http://www.faz.net/-gpf-95af4

Öl-Handel mit Nordkorea? : Trump will China auf frischer Tat ertappt haben

  • Aktualisiert am

Hier verstanden sie sich ganz gut: Xi Jinping und Donald Trump im November in Peking Bild: AP

Donald Trump geht hart mit China ins Gericht: Das Land soll entgegen der Sanktionen Öllieferungen nach Nordkorea zugelassen haben. Beweise bleibt der amerikanische Präsident allerdings schuldig.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump wirft China vor, die Bemühungen zur Entschärfung des Nordkorea-Konfliktes zu untergraben. Er sei „sehr enttäuscht“ darüber, dass China es zulasse, dass Öl nach Nordkorea gelange, schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter. Peking sei auf frischer Tat dabei ertappt worden. „Es wird niemals eine freundschaftliche Lösung des Nordkorea-Problems geben, wenn sowas weiterhin passiert.“

          Trump nannte keine Beweise für seinen Vorwurf. Er bezog sich dabei aber offensichtlich auf einen Bericht, wonach chinesische Schiffe auf hoher See Öl an nordkoreanische Frachter verkauft haben sollen. Die südkoreanische Zeitung „Chosun Ilbo“ hatte am Dienstag berichtet, dass es seit Oktober rund 30 solcher Vorfälle gegeben habe. Dies gehe aus Satellitenbildern hervor. Die Zeitung berief sich dabei auf südkoreanische Regierungskreise. Der Sender „Fox News“ und andere amerikanische Medien griffen den Bericht auf.

          Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte im September eine Resolution verabschiedet, die den Mitgliedsstaaten den Handel mit Nordkorea von Schiff zu Schiff verbietet. In der jüngsten Resolution des Sicherheitsrates vom vergangenen Freitag werden zudem die Lieferungen von Mineralölerzeugnissen wie Benzin, Diesel und Schweröl an Nordkorea weiter begrenzt. Statt der ursprünglich ab 1. Januar 2018 erlaubten zwei Millionen Barrel jährlich sind damit nur noch 500.000 Barrel dieser Erzeugnisse pro Jahr erlaubt.

          Das chinesische Außenministerium hatte am Mittwoch erklärt, sich strikt an die Handelsrestriktionen zu halten.

          Trumps Vorwurf reiht sich ein in gemischte Signale in diesem Jahr, wie es um die Beziehungen zwischen China und den Vereinigten Staaten bestellt ist. Nach den persönlichen Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping gab es versöhnliche Worte. Doch zuletzt hatte er China – und Russland – als „revisionistische Mächte“ bezeichnet, als er seine Nationale Sicherheitsstrategie vorstellte. Auch im Umgang mit Nordkorea war es desöfteren zu Unstimmigkeiten gekommen.

          Weitere Themen

          Trump will 2020 wieder zur Wahl antreten Video-Seite öffnen

          Laut Interview : Trump will 2020 wieder zur Wahl antreten

          Am Rande seines Besuchs in Großbritannien hat der amerikanische Präsident Donald Trump in einem Interview gesagt, er wolle sich 2020 abermals zur Wahl aufstellen lassen. Anhänger rechter Organisationen feierten ihn in London.

          Tausende protestieren in Schottland gegen Trump Video-Seite öffnen

          Edinburgh : Tausende protestieren in Schottland gegen Trump

          Einen Tag nach den Massenprotesten in London gegen Donald Trump haben auch im schottischen Edinburgh tausende Menschen gegen den amerikanischen Präsidenten demonstriert. Zum Abschluss seiner Großbritannien-Reise hält sich Trump in seiner Luxus-Golfanlage im schottischen Turnberry auf.

          Topmeldungen

          4:2 gegen Kroatien : Blau, Weiß, Gold

          Le jour de gloire est arrivé! Deutschlands Nachfolger kommt aus dem Nachbarland: Frankreich ist zum zweiten Mal nach 1998 Fußball-Weltmeister. Im torreichsten Finale seit 1958 sind die Kroaten der etwas unglückliche Verlierer.

          Reaktionen auf #FRACRO : Liberté, Égalité, Mbappé

          Die Équipe Tricolore holt sich den zweiten WM-Titel, und das Spiel wirft Fragen auf: Warum der Schiedsrichter „ungerechtfertić“ ist, Flitzer nicht mehr nackt flitzen und Macron Ähnlichkeit mit Elvis hat.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.