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Donald Trump zu Wladimir Putin : „Ich respektiere ihn“

  • Aktualisiert am

Putin- und Trump-Masken bei einer Demo gegen den „Muslim Ban“ in Seattle vergangenen Sonntag. Bild: AP

Respekt bedeute aber nicht, dass er gut mit Putin auskommen müsse. Trump konterte auch den Einwurf, Russlands Präsident sei ein „Mörder“.

          Amerikas Präsident Donald Trump hat in einem neuen Interview bekräftigt, dass er seinen russischen Kollegen Wladimir Putin respektiere. „Ich respektiere ihn“, sagte er dem Sender Fox News nach dessen eigenen Angaben. „Nun, ich respektiere eine Menge Leute. Das heißt nicht, dass ich mit ihnen auskomme.“

          In Anspielung auf Vorwürfe, nach denen Putin und enge Gefolgsleute für die Ermordung von Journalisten und Dissidenten verantwortlich seien, warf Interviewer Bill O’Reilly ein, dass Putin doch „ein Mörder ist“. Trump entgegnete darauf: „Es gibt eine Menge Mörder. Wir haben eine Menge Mörder. Was glauben Sie? Dass unser Land so unschuldig ist?“

          Das vorab aufgezeichnete und zunächst in Auszügen veröffentlichte Interview soll am Sonntagnachmittag (Ortszeit) während des Vorprogramms zum Football-Großereignis Super Bowl ausgestrahlt werden.

          Zusicherungen für Ukraine

          Dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko sagte Trump sein Engagement für eine Befriedung des Konflikts in der Ostukraine zu. „Wir werden mit der Ukraine, Russland und allen anderen beteiligten Parteien zusammenarbeiten, um ihnen zu helfen, den Frieden entlang der Grenze wiederherzustellen“, erklärte das Weiße Haus am Samstag nach einem Telefonat Trumps mit Poroschenko. Poroschenkos Büro erklärte, beide hätten eine Stärkung der strategischen Partnerschaft zwischen beiden Staaten diskutiert.

          Trumps russlandfreundliche Haltung hatte in der Ukraine Befürchtungen über ein nachlassendes Engagement der Vereinigten Staaten bei den Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts ausgelöst. Zuletzt hatte aber auch Amerikas neue Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, Russland wegen der wieder aufgeflammten Gewalt in der Ostukraine kritisiert. Sie halte es für bedauerlich, wenn sie gleich bei ihrem ersten Auftritt im UN-Sicherheitsrat das „aggressive Verhalten Russlands verurteilen“ müsse, sagte Haley am Donnerstag in New York.

          In den vergangenen Tagen waren wieder Kämpfe zwischen der ukrainischen Armee und prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine entbrannt. Die Ukraine und die Nato werfen Russland vor, die Separatisten mit Waffen und Soldaten zu unterstützen. Die Regierung in Moskau weist dies zurück.

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          Quelle: dpa/Reuters

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