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UN-Sicherheitsrat Isaf-Mandat in Afghanistan ausgeweitet

 ·  Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat der Ausweitung des Mandats für die internationale Friedenstruppe in Afghanistan zugestimmt. Bundeswehrsoldaten können nun in Kundus stationiert werden.

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Der UN-Sicherheitsrat hat am Montag das Mandat für die internationale Schutztruppe in Afghanistan (Isaf) über die Hauptstadt Kabul hinaus auf das ganze Land ausgeweitet.

Mit der einstimmigen Entscheidung ermöglicht das Gremium den geplanten Einsatz der Bundeswehr in der nordafghanischen Stadt Kundus. In Kabul sind derzeit rund 5.500 Isaf-Soldaten unter Nato-Kommando stationiert, darunter rund 1.800 Soldaten der Bundeswehr. Die 15 Mitglieder des Rates verlängerten zugleich das ISAF-Mandat um ein Jahr. Die Isaf soll die afghanische Regierung unterstützen, um ein Machtvakuum nach dem Sturz des Taliban-Regimes durch den von den Vereinigten Staaten geführten Krieg nach den Anschlägen vom 11. September 2001 zu verhindern. Noch immer ist die Sicherheitslage im ganzen Land angespannt.

Kundus als Pilotprojekt

„Diese Resolution hilft, den Weg für eine zunehmende Sicherheit in Afghanistan zu bereiten, von der alles abhängt", sagte der UN-Botschafter der Vereinigten Staaten, John Negroponte, der derzeit den Vorsitz im Rat innehat. Eine Delegation des Sicherheitsrates unter Leitung des deutschen UN-Botschafters Gunter Pleuger soll sich früheren UN-Angaben zufolge zwischen dem 31. Oktober und dem 8. November in Afghanistan ein Bild über die Sicherheitslage in dem Land machen.

Die Nato hatte sich vergangen Woche grundsätzlich für eine Ausweitung ihres Afghanistan-Einsatzes über Kabul hinaus ausgesprochen und unterstützt die Pläne der Bundesregierung, die bis zu 450 Soldaten zum Schutz von zivilen Wiederaufbauhelfern nach Kundus entsenden will. Kundus soll ein Pilotprojekt für andere Einsätze außerhalb Kabuls sein. Militärplaner der Nato hatten vergangenen Monat angedeutet, für eine Ausweitung des Aghanistaneinsatzes der Allianz könnten zwischen 2.000 und 10.000 zusätzliche Soldaten benötigt werden.

Talibankämpfer werden wieder aktiver

Die Sicherheitslage in weiten Teilen Afghanistans ist weiter angespannt. Große Teile Afghanistans werden nicht von der Regierung in Kabul, sondern von regionalen Kriegsfürsten kontrolliert. Zudem haben untergetauchte Talibankämpfer in den vergangenen Monaten ihre Angriffe verstärkt. Seit Anfang August wurden bei den Guerilla-Attacken mehr als 300 Menschen getötet, darunter amerikanischen Soldaten, aber auch Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. UN-Mitarbeiter und Hilfsorganisationen haben zuletzt vor zunehmenden Angriffen auf zivile Aufbauhelfer gewarnt.

Derzeit sind auch rund 12.500 amerikanische Soldaten in Afghanistan stationiert. Sie fahnden vor allem im Süden des Landes nach untergetauchten Mitgliedern der radikal-islamischen Taliban und der El-Kaida-Gruppe des Extremistenanführers Osama bin Laden. Die Taliban-Führung hatte Bin Laden Unterschlupf gewährt, der als Drahtzieher der Anschläge in den Vereinigten Staaten vom 11. September 2001 gilt.

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