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Veröffentlicht: 05.06.2017, 15:25 Uhr

Folgen des Putschversuchs Türkei droht Gülen mit Aberkennung der Staatsangehörigkeit

Die türkische Regierung droht 130 Bürgern, ihnen den Pass zu entziehen, sollten sie nicht binnen drei Monaten in die Türkei zurückkehren. Unter ihnen ist der bekannte Prediger Fetullah Gülen, den Erdogan für den Putschversuch im vergangenen Jahr verantwortlich macht.

© AFP Der türkische Präsident Erdogan (Archivbild)

Die türkische Regierung will 130 Personen die Staatsbürgerschaft aberkennen, die mit dem Militärputsch im vergangenen Jahr in Verbindung gebracht werden. Das gelte, wenn die betroffenen Personen nicht innerhalb von drei Monaten in die Türkei zurückkehrten, teilte das Innenministerium am Montag in Ankara mit. Das Ministerium veröffentlichte eine Liste, in der der muslimische Prediger Fethullah Gülen ebenso genannt wird wie die prokurdischen HDP-Politiker Faysal Sariyildiz und Tugba Hezer.

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Gülen lebt seit 1999 in Pennsylvania, die amerikanische Regierung hat eine Auslieferung an die Türkei bisher abgelehnt. Die türkische Regierung wirft Gülen vor, hinter dem Putschversuch zu stehen, bei dem im vergangenen Juli 240 Menschen getötet wurden. Gülen weist die Vorwürfe zurück.

Seit dem Putschversuch hat die türkische Regierung 50.000 Menschen verhaften lassen, unter ihnen zahlreiche Journalisten. Etwa 150.000 wurden aus meist öffentlichen Ämtern entlassen.

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Von Rainer Hermann

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Quelle: wahlrecht.de
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