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Ulla Schmidt Die Ministerin kann kämpfen

02.08.2009 ·  An Kampfeslust hat es Ulla Schmidt noch nie gefehlt. Selbst jetzt, wo sie nach dem Willen des Kanzlerkandidaten Steinmeier eher schweigen sollte, wittert sie besser als andere, wie die SPD ihre Traditionswähler mobilisieren kann.

Von Carsten Germis
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An Kampfeslust hat es Ulla Schmidt noch nie gefehlt. Die starken Lobbyverbände der Ärzte, Apotheker und Pharmaindustrie können nach acht Jahren Ausein-andersetzung mit der Gesundheitsministerin ein Lied davon singen. Niemand hat in der großen Koalition so erfolgreich sozialdemokratische Positionen durchgesetzt wie Ulla Schmidt.

Sogar ihrem wichtigsten Ziel - der Zerschlagung der privaten Krankenversicherung - ist sie im Bündnis mit CDU und CSU ein großes Stück näher gekommen. Und selbst jetzt, wo sie nach dem Willen des Kanzlerkandidaten Steinmeier eher schweigen sollte, wittert sie besser als andere im Team des Kandidaten, wie die SPD ihre Traditionswähler mobilisieren kann. Das sagt viel über die Ministerin, aber noch mehr über die Kampfeslust der SPD.

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Jahrgang 1959, Wirtschaftskorrespondent für Japan mit Sitz in Tokio.

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