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Umfragen Israelis sehen sich nicht als Sieger

 ·  Die Mehrheit der Israelis sieht sich laut Umfragen nicht als Sieger des Krieges gegen die Hizbullah-Miliz im Libanon. 66 Prozent meinen, keiner habe den Krieg gewonnen. 53 Prozent sagten, Israel hätte den Krieg fortsetzen sollen.

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Die Mehrheit der Israelis sieht sich laut Umfragen nicht als Sieger des Krieges gegen die libanesische Hizbullah-Miliz. 66 Prozent sagten in einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage der Zeitung „Maariv“, keiner habe den Krieg gewonnen. 53 Prozent vertraten die Ansicht, Israel hätte den Krieg fortsetzen sollen, statt auf einen Waffenstillstand einzugehen.

70 Prozent äußerten sich mit der Entscheidung der Regierung unzufrieden, einem Waffenstillstand zuzustimmen, ohne daß die beiden von der Hizbullah verschleppten israelischen Soldaten frei sind. Ihre Entführung am 12. Juli gab offiziell den Anlaß für den Angriff Israels auf Südlibanon.

Mehrheit verlangt Perez' Rücktritt

Die Unzufriedenheit der Israelis richtet sich gegen die Regierung. Mit der Arbeit von Ministerpräsident Ehud Olmert sind laut den Umfragen nur noch 40 Prozent zufrieden. Im Juli waren es noch doppelt so viele. Die Zufriedenheit mit Verteidigungsminister Amir Perez sank von 60 auf 28 Prozent. In einer Umfrage der Zeitung „Jedioth Aronoth“ verlangen 57 Prozent der Israelis seinen Rücktritt. Für einen Rücktritt von Olmert sprachen sich 41 Prozent aus.

In dem 34 Tage dauernden Krieg wurden 1110 Menschen im Libanon und 157 Israelis getötet. Damit waren die israelischen Verluste höher als in allen militärischen Auseinandersetzungen nach dem Krieg von 1948, wenn man von den Verlusten in den besetzten Palästinenser-Gebieten absieht.

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Von Klaus-Dieter Frankenberger

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