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Amerikanischer Botschafter : Trump-Unterstützer soll nach Berlin entsandt werden

  • Aktualisiert am

Richard Grenell im Dezember 2016 im Trump Tower Bild: Picture-Alliance

Der Botschafterposten der Amerikaner ist seit einem halben Jahr verwaist. Der mutmaßliche neue Amtsinhaber ist nach Jahren mal wieder ein Karrierediplomat.

          Der ehemalige Diplomat und TV-Kommentator Richard Grenell soll Medienberichten zufolge amerikanischer Botschafter in Deutschland werden. Präsident Donald Trump habe dem 50 Jahre alten Grenell den Posten bei einem Treffen im Weißen Haus vergangene Woche angeboten, meldete die „New York Times“ am Donnerstag. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht. Grenell postete ein Foto des Treffens mit der Unterschrift „Danke, Mr. President“ auf Twitter. Grenell wäre der erste Karrierediplomat seit John Kornblum (von 1997-2001 Botschafter) auf dem Posten und der erste offen Homosexuelle, der von Trump für ein Amt nominiert würde.

          Grenell gilt als einer der ersten und stärksten Unterstützer von Donald Trump, vor allem im Bereich der Außenpolitik. Unter dem früheren republikanischem Präsidenten George W. Bush war Grenell amerikanischer Sprecher bei den Vereinten Nationen und arbeitete auch kurz für den Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney. Der im Bundesstaat Michigan geborene Polit-Kommentator mit eigener Beraterfirma tritt oft beim konservativen Sender Fox News auf, seine Beiträge erschienen unter anderem im „Wall Street Journal“, bei „Politico“, CBS News oder CNN.

          Außerdem hat Trump den Diplomaten John Bass zum neuen Botschafter in Afghanistan ernannt. Der 1964 geborene Karrierediplomat ist derzeit Botschafter in der Türkei, wie das Weiße Haus am Donnerstag mitteilte. Dort ist er seit Oktober 2014 auf Posten, entsandt wurde er von Trumps Vorgänger Barack Obama.

          In Kabul werde Bass „die größte Botschaft der Welt“ mit einem Budget von mehreren Milliarden Dollar und 3000 Angestellten aus den Vereinigten Staaten, Afghanistan und Drittstaaten leiten, hieß es weiter.

          Die Vereinigten Staaten haben in Afghanistan derzeit rund 8400 Soldaten stationiert, die zur Nato-Unterstützungsmission „Resolute Support“ gehören. Weitere 5000 Soldaten könnten zur Verstärkung des Anti-Terror-Kampfes entsandt werden.

          Den Großteil des vergangenen Jahrzehnts habe Bass damit verbracht, die Bemühungen der amerikanischen Regierung zu unterstützen, im Kampf gegen Terrorismus und Instabilität im Irak, Syrien und im Nahen Osten „Verbündete und Ressourcen zu mobilisieren“, erklärte das Weiße Haus. Von 2009 bis 2012 war Bass Botschafter in Georgien. Bevor er in das State Department eintrat, war Bass Journalist.

          Quelle: dpa/AFP

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