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Rückzieher vom Rückzieher : Amerika erlaubt Einfuhr von Jagdtrophäen jetzt doch wieder

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Elefanten in einem Nationalpark in Südafrika Bild: dpa

Nach einem Sturm der Entrüstung hatte Donald Trump die Entscheidung rückgängig gemacht, dass Großwildjäger ihre Trophäen aus einigen afrikanischen Ländern nach Amerika bringen dürfen. Jetzt ist die umstrittene Entscheidung durch eine neue ersetzt – und erweitert worden.

          Es kommt nicht oft vor, dass Donald Trump sich von Kritikern überzeugen lässt. Umso denkwürdiger war es, als er im November eine umstrittene Entscheidung nach einem Proteststurm rückgängig machte: Seine Regierung hatte zuerst beschlossen, eine Regelung von Trumps Vorgänger Barack Obama aufzuheben, die amerikanischen Großwildjägern verboten hatte, Trophäen der von ihnen in Sambia und Zimbabwe erlegten Elefanten in die Vereinigten Staaten einzuführen. Nur einen Tag später twitterte Trump: „Habe die Entscheidung zu Großwildtrophäen auf Eis gelegt, bis ich alle Naturschutzfakten studiert habe.“ Zwei weitere Tage später schrieb er, dass er große Schwierigkeiten damit habe, nachzuvollziehen, wie „diese Horrorshow irgendwie zum Schutz von Elefanten oder anderen Tieren“ beitragen solle. 

          Diese Schwierigkeiten hat der amerikanische Präsident jetzt offenbar überwunden: Das Amt für Fisch- und Wildtierschutz lockerte Anfang des Monats die Regeln für die Einfuhr von Jagdtrophäen in die Vereinigten Staaten. Laut einem Memorandum vom 1. März, über das die „New York Times“ jetzt berichtet, dürfen Trophäen von – unter anderem – erlegten Elefanten und Löwen mit einer Sondererlaubnis ins Land eingeführt werden.

          Und diese Lockerung betrifft nicht nur Sambia und Zimbabwe, sondern auch Tansania, Südafrika, Botswana und Namibia. „Die neue Entscheidung ersetzt und erweitert die alte“, heißt es bei Beamten laut der „New York Times“.

          Die Behörde betonte allerdings, dass künftig jeder Einzelfall überprüft würde. Üblich war bisher, dass die Importregeln für erlegte Elefanten und Löwen pauschal für bestimmte Länder gelten. Die mussten dafür nachweisen, dass die Jagd in ihrem Land so organisiert ist, dass sie die Überlebenschancen einer bestimmten Art in freier Wildbahn verbessert – zum Beispiel, indem das durch die Jagd verdiente Geld in Maßnahmen für den Erhalt einer Spezies reinvestiert wird. Daran will sich die Behörde jetzt auch bei den Einzelfallprüfungen orientieren. Tierschützer befürchten, dass diese Entscheidungen weniger transparent, sondern im Gegenteil, hinter verschlossenen Türen getroffen werden.

          Mit dem neuen Memorandum versucht das Amt für Fisch- und Wildtierschutz laut Beamten, die sich in der „New York Times“ äußern, eine Gerichtsentscheidung zu umgehen: Ein Berufungsgericht hatte im Dezember entschieden, dass sich die Behörden bei der (später von Trump gestoppten) Aufhebung der von Obama verhängten Verbote nicht an Verfahrensregeln gehalten hatten – der Öffentlichkeit sei zum Beispiel keine Möglichkeit gegeben worden, dazu Stellung zu nehmen. Die neue Regelung soll jetzt wieder von einem Gericht geprüft werden – ist bis dahin aber gültig.

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