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Kritik an Wahlwerbung : Auch Fox News sendet Trumps Migrantenhetze nicht mehr

  • Aktualisiert am

Tausende Migranten aus Mittelamerika sind derzeit unterwegs zur mexikanisch-amerikanischen Grenze. Bild: Reuters/Ueslei Marcelino

Im amerikanischen Wahlkampf sind beide Seiten nicht zimperlich. Ein Spot ging aber selbst Trumps Haussender zu weit.

          Der konservative amerikanische Sender Fox News und weitere Sender haben einen flüchtlingsfeindlichen Werbespot des Wahlkampfteams von Präsident Donald Trump aus dem Programm genommen. Der Werbespot werde nicht mehr auf Fox News und im Wirtschaftssender Fox Business Network gezeigt, erklärte eine Verantwortliche der als Trump-nah geltenden Sendergruppe am Montag.

          Auch der Sender NBC und das soziale Netzwerk Facebook zogen das umstrittene Video zurück. CNN hatte den Werbespot gar nicht erst ausgestrahlt und als „rassistisch“ kritisiert.

          In dem Werbespot werden Bilder des in Amerika wegen zweifachen Polizistenmordes verurteilten Mexikaners Luis Bracamontes gezeigt. Der Fall hatte auch deswegen für Aufsehen gesorgt, weil Bracamontes nach seiner Verurteilung grinsend angekündigt hatte, weitere Polizisten zu töten.

          Wenig subtile Botschaft

          Der Werbespot wird begleitet von den Botschaften „Die Demokraten haben ihn in unser Land gelassen“ und „Die Demokraten haben ihm erlaubt zu bleiben“. Es folgen Bilder der derzeitigen Flüchtlingsmärsche aus Mittelamerika und die Botschaft „Wen würden die Demokraten noch hereinlassen?“

          Trump hatte im Wahlkampf für die Kongresswahlen am Dienstag seine migrationsfeindliche Rhetorik immer weiter verschärft und Ängste vor einer „Invasion“ von Flüchtlingen geschürt.

          Bei den Kongresswahlen werden die Weichen für Trumps zweite Amtshalbzeit gestellt. Gewählt werden sämtliche 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie 35 der 100 Senatoren. Bislang beherrscht Trumps Republikanische Partei beide Kammern. Die Umfragen geben den oppositionellen Demokraten gute Chancen, zumindest das Repräsentantenhaus zu erobern.

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