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Umsturz in Ägypten Mansur als Interimspräsident vereidigt

 ·  Nach dem Sturz von Muhammad Mursi ist der Präsident des Verfassungsgerichts, Adli Mansur, in Kairo als Übergangspräsident vereidigt worden. Mursi und die Muslimbruderschaft sprechen von einem Putsch durch das Militär.

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Wolfgang Sunderbrink
Wolfgang Sunderbrink (seew) - 05.07.2013 09:48 Uhr

Es ist gut,

daß der Muslimbruderschaft die Grenzen aufgezeigt worden sind. Radikale Kräfte lassen sich nun einmal nicht demokratisch einbinden, sondern nutzen die Demokratie, anderen ihren Willen aufzuzwingen. Das hat Mursi ja eindrucksvoll bewiesen, zusammen mit Erdogan. Mir stellt sich nun die Frage, ob und wann in der Türkei mit ähnlichen Schritten gerechnet werden muß.

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Yildirim Bulmaz

Ein Militär-Putsch hat in

einer Demokratie nichts zu suchen. Das müsste eigentlich der Kleinste Nenner sein, der von allen Demokraten akzeptiert wird. Da bekanntlich Ausnahmen die Regel bestätigen, führen manche das Argument, dass Hitler ja auch gestoppt hätte werden können, wenn das Militär eingegriffen hätte. Nun, ich bin kein Experte der ägyptischen Politik, ich weiß nicht, was Mursi alles vorhatte oder wie das Profil von denen ist, die auf die Strasse gegangen sind. Deswegen bin ich mehr oder weniger gezwungen, aus den Reaktionen, etwas brauchbares für mich herauszulesen. Und da sieht es folgendermaßen aus:
- Saudi Arabien ist hoch erfreut
- Vereinigten Arabischen Emirate ebenso
- Syrien´s Assad freut sich auch
- etwas fortschrittlichere Qatar verurteit das Eingreifen des Militärs
- Die Türkische Regierung UND die CHP verurteilen ebenso
- Westerwelle meint, das wäre ein Rückschlag für die Demokratie
- EU Politiker fordern baldige Neuwahlen
- Und Amerika vermeidet eine klare Verurteilung

Alles klar?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.07.2013 08:54 Uhr
Yildirim Bulmaz

Wolf Haupricht

Sie könnten recht haben, Herr Haupricht. Könnten! Zuerst der Fall, in dem Sie richtig lägen. Da ist zwar ein demokratisch gewählter Präsident, der ist aber alles andere, als demokratisch. Er versucht mit allen Mitteln die völlige Macht an sich zu ziehen, um aus Ägypten ein Gottesstaat wie Iran zu machen. In dieser Situation reagieren die Demokraten des Landes und gehen auf die Strasse. Auf Chaos und Tote reagiert das neutrale und unabhängige Militär mit der Absetzung des Präsidenten und veranlasst Neuwahlen.

Der demokratisch gewählter Präsident, das ist jetzt der Fall, bei dem Sie völlig daneben lägen, merkt kurz nachdem er das Amt angetreten ist, dass ihm die Hände gebunden sind und die wichtige Entscheidungen von der Armee und Justiz getroffen werden, die mit dem alten System Mubarak eng vernetzt sind. Statt mitzuspielen und sich zu bereichern, versucht er das zu machen, wofür er gewählt wurde. Er greift das "System" an und das "System" setzt ihn ab.

Nachdenklich geworden?

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Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 05.07.2013 06:21 Uhr

Generale wollen Macht

Versuche sind schon mehr als genug durchgefuehrt worden. Denken Sie doch nur an die Nazi- und Komunistische Versuche, die mehr als 300 Millionen Menschenopfer forderten. Glaubt denn wirklich noch jemand, dass die kommunistische Generale der UdSSR den Gorby wirklich frei handeln lassen haetten, wenn sie nich das schon selber erkannt haetten? Ganz einfach, die Aegyptischen Generallle wollen die Macht.
Aber nur noch abwarten. Demokratie braucht Zeit. Ohne die Amerikaner waeren wir auch noch nicht demokratisch. Und das ist der Wirkliche Grund fuer die vielen aufgeblasene Foristen hier!!

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Nihal Aktas

Virtueller Stammtisch

bei jeder Gelegenheit wird über die Türkei hergezogen wie in der Kneipe. Nur weil man hier immer wieder und wieder und wieder bekräftigen möchte, die Türkei sei vergleichbar mit den arabischen Ländern, wird sich an der Realität nichts ändern. Die Türkei hatte bereits Ihre demokratische Revolution. Mit der Entmachtung der Militär .Dank Erdogan.

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Nihal Aktas

Meinungsfreiheit "during the coup" verspricht das Ägyptische Militär

Alle Sender die den gestürzten Morsi unterstützen werden ausgeblendet. Muss man noch darüber debattieren ob der "Coup" gut sein kann für das Land? Ich appeliere an den gesunden Menschenverstand.

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Stefan Derrick

Demokratie? Auflösung und Wiedereinsetzung des Parlaments in 2012

Ich bin nicht sehr gut unterrichtet, aber wenn ich es richtig verstehe, wurde das ägyptische Parlament (Unterhaus) im Juni 2012 aufgelöst, als Konsequenz auf die Feststellung, dass seine Wahl gegen die Verfassung verstieß. Trotzdem wurde das Parlament von Präsident Morsi wieder eingesetzt, und ein neues Parlament sollte gewählt werden. Dies ist bisher nicht geschehen. Wie demokratisch ist das?

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Hikmet Özdemir
Hikmet Özdemir (hiki31) - 04.07.2013 15:10 Uhr

demnach in der Türkei?

Viele in disem Forum hätten wohl gerne gesehen, wenn die Ausschreitungen in Gezi Park zu Zuständen wie in Ägypen einschließlich eines Militärputsches geführt hätten.

Wenn auch dabei die parlamentarische Demokratie ausgehebelt wird. Was sollst?.

Wenn die ehemaligen türkischen Putschisten und die Generäle, die Dank Erdogans Reformen hinter Gittern sitzen, die Macht ergreifen, die Demokrati ersetzen und das Wahlvolk um ihre Wahl betrügen.

Demokratie endet bekanntlich da, wo die Interessen des eigenen Landes mit den des aufstrebenden Türkei kollidiert.

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Erwin Steinhauer
Erwin Steinhauer (hauer2) - 04.07.2013 14:52 Uhr

Entsetzt über so viel Naivität

Wie viele Foristen hier nur schwarz-weiß-Brillen tragen ist unglaublich. Ein Land, das Jahrzehnte unter der Willkür des Militärs gelitten hat, wohlgemerkt unter einem vergleichsweise moderaten Präsidenten, hat 2011 die "demokratische Revolution" geschafft. Dann wurde gewählt. Es kam Mursi, kein Demokrat, aber frei gewählt.

Wie die Militärs und die Säkularen vorher, hat er seine Klientel bedient Und jetzt kommt - nein nicht etwa das Volk zum Zuge - nein: wieder das Militär, zusammen mit den säkularen Kräften alter Prägung (vielfach knallharte Kommunisten).

Die meisten Ägypter wollen Ruhe, ein kärgliches Einkommen und eine Perspektive in Frieden. Sie bekommen die gleichen Utopien wie vor 2011 vorgesetzt und die Foristen schreien 2011 wie 2013: hurra, die Demokratie kommt.

Verlierer zwischen weltlichen und islamischen Extremisten sind die lobbylosen Mehrheiten, die traditionell verfolgten Christen (in Ägypten die Kopten) und die moderaten Kräfte: was ist besser geworden?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.07.2013 03:17 Uhr
Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 05.07.2013 03:17 Uhr

Herr Steinhauer, Ihre Ansicht ist richtig und ich kann nur zustimmen

Die vielen missbrauchten Foristen sind natuerlich naiv, aber nicht deren ideologischen Einpeitscher. Die Kommentare UND Berichte kann man nicht leicht unterscheiden und auch nicht zu Kommentieren.
Mit den Knallharten Kommunisten haben Sie recht! Ich weis nicht, ob Sie sich noch an den Nasser - auch ein Knallharter Kommunist - erinnern koennen. Der hat fuer diese Operation ein Muster vorgelegt.

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Miklas Ross

Putsch ?

Ägyptens Jugend will eben keine Kopftücher, Peitschenhiebe und Gebete, die wollen Iphones, Party und 'nen Job. Für diese mittelalterlich Islam-Geschichte, sind die Mädels nicht auf die Straße gegangen. So einfach ist das.

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Michael Meier
Michael Meier (never1) - 04.07.2013 14:03 Uhr

Abwarten

Unabhängig von dem demokratisch fragwürdigen Umsturz, scheint die Abdankung eines Muslim-Bruders doch primär eine begrüßenswerte Nachricht.
Hoffentlich bleibt es in Ägypten im wesentlichen friedlich und hoffentlich kommt der ägyptische Staat auf den richtigen Weg mit Sicherheit, Wohlstand und Bildung.

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Oliver Titze
Oliver Titze (Flight) - 04.07.2013 13:51 Uhr

No Go

Sorry ich habe ein anderes Demokratieverständnis und die obersten Verfassungsrichter machen auch noch mit. Ich habe es schon vor einem Jahr nicht verstanden wie das Ägyptische Volk die Muslimbrüder in Amt und Würden gehoben haben sollen. Aber mittels Putsch einen Demokratisch gewählten Präsidenten kaltstellen ist ein No Go. Ich sehe 50% des Volkes auf der Strasse was ist aber mit den anderen 50% die gerne mehr Islam haben wollen?! Na dafür haben wir andere Probleme....

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.07.2013 17:49 Uhr
Albert Genser
Albert Genser (agens1) - 04.07.2013 17:49 Uhr

Nicht jedes Wahlergebnis hat etwas mit Demokratie zu tun!

Wenn ein Teil der Bevölkerung eines Landes - nur weil er besser organisiert ist als andere Gruppen - seine mittelalterliche Denkweise zur allgemeinen Wahrheit erklären will und es den meisten Menschen in diesem Land gleichzeitig schlechter geht, als vor dieser so genannten Wahl, dann gilt eine m.E. demokratische Grundregel, die da lautet: Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! Und genau das haben die Ägypter offensichtlich verstanden. Was jetzt kommt, wird sich zeigen.

Vielleicht sollten wir in diesem unserem Lande uns auch gelegentlich an diese Idee erinnern; denn auch hier passiert vieles, was mit Demokratie nicht viel zu tun hat. (Vorratsdatenspeicherung, Gesundheitskarte, etc.)

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Sajeret Matkal
Sajeret Matkal (matkal) - 04.07.2013 13:44 Uhr

Hätte Schleicher...

... 1933 etwas ähnliches getan, wäre er von der Geschichte bestraft worden. Denn keiner weiß, wie sich Deutschland weiterentwickelt hätte unter Hitler. Wir wissen es, weil Schleicher nicht putschte. Und genau das ist das Dilemma der Militärs. Man kann den Putsch natürlich begrüßen. Aber es bleibt ein Putsch und damit das Problem, dass die Islamisten einmal mehr sagen können, sie hätten es besser gemacht. Wieder verpasst Ägypten die Gelegenheit den wahren Grund der eigenen Misere zu erkennen: Der Islam mit seinen maroden Ideen. Er ist ist, der die ganze Region im Zustand intellektueller Armseligkeit hält. Das gilt für Saudi Arabien ebenso wie für die Türkei, auch wenn im Detail wesentliche Unterschiede herrschen. Nicht zuletzt der, dass die Türkei diese Religion eines unmoralischen Beduinen (Atatürk) schon einmal hinter sich ließ. Erst wenn die Ägypter und Araber das erkennen besteht Grund zur Hoffnung. So steht zu fürchten, dass sich die Geschichte nur wiederholt.

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nikolaus hesse

Westerwelle mahnte ja schon, dass bei den nun folgenden Sondierungsgespraechen der gesellschaf

tlichen Gruppen und Parteien nur ja seine geliebten Muslimbrueder mit am Tisch sitzen sollen.
Jedoch ist mir nicht erinnerlich, dass Westerwelle zu Zeiten des Mursi-Regime je an die Christen erinnert haette, von Forderungen nach politischer Teilhabe derselben ganz abgesehen.
Was behagt denn nun dem Westerwelle nicht?
Etwa, dass das aegytische Militaer auch den koptischen Patriarchen mit an den runden Tisch holt? Ist es das, das Westerwelle+ B. Hussein O. 'zutiefst besorgt' aus der Waesche gucken laesst? Das ist alles nur noch krank, Ekel und Brechreiz erregend!
Als ob es nicht die Christen+die Saekulaeren sind , die den Umsturz in Aegypten moeglich
gemacht haben, um dann vom Westen fallengelassen zu werden:
Von einem Westen, der dem Steinzeitislamismus den Vorzug gibt?
Ja, nur zu verstaendlich: Die demokratische Legitimation haben die westlichen Ausverkaeufer schon laengst am Tresen abgegeben.
Da haelt man es gerne mit den Muslimbruedern, denn gleich+gleich gesellt sich gern!!

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Wolfgang Press

Putsch

Ja, das Militär hat geputscht und dieser Putsch war richtig und im Interesse des ägyptischen Volkes.

In der Türkei haben die Generäle den Putsch leider verschlafen und somit ist ein islamistischer Diktator immer noch an der Macht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.07.2013 14:39 Uhr
Werner Safranski

Unwissenheit

Islamischer Diktator in der Türkei?? Sie vergleichen Mursi mit Erdogan??
Sorry Herr Press, sie haben weder Ahnung von der Türkei noch wissen sie überhaupt was es bedeutet ein islamischer Diktator zu sein........

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peter josef maria pan

Ägypten hin, Armee her-

demnächst vielleicht in der Türkei?
Beweinen würde ich das nicht, denn lieber so, als ins Chaos abgleitend!

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Martin Bossung

Achtung der Grundrechte ist wichtiger als Mehrheitswahlrecht

Mursi hat sich aufgemacht, das Land gemäß radikal-islamistischen Vorstellungen umzugestalten, mit Scharia einschließlich Körperstrafen, Null-Toleranz gegen andere Religionen, Null Frauenrechte etc. Dem ein Ende zu setzen ist wichtiger als demokratische Legitimation, die er wenn heute abgestimmt würde vermutlich auch nicht mehr hätte. Auch Hitler wurde demokratisch gewählt, ein frühzeitiger Militärputsch hätte der Welt viel Leid erspart und angesichts der globalen Terrorstrategie der Islamisten und der daraus resultierenden Bedrohung ist der Vergleich nicht unangebracht.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.07.2013 13:26 Uhr
Dietmar Fleischhauer

Die Quelle, Herr Bergmann,...

... wird bei uns kostenlos in den Fußgängerzonen verteilt.

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Jack Bergmann

Quelle ihrer Unterstellungen?

Können sie uns bitte belegen wenn möglich mit Quellen usw. wie genau Mursi versucht hat das Land Islamisch zu gestalten? Mit Körperstrafen, Nulltoleranz gegenüber andere Religionen? etc.
Das würde mich mal interessieren denn in seiner Aussagen war immer das Gegenteil zu verstehen und mir ist von solchen Taten nichts bekannt.

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Martin Bossung

Iran?

Vielleicht kann Abdullah einfach nur Mursi nicht leiden. Die Muslimbrüder könnten in Saudi-Arabien auch Einfluß haben und immerhin hatte Mursi auch schon seine Fühler Richtung Iran ausgestreckt (Ahmadinedschah war zu Besuch in Ägypten).

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Martin Bossung

Vorsichtig beobachten

Dass natürlich ausgerechnet König Abdullah von Saudi-Arabien gratuliert, stimmt vorsichtig, wo doch Saudi-Arabien Hochburg der Islamisten ist. Entweder er hat vor denen selbst genug oder es kommt in Ägypten noch islamistischer. Vorsicht ist auf jeden Fall angebracht.

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wolf haupricht

Wenn dasselbe Volk Mubarak stürzen konnte....

kann es ebenso Mursi stürzen. Da das Militär Blutvergießen verhindert hat wie auch zuvor, ist der Umsturz das notwendige Übel gewesen. Das ägyptische Volk muss seinen Weg finden. Die USA sollen sich zurückhalten, ebenso Westerwelle.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.07.2013 14:03 Uhr
Frank Rademacher

Der die Sendung Wetten macht, glaube ich zumindestens

früher hatte der irgendwas mit Fußball

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Gerhard Katz

Wer ist

"Westerwelle"?

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Michael Arndt

So so

das Militär nimmt also den demokratisch gewählten Präsidenten samt senem Team fest.
Also haben wir einen lupenreinen Militärputsch, den wir in Miramar doof finden, im übrigen Afrika sowieso, aber in Ägyten ist das klasse?
Hab ich irgend etwas nicht mitbekommen?
Und unsere Medien machen fleißig mit. Diese "schiefe" Berichterstattung finde ich ärgerlich.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.07.2013 12:38 Uhr
Jack Bergmann

Die Medien schreiben was die Leute lesen wollen

Wenn sie die Kommentare hier lesen würden, dann würde sie sehen dass es den meisten egal ist was Sache ist und wie was passiert ist.
Eine Partei mit dem Wort "Islam" im Namen ist abgestürzt worden, das ist ein Grund zur Freunde für die Islamabgeneigte westliche Zivilisation, alles andere ist irrelevant.

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Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 04.07.2013 11:02 Uhr

Dan Diner: Versiegelte Zeit

Fast alle arabischen Staaten zeichnet ein krasser Widerspruch zwischen materiell-geistiger Verfasstheit und modernen Notwenigkeiten aus. Einerseits eine riesen Bildungsarmut bis hin zu 80% Analfabetentum = keine Erfindungen, keine Musik, keine Produktion, Devisenmangel, Infrastrukturmängel usw. und andererseits die wachsende Versorgungs-Not durch 2-stelliges Bevölkerungs-Wachstum. Ägypten kann 1/5 seiner EW nicht ernähren, hat außer Kleinindus- trie und Tourismus nebst Devisen- und Nahrungsmittelgeschenken aus Saudiarabien und der EU/USA keine stabilen Existenz-Grundlagen. Das Land war immer schon gespalten zwischen "Nasseristen" und "Islamisten". Letztere standen nun mit Kurksi, in völliger Erfolglosigkeit, vor dem sozialen Aufstieg. Diese Illusion gibt niemand kampflos auf. Auch nicht nach einem pol. Desaster. Es gibt Bürgerkrieg! Beide Parteien sind viel zu groß, um zu kapitulieren.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.07.2013 12:51 Uhr
Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 04.07.2013 12:51 Uhr

Herr Berg, das Land war tatsaechlich gespalten

Die Nasseristen und die Islamisten sind ja schon immer Feinde. Anfang der 50ger hat der Nasser doch den Koenig gestuerzt und dann die Muslimische Bruderschft verboten. Die Nasseristen waren von der Sovietunion aufgebaut und getragen! Und das hat den Westen aufgeweckt. Und datuerlich wollten die Islamisten jetzt den Nasseristen/Kommunisten den Garaus machen.
Aber ich sehe das auch noch von einem anderen, viel sicherern Gesichtspunkt: Alle diese Geschehnisse im Nahen Osten Sin in der Bibel vorgezeichnet!

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Anton Paschke

Jetzt geht es los!

Die Baertigen schupfen einander mit dem Elbogen: Brueder! ich habe es immer gesagt, wir muessen kaempfen! Und das ist das Einzige, was sie wirklich koennen.
Ihr habt die Uhren, wir haben die Zeit!

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Frank Rademacher

Comic Joker Mohamed ElBaradei wäre jetzt der richtige

Er hat bereits in Vergangenheit als Chefermittler der internationalen Atom Energie Behörde (IAEA) im Irak Krieg, ausgezeichnet. „Wir konnten bislang keine Atomwaffen finden, aber, wir haben auch noch nicht alles abgesucht“

Comic Joker Mohamed ElBaradei zusammen mit der Militärjunta würden unsere westlichen Interessen am besten gerecht werden. Für was bitteschön, brauchen die Ägypten eine Demokratie?

Wenn man sieht, wie Angela Merkel die Interessen unseres Landes vertritt, sei es in Europa oder sei es in Sachen Industriespionage und Angriff auf die freien Rechte der Bürger durch die Amerikaner, dann könnte man die Ägypter fast schon beneiden um ihre Militärjunta, die kurzen Prozess mit frei gewählten Repräsentant macht und sie einsperrt.

50% der Bürger sind nicht zufrieden mit der Arbeit von Angela Merkel, bei uns kommt zwar keine Militärjunta, höchstens Obama, der aufzeigt wohin es geht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.07.2013 13:02 Uhr
Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 04.07.2013 13:02 Uhr

Ah, Rademacher, Was wollen Sie mit der Frau Merkel?

Sie scheinen auch so einer zu sein der mit einer frei gewaehlter Mehrheit nicht zufrieden ist, einer der glaubt immer die Mehrheit selber zu sein. Der Tahrir-Plaz war voll solcher Leute

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04.07.2013, 11:23 Uhr

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