den heiligsten Orten mit Machinengewehren herumlaufen mussten. Tibet ist eine Zweiklassengesellschaft. Affluente Han oben und verarmte Tibeter unten. Die Schätze des Landes werden schamlos ausgebeutet und in das eigentliche China geliefert, die tibetische Kultur unterdrückt. In einem Wort: Tibet ist eine chinesische Kolonie.

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 22.03.2012 15:59 Uhr

Buddhismus ist keineswegs immer gewaltfrei, wie jeder wissen kann, der

sich mit den verschiedenen Strömungen und Überlegungen beschäftigt hat. Hier wird halt alles verklärt - und im Westen achten wir leider nur auf physische Gewalt.

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Salzmann sohpie

PKKCV-Sprecher kommentiert die Selbstverbrennung tibetischer Mönche

Pressesprecher Zhao Qizheng drückte zunächst sein tiefes Mitgefühl für die Opfer aus. Des Weiteren sagte er, dass jemand offensichtlich bereits vor dem Geschehen die genaue Zeit und den Ort gewusst und eine Videokamera zur Verfügung gestellt habe. Zudem seien auch die Rettungsversuche von Seiten einiger Umstehender aktiv verhindert worden. "Der Dalai Lama", sagte der Sprecher, "hat meinen Informationen zufolge den 'Mut' der Gestorbenen gelobt, aber den anderen Mönchen nicht von weiteren Selbstverbrennungsaktionen abgeraten."
Zhao Qizheng betonte, dass alle Menschen das Leben als höchstes Gut schätzen sollten. Man solle sich nicht von anderen in die Irre führen lassen und sein Leben durch extremistische Taten beenden.
Nicht zuletzt erklärte Zhao, dass die Infrastruktur und die Lebensbedingungen in Tibet – selbstverständlich auch in den Klöstern – ständig verbessert würden.

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Klaus Hessenauer

chinesische Geschichtklitterung


Der politische Anspruch Chinas über Tibet beruht auf einer reinen Machtposition.
Mit den gleichen Argumenten könnte Tibet die Herrschaft über weite Teile Chinas beanspruchén, denn die hatte Tibet in grauer Vorzeit, genauso wie umgekehrt!

Aus dem Friedensvertrag, den die Kaiser von China und Tibet 821/22 unterzeichnet haben. Abschriften finden sich auf Obelisken vor dem Kaiserlichen Palast in Peking und dem Jokhang-Tempel in Lhasa.

Tibet und China werden sich an die Grenzen halten, die sie jetzt innehaben. Alles im Osten ist das Land von Groß-China, und alles im Westen ist, ohne jede Frage, das Land von Groß-Tibet. Fortan wird keine Seite Krieg führen oder sich Gebiete aneignen ... Zwischen den beiden Ländern soll weder Rauch noch Staub zu sichten sein. Es soll keine plötzlichen Angriffe geben, und das Wort «Feind» niemand über die Lippen kommen ... Alle sollen in Frieden leben und gemeinsam zehntausend Jahre vom Glück gesegnet werden.

Zitat Ende

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Michael Posthoff

Sollte ein Hirte..

..nicht bei seiner Herde sein? Würden sich die Chinesen seiner Rückkehr als einfacher Mönch ohne Herrschaftsanspruch widersetzen? Wohl kaum. Und in seinem Alter sollte der Dalai an seine Wiedergeburt denken, die doch unmöglich in Dharamsala stattfinden kann.

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Michael Boden

... schon immer Teil von China

Tibet war nicht Teil von China, genausowenig wie die Mongolei ...wenn Tibet schon immer Teil von China gewesen waere dann haetten die Chinesen auch Ihre Mauer, Ihren jahrtausende alten Schutzwall so geabut dass Tibet nicht ausserhalb liegt, genauso wie im Falle der Mongolei.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.02.2012 20:51 Uhr
Klaus Hessenauer

Tiobet war souverän

Tibet hat hstoriscgh betrachtet sogar mal weite Teile von China beherrsht.

Tibet hat historisch gesehen Tibet auch als souveränen Staat anerkannt.
Siehe Freidensvertrag von 821/22 Abschriften finden sich auf Obelisken vor dem Kaiserlichen Palast in Peking und dem Jokhang-Tempel in Lhasa.

Zitat:
Tibet und China werden sich an die Grenzen halten, die sie jetzt innehaben. Alles im Osten ist das Land von Groß-China, und alles im Westen ist, ohne jede Frage, das Land von Groß-Tibet. Fortan wird keine Seite Krieg führen oder sich Gebiete aneignen ... Zwischen den beiden Ländern soll weder Rauch noch Staub zu sichten sein. Es soll keine plötzlichen Angriffe geben, und das Wort «Feind» niemand über die Lippen kommen ... Alle sollen in Frieden leben und gemeinsam zehntausend Jahre vom Glück gesegnet werden.

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Michael Boden

friedliebend

Die Fahigkeit zu Denken ist eine erstaunliche Sache, jedoch kann Sie einen auch in ein erstaunliches Dilemma fuehren. Es ist bisweilen zu sehen dass Menschen die eigentliche Wahrheit nicht mehr erkennen und stattdessen dem Weg ihrer eigenen Gedanken immer weiter folgen und daraus Schuesse ziehen die mit der Realitaet am Ende nichts zu tun haben. Gleichwohl wie man von einem verdorbenem Korn nicht auf eine schlechte Ernte schliessen sollte so sollte man auch nicht den Buddhismus oder die tibetischen Moenche als gewalttaetig oder gar menschenverachtend bezeichen. Dieser Schluss waere vollkommen falsch, jedoch lassen einige der Kommentatoren ihn zu. Tibeter wie auch Chinesen sind an sich friedliche Voelker mit guten Menschen und der Buddhismus ist eine der friedlichsten Anschauungen auf diesem Planeten ueberhaupt. Was Politiker wie Herrn Zhu Weiqun tun um gewisse Ziele zu errreichen und wie wir uns davon beeinflussen lassen steht auf einem anderen Blatt.

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Kublai Khan

Erst einmal selbst das Mittelalter in den eigenen Köpfen überwinden ...

Die Zustände in Tibet "vor 1950" unterschieden sich kaum von jenen in den umgebenden Ländern. Die Tibeter in Dharamsala haben allerdings schon seit 1963 eine demokratische Verfassung, die auch gelebt wird und nicht nur auf dem Papier steht.
Das sind Zustände wie in den finstersten Zeiten der Kulturrevolution. Schilder um den Hals gab es im Mittelalter auch in Europa - Pranger nannte sich das. Die Parteikader sollen doch erst einmal das Mittelalter in den eigenen Köpfen überwinden, bevor sie ständig auf Tibet "vor 1950" verweisen. Übrigens hat bereits der 13. Dalai Lama die Todesstrafe in Tibet abgeschafft. Tibet war somit das erste Land in ganz Asien ohne das barbarische Relikt der Todesstrafe. Kublai Khan

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Angelika M. Schäfer
Angelika Schäfer (Anyer) - 26.01.2012 16:47 Uhr

Das Lächeln des Dalai Lama

Die Ansicht des Herrn Zhu Weiqun “Der Westen hänge zu sehr an den Lippen des Dalai Lama.“ist berechtigt. Obwohl seine Sorge wohl eher rein politisch zu sehen ist, kann man durchaus eine Faszination in unserer Gesellschaft für den Buddhismus erkennen.
Dass der Buddhismus keineswegs nur eine Religion des Friedens und der Harmonie ist, kann im Buch "Das Lächeln des Dalai Lama" von Bruno Waldvogel-Frei nachgelesen werden. Darin schreibt er über grausame Rituale, Sexualmagie, Kannibalismus und Ritualmorde.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.01.2012 01:40 Uhr
Claas van Claatselaar

Verschwörungstheorien sind halt populär...

Ich will weder das frühere Tibetische Mittelalter noch die Institution Dalai Lama verklären. Aber, mit Verlaub: Für DIESES Machwerk mit noch nicht einmal pseudowissenschaftlichem Anspruch machen Sie hier offen Werbung? Da hat wohl jemand die europäische Kirchengeschichte nach Asien projeziert und gemerkt, dass so manch anderer in den letzten Jahren mit abenteuerlichsten Verschwörungstheorien Kasse gemacht hat. Anders kann ich mir die Entstehung dieses Buches nicht erklären.

Naja, wer's mag...

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heide Roscher
heide Roscher (heiro17) - 26.01.2012 16:37 Uhr

Kommunistische Vorstellung vom Völkerrecht

Fremdherrscher mögen Zivilsation bringen, zerstören aber jahrhundertealte Kultur. Warum sollte ein gläubiger Mensch zu jedem Unrecht friedlich die andere Wange hinhalten?

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János Sin

Lernen Sie Geschichte!

Der tibetische Buddhismus war bis zur Vertreibung des Dalai Lama eine absolutistische, die Menschen ausbeutende, theokratische Monarchie.

Das Volk wurde dumm gehalten, Menschen wurden gefoltert - Im Namen des Königs, ja, des Dalai Lamas.

Aber es ist wohl ein Phänomen der Moderne, dass Menschen meinen, dass alles außerhalb unseres Kulturkreises gewaltfrei und harmonisch ist. Wozu sich mit der eigenen GEschichte befassen, wenn man in den Fernen Osten flüchten kann.

Beliebigkeit ist das Schlachtwort.

Free Tibet Fahnen sind ein Hohn!!

Erst die Chinesen haben durch ihre zivilisatorischen Maßnahmen den Lebendsstandard gehoben, das Volk alphabetisiert, Gesundheitsvorsorge und die Schulpflicht eingeführt.

Ganz abgesehen von dem FAkt, dass Tibet seit 400 JAhren ein Protektorat Chinas ist...

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.01.2012 15:29 Uhr
Bernhard Kaiser
Bernhard Kaiser (beka46) - 30.01.2012 15:29 Uhr

Das Volk wurde dumm gehalten

und wird es auch weiterhin durch alle möglichen Formen der Zensur! Menschen, vor allem Regimekritiker, werden nach wie vor willkürlich verhaftet, gefoltert und hingerichtet!

Ich spreche allerdings von China, mein lieber Herr Sin, und nicht von Tibet! Den Tip, sich mit der eigenen Geschichte zu befassen, kann ich nur befürworten und an Sie zurückgeben!

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Claas van Claatselaar

Geschichte lernen? Diese Empfehlung kann ich nur zurückgeben!

Ja - in Tibet herrschte bis ins 20. Jahrhundert Mittelalter.
Ja - Tibet wird von westlichen Romantikern z.T. sehr verkärt.

Aber abgesehen davon frage ich mich, woher Sie, verehrter János S., Ihr Geschichtswissen über Tibet hernehmen. Sie verwechseln den (an sich unpolitischen) Tibetischen Buddhismus mit der Tibetischen Politik, die über Jahrhunderte von wenigen Lamas einer Schule sowie einigen reformresistenten Adelsfamilien geprägt wurde.

Zum Tibetischen Buddhismus gehörten vier große, voneinander unabhängige Traditionen mit wiederum 18 Unterschulen, die allesamt ihre eigenen Oberhäupter hatten und meist zur Gelbmützen-Schule der Dalai Lamas Abstand hielten. Von 14 Dalai Lamas haben nur 2, nämlich der 5. und der 13. de facto politische Macht ausgeübt. China hatte bis in die 1790er Jahre keinen Einfluss in Tibet (es waren zeitweise Mongolen, die dort mitmischten).

Lesen Sie die Bücher von Richardson, Tsakabpa, Walt van Praag oder Golzio - es wird ihr Tibet-Bild erschüttern!

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János Sin

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Sehr geehrter Herr Dossmann,

die Geschichte der Ausbeutung der Tibeter durch die monastische Herrschaft ist allgemein bekannt und wird in mehreren Büchern behandelt.

Leider ist es so, dass jegliche kritische Auseinandersetztung zu diesem Thema unerwünscht ist und daher nicht weiter in die Öffentlichkeit dringt.

Den jetztigen Dalai Lama trifft keine Schuld, er ist wirklich ein friedvoller Mensch, seine Vorgänger jedoch unterjochten das Volk wo sie nur konnten.

Ein ganz anderes Problem der heutigen Zeit ist die Ansiedlungspolitik Chinas aber auf der anderen Seite, Tibet ist ein Teil Chinas und kein eigenständiger Staat. Wenn die Zentralregierung also beschließt die Infrastruktur umzugestalten, weg von völlig überholten Bergpfaden hin zu Schnellstrassen und Elektrizität statt Öllampen hat sie auch das Recht andere Ethnien (vorwiegend Han-Chinesen) in die Provinz umzusiedeln.

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Christian Dossmann

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Zitat: "Das Volk wurde dumm gehalten"

Da das schließlich eine der Hauptaufgaben von Religionsvertretern (Achtung: nicht Religionen) ist, ist das eigentlich nicht verwunderlich.

Zitat: "Menschen wurden gefoltert - Im Namen des Königs, ja, des Dalai Lamas."

Gibt es dafür Quellen? Ich meine nicht, dass ich das für falsch halten würde, aber das muss doch irgendwo in einer seriösen Buch geschrieben stehen.

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Michael Boden

ein Hohn

vielleicht koennten Sie demnachst auch ein Interview mit dem "zustaendigen" tibetischen Minister fuer China machen Herr Radunski.

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Jan Hlavac
Jan Hlavac (Olav1) - 26.01.2012 02:25 Uhr

Worum geht es in Tibet?

Leider wird hier die Anschauung eines offiziellen han-chinesischen imperialistischen Kulturträgers kommentarlos vorgelegt.

Wie war es eigentlich in der Geschichte?
Die Tibeter entwickelten in der Vergangenheit unter dem Einfluss Indiens eine eigene von der chinesischen sehr unterschiedliche Kultur. Tibet war, wenn wir die Mongolendynastie Yüan und Mandschurendynastie Qing ausnehmen, nie ein Bestandteil des gemeinsamen Staates mit den Han-Chinesen. Im Jahre 1951 wurde Tibet von den chinesischen Kommunisten militärisch überfallen und besetzt, die Hälfte des von den Tibetern besiedelten Gebietes wurde von Tibet verwaltungsmäßig getrennt. China hält Tibet besetzt, weil es dort Naturschätze gibt und weil man neue Siedlungsgebiete für die Han-Chinesen braucht.

Da die Rechte des tibetischen Volkes ohne Rücksicht auf seine Entwicklungsstufe offensichtlich verletzt werden, sollte man hier von dem Selbstbestimmungsrecht für die Tibeter ausgehen.

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heide Roscher
heide Roscher (heiro17) - 25.01.2012 23:06 Uhr

Die Rechtfertigung ist immer gleich

Die Zustände in Tibet rechtfertigen in keinster Weise Fremdherrschaft. Es ist Sache der Tibeter, dies zu ändern. Es gelingt Vertreibern immer wieder, dem Opfer die Schuld zuzuweisen.

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Taira Kiyomori

Wer etwas über billige Proganda wissen will, der sollte sich mal die Konfuzius-Institute Chinas

und deren Einfluss auf das China-Bild im Westen durch Beeinflussung der dort angestellten Wissenschaftler zu Gemüte führen.

Hier wird vieles zum Thema Tibet aufgeführt, welches so auch auf das präindustrielle Europa zutrifft und auf das unkolonialisierte Afrika.
Dass die "Befreiung" Tibets eine vernünftige Entwicklung vielleicht nicht gerade begünstigt hat, sollte man auch nicht vergessen.

Darüber hinaus kann China sich den Verlust Tibets nicht leisten, aus Angst, dass es ihm andere Gebiete, die nicht vornehmlich von den Han regiert werden, gleichtun. China würde immer mehr Ländereien und billige Ressourcen verlieren, mit denen die aktuelle Un-Regierung in Peking sich finanziert.
Wie so oft sitzt hier der Teufel mal wieder im kapitalistischen Detail.

Und ja, man sollte auch gegenüber Tibet kritisch sein, aber Wörter wie "Götzenanbetung" klingt mir zu sehr nach 16. Jahrhundert. So etwas haben wir doch wohl nicht nötig.

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Albrecht Schmidt

Ich bin kein Maoist doer Kommunist, aber, wenn man ich mit Tibetern spreche, dann

werden dann sagen unter vorgehaltener Hand alle , dass es den Tibetern unter Chinesen weitaus besser geht wie unter den Lamas.

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Günter Busse

Auf jeden Fall ist der Dalai Lama

nie gewählt worden, oder?
Und als die Menschen in Tibet noch unter der Herrschaft der Lamas, Mönche und Klöster
lebten, gab es keine Demokratie, keine Menschenrechte, keine Schulbildung, dafür aber hohe
Abgaben an die Klöster, Armut und geistige und materielle Knechtschaft.
Die allgemeine Schulpflicht in Tibet gibt es erst, seitdem die Chinesen sie eingeführt haben.
.
Also wer in der Tradition der buddhistischen Herrscher steht, hat m. E. am wenigsten Grund,
sich über die Herrschaft der Chinesen über Tibet zu beschweren.
Hinzu kommt noch, das er sich bereitwillig benutzen lässt, wenn es gilt, Stimmung gegen China zu machen. Nicht umsonst bezeichnete er Bush als seinen Freund.
.
Das alles rechtfertigt natürlich trotzdem nicht, das die chinesische Regierung bestimmt,
was in Tibet geschieht.
Leider gibt es nicht nur weiß und schwarz, gut und böse, sondern noch jede Menge dazwischen.....

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.01.2012 17:21 Uhr
Lutz von Peter

Quatsch

Die Chinesen wollen keine Demokratie. Sie wollen Ruhe im Land, für jeden Chiesne was zu essen und vielleicht etwas bescheidenen Wohlstand. Menschenrechte? Bürgerrechte? Blödsinn! Crowd Control! Ruhe ist oberste Bürgerpflicht. Die meisten Chinesen fanden das Erschiessen der Studenten auf dem Tian An Men Platz gut. Unruhestifter muss man beseitigen. (sagen die Chinesen)

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Claus Stirzenbecher

Demokratie

Endlich verstehe ich: Die Chinesen wollen die Tibeter von ihrer undemokratischen Tradition befreien! China will seine führende Rolle als Menschenrechtsverfechter auch in anderen Ländern, äh, Provinzen ausspielen!

Na, das sind doch endlich mal gute Nachrichten!

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Claus Stirzenbecher

Ach ja …

... und vielleicht kann mir jemand weiterhelfen. Muss man auf die Aussagen des Herrn Ministers irgendetwas geben? Er ist, so weit ich weiß, nicht Mitglied einer Regierung, die durch das Volk legitimiert wäre. Will sagen: Als ich zuletzt aus dem Fenster geschaut habe, wurde China noch von einem Unrechtsregime beherrscht, das keine Hemmungen hat, seine Bürger auszubeuten und zu knechten.

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Wolfgang Scholl
Wolfgang Scholl (dalai7) - 25.01.2012 18:48 Uhr

Chinesische (Billigware) Propaganda

Wenn das alles so wäre, wie es Herr Minister uns aufschwätzen will, warum wenden die Chinesen dann eine imperialistisch-kolonialistisch geprägte Besatzerpolitik an - und zwar nicht nur gegen die Tibeter, sondern auch gegen die Uiguren in Sinkiang; und wozu das imperialistische Gehabe Pekings in der gesamten Region und die permanente militärische Drohhaltung gegenüber den Nachbarn? Ich habe mit eigenen Augen die wirtschaftliche Ausbeutung Tibets durch die Han gesehen; man kann diese chinesische "Entwicklungspolitik" aber auch ganz gut in diversen afrikanischen Staaten beobachten.
Man kann die Verachtung der Han für andere Völker und die Verletzung der Menschenrechte überall studieren. Herr Minister braucht uns nicht für dumm zu verkaufen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.01.2012 19:47 Uhr
Wolfgang Scholl
Wolfgang Scholl (dalai7) - 26.01.2012 19:47 Uhr

und die Realität - hunderte Millionen Tote

Vielen Dank für Ihre Gedanken! Ich bin Historiker und Hobby-Sinologe; mein Sohn hat in Kunming und Shanghai studiert und wir haben das Land bereist. Dem Land steht m.E. in der nächsten Generation eine gewaltige (vielleicht gewaltsame) innere soziale Auseinandersetzung bevor. In Chinas Vergangenheit hat es deren schon einige gegeben mit hunderten Millionen Toten.
Die Generäle haben in einem Anfall von postkolonialistischem Größenwahn die Flucht nach vorn angetreten. Es zeigt gleichzeitig, wie beschränkt die Führung ist und wie wenig sie von der globalisierten Welt mit einer immer stärker integrierten Informationsgesellschaft begriffen hat. Leider erstreckt sich diese Denkweise auch auf erhebliche Teile der jüngeren (aufstrebenden) Wirtschaftselite. Änderungen werden wohl noch ein Jahrzehnt auf sich warten lassen. Also Geduld, auch wenn es mir schwer fällt und es mehr als ein paar Tausend Tote kosten wird.

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Lutz von Peter

@Scholl

Herr Scholl,

Sie dürfen nicht Ihre Grundhaltung als die einzig seeligmachende ansehen. Wir versuchen sie zwar weltweit durchzusetzen, Sie müssen aber damit leben, dass andere Leute dies anders sehen.
Chinas Argumentation geht wie folgt:
China ist eine Weltmacht, die seine Machtspäre sichert. Abtrünnige Landesteile wie Taiwan werden versucht wieder einzugliedern. Unruhige Provinzen wie Tibet werden falls nötig gewaltsam befriedet. Denn ein paar tausend Tote und danach wieder Ruhe sind besser, als Revolten und Unruhen mit Millionen Toten, Hungersnöten und Seuchen.
China sichert sich Resourcen in Afrika und baut pausenlos an seiner Stärke, wirtschaftlich, geistig und militärisch. Jeder andere Kurs wäre Verrat an China.

Was wir davon halten ist den Chinesen egal.
Stärke siegt, wer sich der Stärke begibt ist dumm. In 4000 Jahren chinesischer Geschichte hat sich das meist als richtig herausgestellt.

Das ist die chinesische Politik.

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Bernhard Ströbel

wo Angst, Gier und Hass regiert.....

die Aussagen des zuständigen chinesischen Ministers für Tibet, sind natürlich nicht objektiv und geprägt von der Ablehnung des Dalai Lama samt tibetischer Exil-Regierung. Er sagt z.B.: „Das Bruttoinlandsprodukt, das Durchschnittseinkommen und die Lebenserwartung der Tibeter sind allesamt gestiegen.“ Ja, das mag stimmen aber! Wie sieht es mit Werten wie, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Reisefreiheit aus? Die kann man sich mit Geld nicht kaufen. Der Minister richtet bei seinen Tibet Besuchen auf die Dinge die er sehen will und wendet sie ab von den Ungerechtigkeiten gegen das tibetische Volk. Mit Gewalt werden die Tibeter sinisiert und konform gemacht. Es ist ein falaler Deal den die Chinesen hier verlangen. Nämlich: Idendität, Kultur und Religion gegen Arbeit, Geld und soziale Verbesserungen. China schliesst die Augen vor Nationen, die in jüngster Vergangenheit bewiesen haben, daß das eine mit dem anderen vereinbar ist. China riskiert in Tibet viel, vielleicht zu viel.

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