http://www.faz.net/-gpf-9a6a2

Geleakte Informationen : Trump droht „Verrätern“ im Weißen Haus

  • Aktualisiert am

Donald Trump Bild: AP

Enthüllte Interna aus dem Weißen Haus sind laut Donald Trump böswillige Übertreibungen der Medien. Trotzdem verbreitet der Präsident jetzt eine unverhohlene Drohung.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump will gegen Mitarbeiter im Weißen Haus vorgehen, die der Presse anonym interne Informationen zustecken. „Anonyme Informanten sind Verräter und Feiglinge, und wir werden herausfinden, wer sie sind“, schrieb Trump am späten Montagabend (Ortszeit) im Kurzenachrichtendienst Twitter.

          Unklar war zunächst, auf welchen Vorfall sich Trump bezog. Am Wochenende hatten amerikanische Medien aber berichtet, dass eine Mitarbeiterin des Weißen Hauses verächtlich über den an Krebs erkrankten Senator John McCain geredet habe. Das löste abermals eine Debatte über den Ton im Weißen Haus unter Trump aus.

          „Er stirbt sowieso“

          Der 81 Jahre alte McCain, ein einflussreicher Republikaner, leidet an einem Hirntumor. Zu seinem Widerstand gegen Trumps Kandidatin für die Spitze des Auslandsgeheimdienstes CIA, Gina Haspel, soll Trumps Mitarbeiterin Kelly Sadler gesagt haben: „Das ist egal. Er stirbt sowieso.“ Das wurde zumindest von der Presse unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet.

          In seinem Tweet nannte Trump die Informationslecks im Weißen Haus eine „massive Übertreibung seitens der Fake News Medien“. Diese Medien wollten ihn „so schlecht wie möglich aussehen lassen“.

          Weitere Themen

          Pompeos Krisentreffen in Saudi-Arabien

          Hinweise auf Mord : Pompeos Krisentreffen in Saudi-Arabien

          Ermittler haben die saudische Botschaft in Istanbul durchsucht – um herauszufinden, was mit dem Journalisten Khashoggi passiert ist. Und sie wurden offenbar fündig. Der amerikanische Außenminister schlägt derweil versöhnliche Töne an.

          Topmeldungen

          Erkenntnisse aus den Umfragen : In Hessen wackelt die Wand

          Bis zur Wahl in Hessen dauert es noch einige Tage. Die Grünen müssen sich trotzdem schon wie im Märchen vorkommen. Und Ministerpräsident Bouffier erfährt eine bittere Pointe. Ein Kommentar.

          F.A.Z. EXKLUSIV : EU-Kommission weist Italiens Haushalt zurück

          Die Europäische Kommission hat der Regierung in Rom eine Frist bis Montag gesetzt, um den italienischen Haushaltsentwurf zu erläutern. Nur wenn die Italiener bis dahin einlenken, werde die Kommission den Haushalt nicht zurückweisen.

          Immer mehr Geld : So viele neue Millionäre gibt es in Deutschland

          Der Club der Reichen hierzulande wächst – und könnte in den nächsten Jahren noch deutlich größer werden. Denn besonders eine Sache erweist sich für die Deutschen derzeit als hochprofitabel.
          Bislang verfügen nur Apotheker über das Recht, Medikamente abgeben zu dürfen. Ärzte dürfen ihren Patienten nur in Ausnahmefällen Arzneimittel mitgeben.

          F.A.Z. exklusiv : Hausärzte stellen Monopol der Apotheker infrage

          Bislang dürfen nur Apotheker Medikamente an Patienten abgeben. Doch diese Regelung will der Deutsche Hausärzteverband nun kippen – ohne die Apotheken zu ersetzen, heißt es. Doch die dürften diesen Vorstoß als Angriff auffassen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.