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Trumps Sprecher : Empörung über Hitler-Vergleich von Spicer

  • Aktualisiert am

Sean Spicer während der Pressekonferenz am Dienstag in Washington Bild: AP

„Nicht einmal so jemand wie Hitler . . .“: Donalds Trumps Sprecher Sean Spicer irritiert mit einer merkwürdigen Aussage zu Assads Giftgasangriff. Sein Erklärungsversuch macht es nur noch schlimmer.

          Der Sprecher des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, Sean Spicer, hat mit einem Satz über Adolf Hitler für Irritationen gesorgt. Spicer sagte während seiner täglichen Pressekonferenz am Dienstag, Russland müsse seine Unterstützung für den syrischen Präsidenten Baschar al Assad überdenken. Er sagte dann: „Nicht einmal jemand so verabscheuungswürdiges wie Hitler ist so weit gesunken, chemische Waffen einzusetzen.“ Russland gerate immer schneller auf die „falsche Seite“ der Geschichte.

          Als Spicer aufgefordert wurde, die Äußerung zu Hitler näher zu erklären, sagte er: „Er (Hitler) hat Gas nicht auf dieselbe Art und Weise gegen sein eigenes Volk eingesetzt, wie es Assad tut. (...) Er hat es in die Holocaust-Zentren gebracht, das ist mir klar. Aber was ich zum Ausdruck bringen will, ist die Art, wie Assad es eingesetzt hat, indem er in die Städte geht und es über den Stadtzentren abwirft.“ Mit dem Begriff „Holcaust-Zentren“ meinte Spicer offensichtlich die Konzentrations- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten.

          Nach der Pressekonferenz war Spicer noch einmal bemüht, seine Worte klarzustellen. „Ich habe in keiner Weise versucht, die Abscheulichkeit des Holocausts zu schmälern“, erklärte er. Es sei ihm um eine Unterscheidung zu der Taktik gegangen, chemische Waffen über Bevölkerungszentren einzusetzen. „Jeder Angriff auf unschuldige Menschen ist verwerflich und unentschuldbar“, fügte er hinzu.

          Harsche Reaktionen ließen unterdessen nicht lange auf sich warten. Die Fraktionschefin der oppositionellen Demokraten im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, forderte Präsident Trump auf, seinen Sprecher zu feuern und sich von dessen Äußerungen zu distanzieren. Während jüdische Familien im ganzen Land das Pessachfest begingen, spiele der Präsidentensprecher „den Horror des Holocausts herunter“. Ähnlich reagierte das Anne-Frank-Zentrum in New York. Spicer habe sich mit seinen Aussagen selbst als Sprecher des Weißen Hauses diskreditiert. Direktor Steven Goldstein forderte Spicers Entlassung, da dieser „den Holocaust geleugnet“ habe: „Präsident Trump muss ihn mit sofortiger Wirkung feuern.“

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