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Tschechische Republik : Zurück auf Linkskurs

Miloš Zeman, nunmehr tschechischer Präsident, ist wieder ganz in seinem Element: Jetzt zieht er von der Prager Burg herab die Strippen.

          Eine Lola Montez ist Jana Nagyová nicht, wie ein fachkundiger Beobachter in Prag festgestellt hat. Doch gelang es der früheren Bürochefin des nun ebenfalls früheren Ministerpräsidenten Nečas immerhin, erst die Gefühlswelt des Regierungschefs und dann das Machtgefüge der Tschechischen Republik zu erschüttern.

          Als im Zuge der jüngsten Spitzel- und Korruptionsaffäre, deren Ausläufer längst noch nicht alle aufgedeckt sind, Polizeieinheiten den Regierungssitz stürmten, sah der neue, erstmals direkt gewählte Staatspräsident Zeman seine Stunde gekommen. König Miloš von Volkes Gnaden versprach den Tschechen schon im Wahlkampf das Ende der bürgerlichen Regierung Nečas. Nun beauftragt er einen alten Kampfgefährten mit der Bildung einer „Expertenregierung“, die noch keine Mehrheit im Parlament hat.

          Doch steht hinter ihr ein machtbewusster Präsident auf der Burg, der ein gewiefter Strippenzieher ist. Er will die tschechische Politik zurück auf Linkskurs bringen, schon vor einer möglichen vorgezogenen Wahl. Zeman ist wieder ganz in seinem Element.

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