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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Umstrittenes Israel-Gedicht Grass: Ich werde an den Pranger gestellt

 ·  Der Schriftsteller Günter Grass fühlt sich nach der heftigen Kritik an seinem Israel-Gedicht missverstanden und unterstellt seinen Gegnern Methoden, die von den Nazis verwendet wurden. Zugleich bekräftigt er in Fernsehinterviews seine Israel-Kritik: „Widerrufen werde ich auf keinen Fall.“

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (243)

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michael hergen

Nichts als die (eigene) Wahrheit

Sokrates hat uns gelehrt, dass es keine absolute Wahrheit gibt. Viele, die Kritik an Grass´Gedicht üben, haben dies scheinbar vergessen und reklamieren ihrerseits, mit ungaublichen "Interpretationen", diese Wahrheit für sich gepachtet zu haben.Dies hat mit einer erwachsenen Streitkutur, die in Deutschland nie zuhause war, nichts mehr zu tun. einen Dichterals "Alten Dichter" zu diffamieren ist ein Pleonasmus. In der Antike wurden gerade die 2Alten hochgechätzt, saßen in der Gerusia - und man hat ihnen Gehör geschenkt. Davon sind wir leider eine ganze Strecke entfernt. Cui bono ist noch zu erforschen.

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Dirk Böhme

Massenpsychologische Phänomene

Die Menschen scheinen sich häufiger zu fragen was der verrückte Adolf Hitler zu seinen Ansichten und Handlungen bewog als warum Millionen angeblich normale Menschen ihm folgten.
Dies zwänge uns nämlich uns selbst zu fragen, was diese Blindheit erzeugt, diesen blinden steinigenden mordenden Mob der Juden ermordet und Hexen verbrennt und zu un(mensch)lichster Tat verführt. Bereits 1894 also noch vor dem ersten und zweiten Weltkrieg beschreibt Gustave Le Bon diese massenpsychologischen Phänomene erstmals. Die Evolution der Kommunikationstechnologie scheint diese Phänomene zu beschleunigen und zu internationalisieren. Wir Menschen unterscheiden uns genetisch nicht von den Hexenverbrennern des Mittelalters oder den Judenmördern der Neuzeit. Herr Grass hat auf seine Art zum Ausdruck gebracht das er den Krieg Netanjahus ablehnt und auch die parteinahme durch die deutsche Regierung mit ihrer Lieferung eines U-Boots. Das ist jedenfalls was er meint. Gelyncht wird er aber für Antisemitismus.

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Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 08.04.2012 00:28 Uhr

Die Wahrheit stirbt zuerst

Da stürzen sich die PolitikerInnen aller Farben, die Vorsitzenden von zig Vereinen auf Günther Grass, weil er ein politisches Gedicht geschrieben hat, was ihnen ganz und gar nicht in den Kram passt. Ist doch der Sündenbock Iran in den letzten Monaten so schön aufgebaut worden. Dabei hat Grass Recht. Ahmadinedschad ist ein Schreihals, ein Großmaul, aber er lässt nicht marschieren, wirft keine Bomben, forscht nicht an Atombomben und die Aussage, er habe gesagt, dass Israel von der Landkarte verschwinden müsse, stimmt m.W. auch nicht. Fragliche Übersetzung. Wie so oft, wenn Kriege oder Angriffe geplant sind. Forschungen betreiben jedoch Deutschland, Belgien, Niederlande, Italien und die Türkei, obwohl sie es rechtlich nicht dürfen. Im Rahmen der "nuklearen Teilhabe" durch die NATO tun sie es doch. Auch dass Israel in 1981 eigenmächtig ein irakisches AKW bombardierte, wissen die wenigsten. Ahmadinedschad wird es wissen und die umliegenden Länder auch. Es wird Zeit, mit Lügen aufzuhören.

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Erwin Stahlberg

So was kommt von so was!

Es wird dem Herrn Grass wohl ein Trost sein,
daß man ihm anderswo wohl ein Denkmal errichten wird
--- Freunde sind wichtig.

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Süddeutsche.de von heute:

Positive Reaktionen hat das Gedicht in Iran ausgelöst.
In einem Brief an den "bedeutenden Schriftsteller"
lobte Vize-Kulturminister Dschawad Schamakdari
den 84-Jährigen,
er habe mit seinem Gedicht seine menschliche und historische
Verantwortung vorbildlich erfüllt und "die Wahrheit gesagt".
Er hoffe, die Kritik werde "das eingeschlafene Gewissen
des Westens aufwecken",
schrieb Schamakdari.
"Ich habe Ihr warnendes Gedicht gelesen,
das auf so großartige Weise Ihre Menschlichkeit
und Ihr Verantwortungsbewusstsein zum Ausdruck bringt.
Mit ihrer Feder allein können Schriftsteller
Tragödien eher verhindern als Armeen."
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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.04.2012 00:57 Uhr
Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 08.04.2012 00:57 Uhr

Werte stehen auf dem Kopf

Danke, dass sie die Reaktion aus Iran hier wieder gegeben haben, obwohl ich das Gedicht wohl anders sehe als Sie.

Ich halte es tatsächlich auch für eine Warnung an Israel, nicht mit dem Feuer zu spielen.
Die andauernden Beschuldigen Iran hätte Atomwaffen oder arbeite daran, hat es auch dem Irak gegenüber gegeben und am Ende war außer Krieg, Tote und Elend nichts zu finden. Aber ein neuer, amerikafreundlicher Staatschef ist nun da.

Insofern, ich kann die Iraner verstehen und Israel inzwischen nicht mehr, was ich sehr schade finde. Mir fehlt die Friedens- und Abrüstungspolitik des Westens und der USA.

Stattdessen wird aufgerüstet und D verdient fleißig mit, wenn Kriegsmaterial in konfliktträchtige Länder geschickt wird unter dem Vorwand der Friedenssicherung.

Die Kunst der Diplomatie ist vorbei. Agenten und Scharfmacher werden in andere Länder geschickt um Unruhen zu stiften, damit dann wieder Kriegsmaterial verkauft werden kann.

Derzeit keine gute Zeit für Friedenstifter.

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Franz Muller
Franz Muller (fmuller) - 07.04.2012 18:41 Uhr

Lässt man einmal die hochkochenden Emotionen und theatralischen Inszenierungen..

auf der deutschen Bühne beiseite und stellt sich die Frage, was etwa die überwiegende Mehrheit der Wähler in R e s t e u r o p a über die aktuelle Politik Israels oder über eine atomwaffenfreie Zone in Nahost denkt - welche Antworten würde man dann wohl erhalten? Also - nicht mit aufgesetzter Empörung haussieren gehen und nicht schon wieder die selbe `Sau durchs Dorf` treiben. Sondern die Dinge eher nüchtern betrachten und beurteilen, dies wäre jetzt dringend angesagt! Es sind sich wohl fast alle einig, dass das Blutvergiessen im Nahen Osten so nicht weitergehen sollte und die Zeit für einseitige Präventivkriege längst vorbei ist. Insofern war der Beitrag von Günter Grass ein Anstoss für mehr Sicherheit und Humanität auf der Welt und sicher wertvoll.

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Dirk Böhme

Was gesagt werden muss

Das Schicksal der Juden ist Teil der deutschen Volksseele. Israel ist darum auch ein Teil von Deutschland. Nie wieder darf ein Krieg von Deutschland ausgehen! Wird Israel angegriffen, dann wird auch Deutschland angegriffen. Versucht die jüdische Seele die Opferrolle durch die Tat zu überwinden verursacht dies unweigerlich einen unlösbaren inneren Konflikt in der deutschen Volksseele. Weil nicht sein kann was nicht sein darf. Nie wieder darf ein Krieg von Deutschland ausgehen! Israel ist in seiner Identität bedroht. Da gibt es wütende Menschen die sagen es gehöre da nicht hin. Nichts verletzt uns Menschen mehr als wenn man sagt, du darfst nicht sein. Du gehörst hier nicht hin. Dies macht uns wütend. Und es kostet uns viel Kraft diese Wut zu kontrollieren und nicht in Hass umschlagen zu lassen. Denn Hass kennt weder Freund noch Feind. Hass will verletzen und wehtun. Nie wieder darf ein Krieg von Deutschland ausgehen. ...

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Heinz Lindemann

Bücherwand macht wicht(el)ig ???

Mein Opa hat einst in Berkenthin das Zeitliche gesegnet.
Leider nannte er niemals soooo eine schicke Bücherwand sein Eigen...

Aber er verachtete sein Land NICHT!!!

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eduard kramer
eduard kramer (illampu) - 07.04.2012 12:19 Uhr

Die falsche Staatsangehörigkeit.

Wenn man immer wieder liest, wie scharf Israels NO-Politik in fast allen Ländern, besonders Frankreich, kritisiert und teilweise angeprangert wird und Israel das kommentarlos abprallen
lässt, muss man sich doch fragen,wie viel weitere Generationen es hier noch braucht, bis sich
auch Deutsche eine Kritik an Israels NO-Politik erlauben dürfen oder ihnen das gestattet wird, ohne als Nazis zu gelten .Als Wirtschaftsmacht ist der MO doch,besonders für Deutschland, ein auf den Nägel brennendes Anliegen.Grass ging es doch nicht um Juden, sondern um die NO-Politik des Staates Israel.Vor kurzem gab es im SPIEGEL einen Bericht über radikale, orthodoxe und jugendliche Zionisten in Jerusalem und mit was für eine Gewalttätigkeit diese dort Frauen- und andere Bürgerrechte bekämpfen. Sie waren in Art und Weise von radikalen,
jugendlichen Islamisten in arabischen Ländern nur an der Kleidung zu unterscheiden. Was
hier von Politikern und Medien bzgl. Herrn Grass veranstaltet wurde,ist bereits Mobbing.

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Axel Malik
Axel Malik (axelmalik) - 07.04.2012 10:11 Uhr

Warum schreien alle Beteiligten nur so laut AUWEIA? Eine Antwort:

Es ist merkwürdig, dass in dieser sich sehr lohnenden Auseinandersetzung, schließlich geht es um wichtige kulturelle Fragen, wie: was ist der Unterschied zwischen einem Gedicht und einem journalistischem Artikel?, welche kulturellen Konditionierungen, Taboos und Verdrängen haben wir?..usw, dass in diesem Kontext so schnell, und so heftig eine unangemessene Theatralik hineinkommt? Allseits wird bei diesem Handgemenge auf eine verbale Zuspitzung gesetzt, die lediglich aufzeigt, wie hier mit persönlichen Verletztheiten reagiert wird. Weder wird hier jemand an den Pranger gestellt, noch haben wir eine gleichgeschaltete Presse, noch ist unser Lyriker ein Antisemit, er ist auch nicht der einsame Mahner in der Wüste, er ist aber auch nicht der irrige Belzebub dem man schrecklichen Flausen austreiben muss. Es ist ein schlechtes Gedicht, mit viel zu viel an Selbstinszenierung, Pathos und Eitelkeit. Darauf erneut mit Selbstinszenierung und Pathos zu antworten ist kulturell uncool.

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Joerg Purat
Joerg Purat (sunrun) - 07.04.2012 09:42 Uhr

wo er recht hat hat er recht

warum darf man wahrheiten nicht aussprechen vor allem nicht gegen israel.... wir werden für generationen in diese ecke gedrängt, werden genötigt dieses schlechte bgewissen unserer großeltern nach die die urururenkel weiter zu geben... Danke Herr Grass!!! Wurde Zeit das laut auszusprechen....

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KONSTANTINOS ZARIAS

QUO VADIS GERMANIA

Was soll ich sagen fuer ein Land das die Intellektulen und Nobelpreistraeger erniedrigt und zu den Pranger schickt und die Plagiaristen und Amtsmerkaderen erhoeht und dazu mit Zapfenstreich verehrt.

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eduard kramer
eduard kramer (illampu) - 07.04.2012 09:21 Uhr

Den falschen Pass.

Wenn man immer wieder liest, wie scharf Israels NO-Politik in fast allen Ländern, besonders Frankreich, kritisiert und teilweise angeprangert wird und Israel das kommentarlos abprallen
lässt, muss man sich doch fragen, wie viel weitere Generationen es hier noch braucht, bis sich
auch Deutsche eine Kritik an Israels NO-Politik erlauben dürfen oder ihnen gestattet sein wird, ohne als Nazi zu gelten.Als Wirtschaftsmacht ist der MO doch, besonders für Deutschland, ein auf den Nägel brennendes Anliegen. Grass ging es doch nicht um Juden, sondern um die NO-Politik des Staates Israel.Vor kurzem gab es im SPIEGEL einen Bericht über radikale, orthodoxe und jugendliche Zionisten in Jerusalem und mit was für eine Gewalttätigkeit diese
dort Frauen- und andere Bürgerrechte bekämpfen.Sie waren in Art und Weise von radikalen,
jugendlichen Islamisten in arabischen Ländern nur an der Kleidung zu unterscheiden.Was
hier von Politikern und Medien bzgl. Herrn Grass veranstaltet wurde,ist bereits Mobbing.

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Ziad Yousef

Warum?

Jeder in der Welt darf Israel kritisieren, nur in Deutschland nicht!

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Gerhard Katz

"Ich werde an den Pranger gestellt "

Herr G. hat natürlich noch nie jemanden an den Pranger gestellt...

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Peter Slater

Die Offentlichkeit ladt ein : Hetzveranstaltung gegen Gunter Grass ! Jeder ist willkommen !

Also, was da abgeht, ist teilweise unterste Schublade und was das Schlimme daran ist, wenn man beispielsweise die israelische Besatzungspolitik kritisiert, wird man gleich als Antisemit abgestempel und nachdem die Offentlichkeit Guttenberg und Wulff plattgemacht haben, ist das Verlangen, ein neues Opfer gefunden zu haben, erstmal befriedigt. Naturlich ware die Welt sicherer, wenn Israel keine Atomwaffen hatte, genauso darf die Welt es nicht zulassen, das der Iran mit Atomwaffen Erpressungspolitik spielt. Ich bin auch nicht glucklich, das Pakistan und Indien sich gegenseitig mit Atomwaffen das Licht ausblasen konnten. Die Besserwisser, Wichtigtuer und Plagiatsforscher haben offensichtlich vergessen, das Gunter Grass den Literaturnobelpreis bekommen hat und den bekommt man sicherlich nicht, wenn man Antisemit ist. Ubrigens Papst Benedikt hat auch unter Hitlers Elitesoldaten gekampft. Also, ist jeder, der fur Deutschland kampfte, ein Anitsemit und Nazi ? NEIN !!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.04.2012 14:43 Uhr
Lutz Jahnke

Sie schreiben:"Übrigens Papst Benedikt hat auch unter Hitlers Elitesoldaten gekampft"

Könnten Sie mir hierzu bitte Ihre Quelle nennen?

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K. Peter Luecke

Warum beschwert er sich, der Grass !?

Das war doch logo. Und das wollte er doch auch !

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Andreas Bauer
Andreas Bauer (baueran) - 07.04.2012 02:33 Uhr

Deutschland empoert sich (wieder mal)

Was gesagt werden muss: Der deutsche Medienkonsument ist nicht gluecklich, wenn er sich nicht jede Woche ueber ein neues Thema empoeren kann.

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rene schenk

Endlich

ist jeder der sich erlaubt, Kritik an Israel zu üben, ein Anti-Semit?
Bravo Herr Grass, endlich jemand der den Mut und die Grösse hat, den Grössenwahn und die
Arroganz Israel's an den Pranger zu stellen!

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Uta Vandeloh
Uta Vandeloh (vandel) - 07.04.2012 01:30 Uhr

Das Ausland reagierte auf Grass' sogenannten «Ritualmord vor dem Pessach-Fest»

(Israelische Botschaft in Berlin) mit der nüchternen Feststellung,

dass man den Deutschen beim geringsten Anlass ihre Geschichte vorwerfe
und sie mit Tabus zum Schweigen bringe, trotz der Rolle, die sie in Europa
und der Welt spielen sollen (Le Monde)

dass das Gedicht ein verbreitetes Gefühl des Ärgers ausdrücke
und die Deutschen sich zunehmend als Opfer denn als Täter sähen(The Guardian),

dass es für die Aussage, die Atomprogramme Israels und des Irans müssten als gleichermaßen gefährlich eingestuft und kontrolliert werden, der Verkleidung eines Gedichts bedurfte ...und dass Grass, indem er über das Stigma spricht, einen Raum öffnet, in dem andere frei sprechen können (El Pais)

dass D sich nicht im Namen des Holocaust jegliche Kritik an Israel verbieten solle (El Pais).

Mit andern Worten, Normalisierung ist angesagt.

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Robert Eich

Eine Groteske, eine Hysterie

Ein Autor meint in Deutschland, gegen militärische Erstschlagsdrohungen eines Atomstaates sein zu dürfen, es dann sogar sagen zu dürfen, als Deutscher. Ja wo leben wir denn? In dem Land, dass den II. Weltkrieg 1939 mit der angeblichen Verteidigung gegen Polen als einem Erstschlag begann, gegen die Polen, die uns 1939 angeblich angegriffen haben. Es wurde ja so konstruiert. Der Iran hat aber keine Atombomben und baut nicht daran, laut CIA. Israel hat über 200 Atombomben, bekennt sich aber nicht dazu, in einer Menschheitsfrage gibt es von dort ja keine Auskunft! Und Israel lehnt den Atomwaffensperrvertrag ab, wie Nord-Korea. Das ist die Tatsache. Sehr lustig, sich über Herrn Grass aufzuregen, aber nicht über einen Atomstaat, der uns alle bei Wunsch und Willen in den Abgrund bomben könnte. Herrn Grass kann es bei seinem Alter ja egal sein. Er schrieb es mit letzter Tinte. Mutig und überzeugend.

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