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Women’s March : Zehntausende Amerikanerinnen demonstrieren gegen Trump

  • Aktualisiert am

So wie hier in New York gingen in ganz Amerika Zehntausende Menschen auf die Straße, um gegen Donald Trump zu protestieren. Bild: EPA

Washington, New York, Philadelphia: In vielen Städten Amerikas sind am Jahrestag der Amtseinführung von Donald Trump Tausende auf die Straße gegangen, um für Frauenrechte zu demonstrieren. Auch in Deutschland ist ein Protest geplant.

          Zehntausende Menschen sind am Samstag in zahlreichen Städten der Vereinigten Staaten gegen Präsident Donald Trump auf die Straße gegangen. Genau ein Jahr nach dessen Amtseinführung versammelten sich große Menschenmengen in Washington, New York, Chicago, Denver und anderen Städten zum Women’s March, dem sich im vergangenen Jahr landesweit drei Millionen Menschen angeschlossen hatten. Insgesamt waren in mehr als 300 Städten Protestaktionen angekündigt.

          Die pinken Wollmützen mit Katzenohren, die zu einem Symbol der Frauen-Proteste gegen Trump geworden sind, waren bei den Demonstrationen vielfach zu sehen. Viele Teilnehmerinnen sahen angesichts der #MeToo-Debatte um sexuelle Belästigung einen aktuellen Anlass, auf die Diskriminierung von Frauen aufmerksam zu machen. Tausende hielten Plakate hoch, auf denen Parolen wie „Kämpfe wie ein Mädchen“ oder „Eine Frau gehört ins Weiße Haus“, stand.

          Demonstration auch in Berlin geplant

          Auch in Berlin wollen sich am Sonntag Hunderte Frauen gegen 11 Uhr zum zweiten „Women's March“ in der Hauptstadt versammeln. Veranstaltet wird die Demonstration vom offiziellen Ableger der Demokratischen Partei für im Ausland lebende Amerikaner, „Democrats Abroad“. Es gehe nicht nur um Frauenrechte, sondern auch um eine höhere Beteiligung ausländischer amerikanischer Bürger an Wahlen in ihrer Heimat, sagte Sprecher Powen Shiah der Deutschen Presse-Agentur. „Wir wollen Interesse an Politik und Demokratie wecken. Das betrifft auch lokale Wahlen“.

          Die Demonstration soll vom Brandenburger Tor in den Tiergarten und zurück führen. Danach ist am Pariser Platz eine Kundgebung geplant. Im vergangenen Jahr stand die Demonstration unter dem Eindruck der neuen amerikanischen Regierung mit Trump als Präsident. Amerikanerinnen protestierten gegen Gewalt, Rassismus, Homophobie, religiöse Intoleranz und Frauenfeindlichkeit. Die Demonstrantinnen riefen „no justice, no peace“ oder „I'm a feminist“. Auf Plakaten standen Sprüche wie „Trump ist kein Berliner“.

          Trumps einjähriges Amtsjubiläum geht mit einem Regierungsstillstand einher: Am Samstag um Mitternacht trat in den Vereinigten Staaten eine Haushaltssperre in Kraft, welche die Arbeit der Bundesbehörden weitgehend lahmlegt. Republikaner und Demokraten hatten sich zuvor im Senat nicht auf einen Übergangshaushalt einigen können.

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