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Donald Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus Bild: AP

Trump twittert zu Nordkorea : „Reden ist nicht die Antwort“

  • Aktualisiert am

Auch nach Pjöngjangs jüngstem Raketentest will Donald Trump nicht mit Nordkorea verhandeln. Amerika habe lang genug „Erpressungsgeld“ gezahlt. Unterdessen hat das amerikanische Militär über dem Pazifik eine Rakete abgeschossen – zu Testzwecken.

          Nach dem jüngsten Raketentest von Nordkorea hat der amerikanische Präsident Donald Trump Verhandlungen mit der Regierung in Pjöngjang abermals abgelehnt. „Reden ist nicht die Antwort“, erklärte Trump am Mittwoch auf Twitter. Die Vereinigten Staaten hätten mit Nordkorea 25 Jahre lang verhandelt und „Erpressungsgeld“ gezahlt.

          Der international isolierte Staat hatte kurz zuvor weitere Raketentests angekündigt. Eine am Dienstag abgefeuerte Mittelstreckenrakete flog über Japan hinweg, bevor sie im Pazifik niederging. Trump schloss daraufhin ein militärisches Vorgehen gegen Nordkorea nicht aus. Der UN-Sicherheitsrat kritisierte den Abschuss als sehr gefährlich.

          Unterdessen haben amerikanischen Streitkräfte am Mittwoch eine Mittelstreckenrakete zu Testzwecken in der Luft abgeschossen. Die amerikanische Armee stufte den Test im Pazifik als erfolgreich ein. Es war das zweite Mal, dass eine SM-6-Abfangrakete eine herannahende Mittelstreckenrakete im Flug zerstörte. Seit über zehn Jahren arbeiten die Vereinigten Staaten und Japan an dem Raketenabfangsystem, von dem sich Japan Schutz gegen militärische Angriffe aus Nordkorea erhofft.

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          Die lenkbare Abfangrakete wurde laut Armee auf Kauai, einer der Hawaii-Inseln, abgeschossen. Gesteuert wurde sie von Bord des amerikanischen Zerstörers USS John Paul Jones aus. Der Test habe Fortschritte erbracht bei dem Ziel, „ballistische Geschosse in ihrer Endphase abzuwehren“, erklärte die amerikanische Raketenagentur MDA. Die Technik werde weiterentwickelt, um mit neuen Bedrohungslagen Schritt zu halten.

          Nordkorea treibt sein Raketenprogramm ungeachtet internationaler Proteste mit immer neuen Tests voran. Machthaber Kim Jong-un nannte den jüngsten Abschuss einer Rakete über Japan hinweg am Mittwoch nur den „Auftakt“ für weitere Tests mit dem Ziel Pazifik. Japan fühlt sich von den Raketen bedroht. Nordkorea hatte kürzlich mit einem Angriff auf ein Gebiet vor dem amerikanischen Territorium Guam im Pazifik gedroht, wo Tausende amerikanische Soldaten stationiert sind.

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