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Trumps Beispiel folgend : Guatemala will seine Botschaft nach Jerusalem verlegen

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Guatemalas Präsident Jimmy Morales und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu bei einem Treffen in Jerusalem 2016. Bild: SU/POOL/EPA-EFE/REX/Shutterstock

In Mittelamerika findet Donald Trump Nachahmer für seine höchst umstrittene Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels. Das hatte sich schon bei der UN-Vollversammlung abgezeichnet.

          Als erster Staat will Guatemala der umstrittenen Entscheidung der Vereinigten Staaten folgen und seine Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Das kündigte Präsident Jimmy Morales am Sonntag nach einem Gespräch mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an. Er habe Außenministerin Sandra Jovel angewiesen, die entsprechenden Schritte zum Umzug einzuleiten.

          Bereits Anfang Dezember hatte Amerikas Präsident Donald Trump mit der jahrzehntelangen Linie früherer Regierungen gebrochen und Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Damit stieß er auf heftigen Protest in der arabischen Welt, westliche Verbündete äußerten sich enttäuscht.

          Am Donnerstag forderte die UN-Vollversammlung Amerika in einer Dringlichkeitssitzung mehrheitlich dazu auf, die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels zurückzunehmen. Nur eine Handvoll von Ländern schlossen sich den Vereinigten Staaten und Israel an, die gegen die Resolution stimmten. Dazu gehörte neben Guatemala auch Honduras. Zuvor hatte Trump mit dem Entzug von Finanzhilfen an Länder gedroht, die die Resolution unterstützen.

          UN-Vollversammlung : Mehrheit gegen Trumps Entscheidung

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