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Trump wettert gegen Zuwanderer : „Haben alle Aids“

  • Aktualisiert am

Donald Trump beschimpft Medienvertreter bevor er das Weiße Haus in Richtung Florida verlässt, wo er die Weihnachtstage verbringen will. Bild: Bloomberg

Bei der Umsetzung einer strikteren Einwanderungspolitik stößt Donald Trump immer wieder an seine Grenzen. In einer Sitzung mit engen Beratern im Juni platzte ihm offenbar der Kragen.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump ist nach einem Bericht der „New York Times“ bei einem Treffen mit Spitzenmitarbeitern im Juni so wütend über die hohe Zahl von Immigranten gewesen, dass er sich ausfallend über bestimmte Ausländergruppen äußerte. Demnach stürmte er mit einem Zettel voller Zahlen ins Oval Office, in dem sich unter anderem bereits sein Sicherheitsteam versammelt hatte. Dann habe er geklagt, es hätten seit Januar so viele Ausländer ein Einreisevisum bekommen, dass sein Wahlkampfversprechen strikterer Regeln zum Gespött werde.

          Freunde hätten ihn angerufen, um ihm zu sagen, dass er wie ein Idiot aussehe, sagte Trump der Zeitung zufolge. Er habe dann Zahlen von dem Zettel mit Einreisestatistiken vorgelesen und sich zunächst über die Zahl von Zuwanderern aus Afghanistan ausgelassen, „einem Zufluchtsort für Terroristen“. Aus Haiti seien 15.000 Menschen gekommen, sie „alle haben Aids“, zitierte die Zeitung den Präsidenten weiter. Sie berief sich dabei auf einen Beamten, der an dem Treffen teilnahm und einen zweiten, der von einem Teilnehmer unterrichtet worden sei.

          Demnach äußerte sich Trump auch abfällig über den Zustrom von nigerianischen Immigranten. Wenn sie einmal die Vereinigten Staaten gesehen hätten, würden sie niemals „in ihre Hütten“ in Afrika zurückkehren, sagte er den Schilderungen zufolge.

          Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, bestritt, dass diese Äußerungen gefallen seien. Sowohl der damalige Heimatschutzminister John Kelly als auch Sicherheitsberater H.R. McMaster und Außenminister Rex Tillerson, die dabei gewesen seien, wiesen „diese empörenden Behauptungen“ zurück, erklärte sie am Samstag.

          Weiter heißt es in dem Bericht, Kelly und McMaster hätten zunächst versucht den Präsidenten zu beruhigen, sich im weiteren Verlauf jedoch gegen den Außenminister gewandt und ihm die Schuld an den hohen Zahlen an Zuwanderern gegeben. Tillerson habe daraufhin geantwortet, wenn er so schlecht in seinem Job sei, solle er das Ausstellen von Visa vielleicht gleich völlig bleiben lassen.

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