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Veröffentlicht: 23.03.2017, 11:15 Uhr

Trump-Kontakte nach Russland Wurden russische Attacken auf den Wahlkampf in Amerika koordiniert?

FBI-Informationen legten nahe, dass Trump-Mitarbeiter im Wahlkampf mit Russland Kontakt gehabt haben könnten, um mögliche Veröffentlichungen gegen Hillary Clinton zu koordinieren, berichtet ein amerikanischer Sender. Doch Belege gibt es dafür noch nicht.

© Reuters Donald Trump spricht am 28. Januar am Telefon mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin

Haben Mitarbeiter von Donald Trumps Team im Wahlkampf mit hochrangigen Russen kommuniziert, um die Veröffentlichung von belastendem Material gegen Trumps Kontrahentin Hillary Clinton zu koordinieren? Das legen Informationen des FBI nahe, wie der Sender CNN unter Berufung auf amerikanische Regierungsmitarbeiter berichtet.

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Demnach wertet das FBI derzeit geheimdienstliche Erkenntnisse wie Reisewege, Geschäfts- und Telefonkontakte sowie persönliche Treffen von verdächtigen Personen aus. Die Informationen schürten den Verdacht der FBI-Ermittler, dass die Angriffe auf das Team der Demokraten im Wahlkampf tatsächlich koordiniert wurden, berichtet CNN – auch wenn die Regierungsmitarbeiter gewarnt hätten, die Informationen seien in sich nicht unbedingt schlüssig. Auch dauere die Untersuchung noch an.

Noch keine Beweise für Absprachen

Das FBI könne noch nicht beweisen, dass wirklich eine Absprache stattgefunden habe. Aber die Informationen, die eine solche Absprache nahelegten, stünden nun im Fokus der Untersuchungen, berichtet CNN unter Berufung auf Regierungsmitarbeiter.

Bei seiner Anhörung vor dem Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses hatte FBI-Direktor James Comey am Montag erklärt, seine Behörde habe damit begonnen zu untersuchen, ob es „irgendwelche Verbindungen" zwischen dem Trump-Team und der russischen Regierung gegeben habe. Dabei gehe es um die Frage, ob es eine „Koordination“ zwischen Trump-Mitarbeitern und Moskau gegeben habe. Untersucht werde auch, ob Straftaten begangen wurden. Es gebe „glaubwürdige“ Anschuldigungen“, dass ein Amerikaner als ausländischer Agent gearbeitet haben könnte. Das Weiße Haus und das FBI selbst hatten die Äußerung nicht kommentiert.

© AP, afp Aussage von FBI-Chef setzt Trump weiter unter Druck

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Von Helene Bubrowski

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