Ministerpräsident Netanjahu zeigt sich unbeeindruckt. Es gebe nichts, wofür sich Israel in der Türkei entschuldigen müsse. Auch wenn noch nicht klar ist, ob Ankara alle Drohungen in die Tat umsetzt: Die Regierung in Jerusalem ist auf dem besten Wege, ihren wichtigsten Partner in der islamischen Welt zu verlieren. Als ob Israel nicht schon genug Probleme hätte.
Aus Ägypten, wo der Friedensvertrag mit Israel sehr unpopulär ist, kam am Wochenende die Forderung, endlich den israelischen Botschafter auszuweisen. Bis zu seinem Sturz hatte Präsident Mubarak dafür gesorgt, dass Israel sich auf das wichtige arabische Land verlassen konnte. Jordanien pflegt seine diplomatischen Beziehungen zu Israel halbherzig. Sie sind so unterkühlt wie nie zuvor.
Dabei braucht Israel angesichts des Sturms, der sich in den Vereinten Nationen zusammenbraut, jede Unterstützung, die es bekommen kann. Spätestens, wenn die PLO erfolgreich beantragt, Palästina als Mitgliedstaat aufzunehmen, wird es noch einsamer um Israel werden. Der Preis dafür, sich bei der Türkei nicht zu entschuldigen, ist sehr hoch.
Welche Einsamkeit?
chantalle ezer (ezer)
- 07.09.2011, 22:08 Uhr
die Türkei ist war noch nie ein zuverlässiger Partner für Israel...
Martin Klocke (mampo)
- 05.09.2011, 18:30 Uhr
Die UN haben festgestellt, dass die Israelis richtig gehandelt haben.
Closed via SSO (mfoe)
- 05.09.2011, 12:32 Uhr