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Trump droht Nordkorea : „Wir werden uns niemals ergeben“

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Drohungen gegenüber Nordkorea: Donald Trump am Sonntag auf dem amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Yokota in Japan Bild: AP

Zum Auftakt seiner Asien-Reise verschärft Donald Trump wieder die Rhetorik gegenüber Nordkorea. „Kein Diktator, kein Regime, keine Nation sollte jemals die Entschlossenheit der Amerikaner unterschätzen“, sagte Trump in Japan.

          Zum Auftakt seiner knapp zweiwöchigen Asien-Reise hat der amerikanische Präsident Donald Trump unverhohlene Drohungen in Richtung Nordkorea gesandt. „Kein Diktator, kein Regime“ sollte die Vereinigten Staaten unterschätzen, sagte Trump am Sonntag vor jubelnden amerikanischen Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt Yokota in Japan. Während des Flugs hatte er angekündigt, im Rahmen der Reise auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen zu wollen, um „Putins Hilfe“ im Atomkonflikt mit Nordkorea zu erhalten. „Wir werden uns niemals ergeben, niemals wanken oder zögern bei der Verteidigung unseres Volkes, unserer Freiheit und unserer großartigen amerikanischen Flagge“, sagte Trump auf dem amerikanischen Stützpunkt westlich von Tokio.

          Anschließend reiste Trump in Begleitung seiner Ehefrau Melania weiter in die Hauptstadt Tokio, um dort mit seinem „Freund“, dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe, eine Runde Golf zu spielen. Er wolle das Bündnis mit den Vereinigten Staaten weiter festigen, sagte Abe bei Trumps Ankunft – „basierend auf unseren Beziehungen des Vertrauens und der Freundschaft mit Präsident Trump“. Der Präsident nannte Japan seinerseits „einen geschätzten Partner und entscheidenden Verbündeten der USA“.

          Abe und Trump sind sich in ihrem harten Kurs gegenüber Nordkorea einig. Anders sieht es mit Südkorea aus, das Trump nach der dreitägigen Japan-Visite besucht. Der seit Mai amtierende südkoreanische Präsident Moon Jae In setzt im Streit um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm auf eine politische Lösung.

          Nordkorea sei „ein großes Problem für unser Land und für die Welt, und wir wollen es lösen“, sagte Trump vor Journalisten an Bord der Air Force One. Über die Bewohner des abgeschotteten Landes, mit dessen „völliger Zerstörung“ Trump im September vor den Vereinten Nationen gedroht hatte, sagte er nur Gutes. „Ich denke, sie sind ein großartiges Volk. Sie sind fleißig. Sie sind freundlich, viel freundlicher, als die Welt weiß oder versteht.“ Den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un hatte Trump dagegen bereits mehrfach als geisteskrank bezeichnet. Auch nannte er ihn einen „kleinen Raketenmann“. Kim konterte seinerseits, Trump sei ein „geistig umnachteter seniler Amerikaner“.

          Im Streit mit der kommunistischen Führung in Pjöngjang erhofft Trump sich Unterstützung des russischen Präsidenten. „Ich denke, es wird erwartet, dass wir Putin treffen werden, yeah“, sagte Trump. Er wolle „Putins Hilfe“ im Konflikt mit Nordkorea. Dies könnte am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im vietnamesischen Danang geschehen. Es wird erwartet, dass der amerikanische Präsident vor allem von China verlangen wird, mehr Druck auf Nordkorea auszuüben.

          Die Spannungen zwischen Washington und Pjöngjang hatten sich in den vergangenen Monaten massiv verschärft. Nordkorea hatte Anfang September seinen sechsten und bisher gewaltigsten Atomwaffentest vorgenommen. Nach eigenen Angaben testete das Land eine Wasserstoffbombe. Zudem hat Pjöngjang in den vergangenen Wochen mehrfach Mittelstreckenraketen getestet. Angesichts Trumps Besuch in der Region schloss Nordkorea am Samstag Gespräche mit den Vereinigten Staaten über sein Atomprogramm aus. Die Vereinigten Staaten müssten von der „absurden Idee“ abgebracht werden, dass Pjöngjang den internationalen Strafmaßnahmen nachgeben und seine Atomwaffen aufgeben werde, schrieb die staatliche Nachrichtenagentur KCNA in einem Kommentar. Pjöngjang sei „in der finalen Phase, um die atomare Abschreckung fertigzustellen“.

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