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Veröffentlicht: 15.06.2017, 21:42 Uhr

Trumps Verbindungen Die Russland-Sache

Trumps Aussagen zur „Russland-Affäre“ und anderen internationalen Angelegenheiten werfen Fragen auf. Damit riskiert der amerikanische Präsident nicht nur die eigene Zukunft.

von
© Reuters Trump schädigt das Ansehen und die Handlungsfähigkeit des eigenen Landes massiv.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Verhalten Donald Trumps in der Russland-Affäre zu erklären: Haben ihn seine Ungeschicklichkeit und Impulsivität in den Verdacht gebracht, die Justiz bei der Aufklärung zu behindern? Oder muss er fürchten, dass das Ergebnis der Ermittlungen ihm politisch das Genick bricht – sei es, weil er tatsächlich illegale Verbindungen nach Moskau gepflegt hat, oder sei es, weil er andere Leichen im Keller hat, die auf diesem Weg an das Tageslicht gelangen könnten?

Reinhard Veser Folgen:

Schon die bisher bekannten Verbindungen von Trumps Team nach Russland und die auffallenden Gedächtnisschwierigkeiten seiner Leute bei diesem Thema regen die Phantasie an. Selbst wenn Sonderermittler Mueller nichts weiteres mehr finden sollte, sind diese Verstrickungen erschreckend.

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Gewissheit darüber, ob es eine gemeinsame Verschwörung von Kreml und Trump Tower zur Kaperung der amerikanischen Präsidentenwahl 2016 gegeben hat, wird es vielleicht nie geben. Vom Ergebnis der Ermittlungen und der Reaktion Trumps darauf wird abhängen, wie groß der Schaden für die Vereinigten Staaten und den Rest der Welt ist. Schon jetzt sind das Ansehen und die Handlungsfähigkeit Amerikas durch Trump schwer in Mitleidenschaft gezogen worden.

Aussagen könnten schlimme Folgen haben

Die „Russland-Sache“ (Trump) ist dafür freilich nur ein Grund. Die Liste der sachlich falschen, sinnlosen, verwirrenden und Konflikte anheizenden Äußerungen des Präsidenten zu internationalen Fragen ist ellenlang. Und es gibt genügend Konflikte vom Nahen Osten bis Ostasien, in denen die Worte auch dieses amerikanischen Präsidenten wegen der Stärke seines Landes so viel Gewicht haben, dass sie schlimme Folgen haben können.

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Manche in Moskau mögen sich von einem Präsidenten Trump wirklich eine Verbesserung der amerikanisch-russischen Beziehungen und „Deals“ auf Kosten anderer erhofft haben. Sicher ist das nicht, denn die Unberechenbarkeit Trumps kann dem Kreml auch vor der Wahl nicht entgangen sein. Aber die russische Führung kann sich vorerst dennoch als Gewinner der amerikanischen Wahl sehen: realpolitisch, weil der Autoritätsverlust der Vereinigten Staaten nicht nur China, sondern auch ihr neue Möglichkeiten eröffnet, und propagandistisch, weil die russischen Propagandamedien nun nicht mehr allzu viel hinzudichten müssen, um Amerika als Land von Verrückten darzustellen.

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Von Berthold Kohler

Rosneft ist kein Unternehmen wie Volkswagen. Der Konzern dient den Interessen des Kremls. Und der ehemalige Bundeskanzler Schröder künftig auch. Mehr 148

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