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Veröffentlicht: 28.05.2016, 10:45 Uhr

Vorwahlen in Amerika Ausschreitungen bei Trump-Rede

Die Polizei in San Diego musste Anhänger und Gegner des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Trump mit Pfefferspray und Schlagstöcken auseinanderhalten. Die beiden Gruppen hatten sich vorher unter anderem mit Steinen beworfen.

© AFP Trump-Gegner und Anhänger liefern sich in San Diego Auseinandersetzungen.

Bei einer Wahlkampfkundgebung des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump in Kalifornien hat es Zusammenstöße zwischen Anhängern und Gegnern gegeben. Zwölf Menschen wurden bei den Protesten vor einem Kongresszentrum in San Diego am Freitag festgenommen, wie die Behörden mitteilten. Die Polizei forderte die zu Hunderten vor der Halle versammelten Menschen vergeblich dazu auf, auseinander zu gehen, da die Versammlung nicht genehmigt sei.

Zwischen den beiden Gruppen gab es Wortgefechte, einige warfen auch Steine und Flaschen. Ein Trump-Anhänger setzte zudem Pfefferspray ein. Polizisten in Kampfmontur und mit Schlagstöcken versuchten, beide Seiten auseinanderzuhalten. Eine Eskalation der Proteste wie bei einer Trump-Kundgebung in New Mexico am Dienstag gab es aber nicht. Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner ist wegen seiner scharfen Rhetorik gegen Mexikaner, Muslime und Frauen hochgradig umstritten.

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„Ich lehne die hasserfüllte, bigotte, rassistische Sprache von Donald Trump sowie seine Arroganz und Intoleranz ab“, sagte die Demonstrantin Martha McPhail dem Sender CNS. „Ich bin für alle unsere Leute, alle Rassen, Geschlechter, Gender, Militärveteranen. Er aber spaltet.“ Der 19 Jahre alte Trump-Anhänger Riley Hansen, der T-Shirts des Immobilienmoguls verkaufte, sagte dagegen, sein Vater habe immer gesagt, die Vereinigten Staaten bräuchten einen Geschäftsmann als Präsident. „Ich mag seine Politik.“

Trump dankte auf Twitter der Polizei von San Diego. Sie habe einen „fantastischen Job“ dabei gemacht, wie sie die „Schläger“ behandelt habe, die „unsere friedliche und gut besuchte Versammlung stören wollten“.

© Twitter

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Von Jasper von Altenbockum

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