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Russland-Affäre : Präsidenten-Anwalt: Keine Ermittlungen gegen Trump

  • Aktualisiert am

Wird nun gegen ihn ermittelt oder nicht? Donald Trump, hier mit Sicherheitsberater H.R. McMaster Bild: AP

Zwei Tage nach einem Tweet, in dem Donald Trump selbst von Ermittlungen gegen ihn gesprochen hat, sagt nun ein Anwalt des Präsidenten: Es gibt keine Ermittlungen. Wie passt das zusammen?

          Ein Anwalt des amerikanischen Präsidenten Donald Trump hat Berichten widersprochen, dass in der Russland-Affäre gegen das Staatsoberhaupt persönlich ermittelt werde. „Tatsächlich wurde und wird nicht gegen den Präsidenten ermittelt“, sagte Jay Sekulow am Sonntag dem Fernsehsender CBS.

          Die Aussage fiel zwei Tage nach einem Tweet Trumps, in dem der Präsident selbst von Ermittlungen gegen ihn sprach und eine „Hexenjagd“ beklagte. „Der Mann, der mich angewiesen hat, den FBI-Direktor zu feuern, ermittelt gegen mich, weil ich den FBI-Direktor gefeuert habe!“, hatte Trump auf Twitter geschrieben. Allem Anschein nach bezog er sich auf den stellvertretenden Justizminister Rod Rosenstein, der Robert Mueller als Sonderermittler zur Russland-Affäre eingesetzt hatte, obwohl Rosenstein die Ermittlungen nicht leitet. 

          Sekulow sagte am Sonntag, Trump habe mit seinem Tweet lediglich auf einen Bericht der „Washington Post“ reagiert, wonach Sonderermittler Robert Mueller prüfe, ob Trump versucht habe, die Ermittlungen zu behindern, indem er im Mai FBI-Chef James Comey entlassen habe.

          Die Russland-Ermittlungen haben in den vergangenen Tagen immer weitere Kreise gezogen. Zuletzt hatte es in Medienberichten geheißen, dass auch Trump persönlich wegen möglicher Justizbehinderung im Visier der Ermittlungen ist. Ein anderer Anwalt Trumps, Marc Kasowitz, hatte den Bericht der „Washington Post“ bereits scharf kritisiert, weil Interna an die Presse geraten seien. Dementiert hatte Kasowitz den Inhalt jedoch nicht.

          Das Justizministerium, mehrere Kongressausschüsse und Sonderermittler Mueller sollen klären, ob die Präsidentenwahl von Russland beeinflusst wurde und ob es geheime Absprachen zwischen Trumps Team und Vertretern der Regierung in Moskau gab. Russland hat entsprechende Vorwürfe zurückgewiesen. Auch Trump hat bestritten, dass es Absprachen gab. Sekulow wurde als Anwalt mit der Aufgabe betraut, sich um diese Vorwürfe zu kümmern.

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