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Vorwurf der Einmischung : Amerikanischer Senator will Russland „Arschtritt“ geben

  • Aktualisiert am

Deftige Worte in Richtung Russland: Senator Lindsay Graham Bild: AFP

Mit drastischen Worten wendet sich der amerikanische Senator Lindsey Graham in München an Russland: Für die mutmaßliche Einmischung in den amerikanischen Wahlkampf werde Moskau „Konsequenzen“ erleiden.

          Der republikanische Senator Lindsey Graham will Russland eine Lektion für die mutmaßliche Cyber-Einmischung in die Wahlkämpfe westlicher Staaten erteilen. „2017 werdet Ihr einen Arschtritt bekommen für das, was Ihr getan habt“, sagte der Republikaner am Sonntag auf der Münchner Sicherheitskonferenz in Richtung der russischen Delegation.

          „Ihr werdet Konsequenzen erleiden für das, was Ihr der freien Welt angetan habt.“ Der amerikanische Kongress werde mit großer Mehrheit einen Beschluss für schärfere Sanktionen gegen Russland fassen und an Präsident Donald Trump weiterleiten, sagte Graham.

          Er kritisierte scharf, dass der neue Präsident die russische Einmischung in den amerikanischen Wahlkampf bislang nicht verurteilt hat. Als „Führer der freien Welt“ sollte Trump mit dem Kongress zusammenarbeiten, um das russische Vorgehen zu sanktionieren.

          Lawrow: „Unverständliche Obsession des Westens“

          Russland hat nach Erkenntnissen von amerikanischen Geheimdiensten mit gezielten Falschinformationen und Hackerangriffen in den Wahlkampf eingegriffen, um Trumps Kandidatur zu fördern und seiner Gegnerin Hillary Clinton zu schaden. Graham sagte in München, wenn der Kreml ungeschoren davonkomme, werde es solche Einmischungen immer wieder geben – in diesem Jahr etwa in Deutschland oder Frankreich.

          Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte die Manipulationsvorwürfe am Samstag in München zurückgewiesen. Vor russischen Journalisten sprach er von einer „unverständlichen Obsession des Westens mit Cyber-Sicherheit und Cyber-Spionage“. Es seien „keine Beweise gegen Russland gefunden worden“, sagte Lawrow.

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          Quelle: afp

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