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UN-Vollversammlung Netanjahu warnt vor atomar bewaffnetem Iran

 ·  Israels Ministerpräsident Netanjahu hat vor der UN-Vollversammlung eine „rote Linie“ gegenüber Iran gefordert, um eine Bewaffnung mit Atomwaffen zu verhindern. Zuvor hatte Palästinenser-Präsident Abbas erklärt, dass er für Palästina den UN-Status als Staat ohne Mitgliedschaft beantragen wolle.

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Thomas Wildgruber

Das Henne und Ei Problem

Normalerweise habe ich eine klare Meinung zu dem Nah-Ost Konflikt aber dieses Thema lässt mich schwanken. Einerseits halte ich es für legitim, dass sich ein Land, welches über (nahezu) die größten Erdölreserven verfügt, versucht adäquat zu verteidigen, auch angesichts der atomaren Umzingelung in alle Himmelsrichtungen und im Besonderen angesichts des Schicksals des Nachbarn Irak. Andererseits lässt Herr Ahmadinedschad auch keine Gelegenheit aus mit den Säbeln zu rasseln und schürt damit auch durchaus begründete Ängste, nicht nur in Israel. Ich glaube zwar nicht, dass ein atomar bewaffneter Iran seine Drohungen wahr werden lässt und Israel von der Landkarte zu tilgen. Ich halte vielmehr das Erzwingen einer Patt-Situation für wahrscheinlich, wie es das relativ kleine Pakistan mit dem übermächtigen Indien vorgemacht hat. Aber meine Hände ins Feuer legen würde ich dafür nicht. Ich persönlich neige aber auch dazu zu glauben, dass das Nuklearprogramm des Iran schon die Bombe zum Ziel hat...

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Günter Busse

Wer bedroht hier wen?

Die Atommacht Israel, unterstützt durch die Atommacht USA, verdächtigen den Iran, an der Herstellung von Atomwaffen zu arbeiten. Israel spricht eine Angriffsdrohung nach der anderen aus, droht offen mit einem Krieg, - trotzdem gilt der Iran als Aggressor!
Die Vereinigten Staaten beschließen, nicht nur selbst kein persisches Öl mehr zu beziehen, sondern nötigen auch andere Staaten, sich diesem Boykott anzuschließen. Trotzdem gilt der Iran als Aggressor.
Der Iran bereitet sich nicht auf einen Angriff auf Israel vor, im Gegenteil dazu plant Israel längst konkret einen Angriff auf den Iran, übt diesen Angriff bereits, bereitet ihn vor.
Der Aggressor ist für die deutsche Regierung trotzdem der Iran.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.09.2012 14:13 Uhr
Chi Li
Chi Li (ChiLi31) - 28.09.2012 14:13 Uhr

Wir sind die Guten

Natürlich ist Iran der Bösewicht, denn wir sind die guten Demokraten, Herr Busse.

Wir können jeden beschuldigen, jeden Angreifen, wenn wir wollen und nehmen uns alles, was wir wollen. Dafür haben wir eine gute Begründung, wir nennen uns Demokraten und unter dieser Flagge erlauben wir uns alles, was wir wollen.

Ich zweifele also kaum, dass Iran die Atomwaffe anstrebt - sonst würde Russland und China in der Frage sich anders verhalten. Allerdings finde ich dass das eine natürliche Reaktion von Iran auf unsere oben beschriebene Politik sei. Kein Land, dass keine Atomwaffen besitzt ist in Sicherheit von Willkür "der Guten".

Durchaus muss man die Verbreitung der Atomwaffen in der Welt stoppen, solange wir uns aber alles in der Welt nehmen, was wir wollen ohne uns an das internationale Recht zu halten, werden wir solche Probleme in der Welt haben und die Weltgemeinschaft wird nie zur Ruhe kommen, solange wir verschiedene Standerts für verschiedene Länder haben.

Demokratie! Aber anders!

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ramon adib
ramon adib (4711adib) - 28.09.2012 11:50 Uhr

Frechheit

Erst muß der Schauspieler Netanjahu der Weltöffentlichkeit bekannt geben wieviele
Atombomben selbst besitzt, dann über anderen Länder, diie gar keine Atombomben
haben angstmacherei betreiben.

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Hans henseler

Netanjahu luegt (wieder einmal)!

Er weiss genau, dass Iran weder den Willen noch die Faehigkeit hat, Israel anzugreifen.
Einmal mehr will er Sand in die Augen der Weltoeffentlichkeit streuen, um von anderen
Problemen abzulenken. Und Obama und andere Staatsmaenner wissen das genau.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.09.2012 13:02 Uhr
Hans henseler

Ich bin auch ueberzeugt, dass Herr Netanjahu genau informiert ist

und genau deswegen schreibe ich, dass er luegt. Man muss kein Experte in Kriegfuehrung
sein um zu wissen, dass Iran keinen Angriffskrieg gegen das hochgeruestete Israel fuehren
kann mit dem es keine gemeinsame Grenze hat und wo ausserdem noch die Palaestinenser
unfreiwillige Schutzschilder fuer Israel waeren. Herr Netanjahu argumentiert gegen besseres
Wissen. Wenn Obama die Wahl gewinnt, wird Netanjahu auf mehr Widerstand stossen.

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Heiko Fuhrmann

Kleine Anfrage...

Ich bin davon überzeugt, Herr Henseler, dass Herr Netanjahu genau weiss, OB der Iran den Willen und die Fähigkeit hat, Israel anzugreifen. Woher aber wissen Sie, dass der Iran diese Fähigkeit und diesen Willen NICHT besitzt? Bis auf die Beteurungen, Vertuschungversuche und Vertragsverletzungen Teharans sind mir leider keine weiteren Informationen zu Ohren gekommen. Auch, so meine ich mich zu erinnern, hat sich bisher noch kein anderer Staat für den Iran in die Bresche geschlagen, um dessen Beteuerungen zu sekundieren.
Bei einer solchen, im wahrsten Sinne des Wortes vitalen Frage, mag der Vorsichtige und Misstrauische klug beraten sein.

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Karl Wilhelm Goebel

Atomarer Angriff aus Iran? Denkbar?

Wenn die Aggression dem Staat Israel gilt, was wohl außer Frage ist, wäre eine Vernichtung des Palästinenser-Staates ein (nicht zynisch gemeint!) unvermeidbarer "Kolateralschaden"... Also müsste sich Palästina vehement gegen den Iran allein aus Existenzangst wenden. Aber: Einzig die USA haben nur noch "befristet Geduld"...
Wer glaubt denn, dass bei dieser Sachlage die (mit-) betroffene arabische Welt unbeteiligt zuschauen würde...?
Wenn ich auf meiner unzureichenden Wissenbasis auch nicht so direkt von Lüge sprechen würde...die volle Wahheit und "nichts als die Wahrheit" wird da nicht kommuniziert.

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Heinrich Seneca

"Und ewig grüßt das Murmeltier!"

Bibi Netanjahu hat mit Hilfe seiner präsentierten Grafik, jedem deutlich gemacht, wo für Israel die "Rote Linie" zum Frieden in der islamischen Welt ist.
- Collin Powels hatte ähnlich schöne Grafiken im Feb 2003 im UN-Sicherheitsrat präsentiert und die waren Begründung für den Krieg gegen Irak im Mrz.2003, ff. -
Netanjahu will mit dem Angriff der IDF endlich Frieden schaffen, sofern IRAN weiter URAN anreichert; denn Israel will sich nie mehr vertreiben lassen - wie er sagte - und auf ewig in Jerusalem bleiben.
Netanjahu und Israel meinen das tot ernst.
Abwarten und Tee trinken.

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Closed via SSO
Wolfgang Hebold (hebold) - 28.09.2012 06:46 Uhr

Einen zweiten Palästinenserstaat - Wozu das?

Die Welt braucht keinen zweiten Palästinenserstaat. Der eine, den es gibt, nämlich Jordanien, reicht völlig aus. Damit muss eigentlich nur noch die Westgrenze Jordaniens festgelegt werden. Die schließt entweder die jüdischen Siedlungen auf der Westbank ein - oder die Gebiete fallen an Israel. Jerusalem würde wahrscheinlich geteilt. Damit bleibt das Problem Gaza. Aber hier gibt es viele Beispiele in der Geschichte, die eine Lösung skizzieren. Die Umsiedlung der Bevölkerung ist eine Variante. Der Anschluss an Ägypten die andere. Eine dritte gibt es nicht, den Gaza als Teil Jordaniens ist nicht lebensfähig und allein ein Herd für neue Konflikte. Das sind die Realtitäten, mit denen sich Abbas abfinden muss. Ein obskures Rückkehrrecht der sogenannten palästinensischen Flüchtlinge gehört definitiv nicht dazu.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.09.2012 09:59 Uhr
Karl Wilhelm Goebel

"Obskures Rückkehrrecht der sogenannten..."

Sorry, was auch immer Sie sagen wollten, die hier in der Überschrift verwendete Zeile verrät einen Friedensunwillen.
Wir, das europäische Volk, wussten von 1618 - 1648 in Gruppen ,welches die bessere Weltanschauung war... Heute, 65 jahre nach 1948, haben die beteiligten Parteien allein deshalb eine Friedenspflicht, weil die Weltbevölkerung der Region lange genug ängstliche Aufmerksamkeit schenkte. Vielleicht denken die Strteihähne einmal darüber nach...
Mit oder unter welchem Gott auch immer....

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Hans-Georg Rensing

Der Irakkrieg lässt grüßen!

Lächerlicher als dieser fanatische Auftritt Netanjahus ist eigentlich nur Colin Powells damaliger Vortrag, in dem Beweise für Massenvernichtungswaffen im Irak präsentiert werden sollten. Die Satellitenfotos, auf denen LKWs mit dem Vermerk "big enough to carry nuclear warhead" zu sehen waren (was natürlich von den zuhörenden Spatzenhirnen als handfester BEWEIS für die Existenz von Massenvernichtungswaffen akzeptiert wurden) sind kaum schlimmer als diese Farce. Bei allem Respekt für Israel, in der Regierung des Landes sitzen anscheinend nur faschistische Spinner, die sich hoffentlich dieses Prädikates unwürdig erweisen und nicht den Fehler machen, den die Amerikaner (auf die diese Beschreibung damals durchaus zutraf) seinerzeit mit dem Beginn des Irakkrieges machten.

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Wolfgang Müller

Falsch!

"Im vergangenen Jahr hatte Abbas noch die volle Mitgliedschaft für Palästina gefordert; der Antrag wurde aber von den westlichen Vetomächten des Sicherheitsrates zurückgewiesen."

Nur die USA hat den Antrag mit ihrem Veto abgelehnt! Frankreich und Großbritannien hat sich enthalten bei der Abstimmung. Von "den westlichen Vetomächten" zu sprechen ist also definitiv falsch.

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Samuel  Lang
Samuel Lang (Orendel) - 27.09.2012 22:59 Uhr

Atomwaffenfreier Mittlerer Osten?

Im Mittleren Osten haben weder biologische noch chemische noch atomare Waffen etwas verloren. Die verschiedenen Militärs können sich an konventionelle Waffen halten, diese sollten genügen. Auch die Sicherheit kleinerer Staaten ist durch deren konventionelle Überlegenheit immer noch gewährleistet.

Die verschiedenen Ethnien, Staaten, Völker, Religionen und Ideologien machen die Gegend zum Pulverfaß. Diese Region ist zwar reich an Multikulturalismus, aber auch nicht arm an Konflikten, welcher dieser hervorbringt.

Der genannte Erdteil muß entschärft werden, die Einmischungen von außen reduziert, ansonsten erleben wir hier einen möglichen Mahlstrom, welcher auch leicht Europa, bzw. Rußland mit ansaugt.

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