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Krise am Golf : Türkei weitet militärische Zusammenarbeit mit Qatar aus

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Der türkische Präsident Erdogan ist ein enger Verbündeter der Führung Qatars. Bild: Reuters

Viele arabische Staaten haben das Emirat Qatar diplomatisch isoliert. Die Türkei tut das Gegenteil: Ankara intensiviert die militärische Zusammenarbeit.

          Inmitten der diplomatischen Krise um Qatar am Persischen Golf baut die Türkei die militärische Zusammenarbeit mit dem Emirat aus. Das Parlament in Ankara ratifizierte am Mittwochabend ein Abkommen, wonach die Türkei zusätzliche Truppen in Qatar stationieren und Sicherheitskräfte des Emirats ausbilden wird, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete.

          Das Abkommen sehe auch gemeinsame Übungen der Streitkräfte beider Länder vor. Die Türkei unterhält bereits eine Militärbasis in Qatar. Um wie viele Soldaten die dortigen Truppen nun verstärkt werden sollen, blieb zunächst unklar.

          Das Abkommen war bereits vor der Krise zwischen den arabischen Staaten am Golf auf den Weg gebracht worden. Die türkische Basis in Qatar ist Teil eines Verteidigungsabkommens, das Ankara und Doha im Jahr 2014 schlossen.

          Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist ein enger Verbündeter der Führung Qatars, pflegt allerdings auch gute Beziehungen zu anderen Golfstaaten. Erdogan hatte sich kritisch über die Sanktionen Saudi-Arabiens und anderer arabischer Staaten gegen Qatar geäußert.

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