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Spionage: Ankara lässt geflüchtete Soldaten im Ausland ausspähen
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Ankara lässt geflüchtete Soldaten im Ausland ausspähen
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Nach dem Putschversuch in der Türkei sind viele Soldaten und Diplomaten ins Ausland geflohen. Ihre ehemaligen Kollegen sollen nun Informationen über sie sammeln.
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Veröffentlicht: 05.07.2017, 07:36 Uhr
Spionage
Ankara lässt geflüchtete Soldaten im Ausland ausspähen
Nach dem Putschversuch in der Türkei sind viele Soldaten und Diplomaten ins Ausland geflohen. Ihre ehemaligen Kollegen sollen nun Informationen über sie sammeln.
05.07.2017
© Reuters
Der türkische Präsident Erdogan in einer Ehrengarde der türkischen Marine
Die Türkei lässt die nach dem Putschversuch im vergangenen Juli geflohenen Soldaten einem Bericht zufolge systematisch bespitzeln. Der Generalstab habe alle türkischen Militärattachés sowie die türkischen Offiziere auf Nato-Stützpunkten im Ausland angewiesen, die ehemaligen Kameraden auszuforschen, berichteten „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR am Dienstag. Unter anderem wolle Ankara wissen, wo diese wohnen, ob sie Asylanträge gestellt haben und ob sie in Kontakt zu westlichen Regierungen oder Medien stehen.
Zahlreiche türkische Militärangehörige, aber auch Diplomaten hatten nach dem gescheiterten Putsch Zuflucht in Europa gesucht, vor allem in Deutschland. Mehreren Offizieren der türkischen Armee wurde hierzulande Asyl gewährt.
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Die mutmaßlichen Spionageaktivitäten der Türkei in Deutschland sorgen seit Längerem für Verstimmungen zwischen Berlin und Ankara. So ermittelt die Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts, der türkische Geheimdienst MIT habe in Deutschland Anhänger der islamischen Gülen-Bewegung ausspioniert. Diese wird von der türkischen Regierung für den Putschversuch verantwortlich gemacht, wofür der Bundesnachrichtendienst (BND) aber keine Anhaltspunkte sieht.
Bereits seit einiger Zeit ermittelt die Bundesanwaltschaft zudem wegen mutmaßlicher Spionageaktivitäten im bundesweiten Dachverband der türkischen Moscheegemeinden (Ditib). Imame des Verbandes sollen im Auftrag der türkischen Religionsbehörde Diyanet Informationen über Gülen-Anhänger nach Ankara übermittelt haben.
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