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Gefahren des Populismus : Steinmeier greift abermals Trump an

  • Aktualisiert am

Außenminister Steinmeier bei der Botschafterkonferenz im Auswärtigen Amt. Bild: dpa

Steinmeier erneuert seine Kritik an Populisten. Er greift die europäischen Vertreter an und nennt sie in einem Atemzug mit Präsidentschaftskandidat Trump. In einer komplexer werdenden Welt suchten diese Leute nach allzu einfachen Lösungen.

          Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat die Wirtschaft dazu aufgerufen, sich gemeinsam mit der Politik gegen Populisten zu stellen. Er nannte dabei US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump und die Rechtspopulisten in Europa in einem Atemzug. „Das sind Leute, die auf die Probleme einer immer dichter werdenden, einer immer komplexeren Welt, die immer einfache Antworten bereit haben, (...) nach dem Motto: Abschottung ist die beste Lösung“, sagte Steinmeier am Dienstag auf einer Botschafterkonferenz in Berlin vor Wirtschaftsvertretern.

          Politisch sei dieser Populismus nationalistisch und ausländerfeindlich, wirtschaftlich sei er protektionistisch. „Wenn beides Hand in Hand geht, dann ist das gefährlich für Politik und für Wirtschaft“, betonte Steinmeier. Der Populismus sei grundsätzlich gegen eine offene Welt gerichtet. „Das ist Gift für Politik, und das ist Gift für Wirtschaft, die von dieser Offenheit und Vernetzung abhängt.“

          Steinmeier hat den republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Trump schon mehrfach offen kritisiert, während Bundeskanzlerin Angela Merkel sich nicht in den US-Wahlkampf einmischen will.

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