http://www.faz.net/-gpf-8kwlz

Gefahren des Populismus : Steinmeier greift abermals Trump an

  • Aktualisiert am

Außenminister Steinmeier bei der Botschafterkonferenz im Auswärtigen Amt. Bild: dpa

Steinmeier erneuert seine Kritik an Populisten. Er greift die europäischen Vertreter an und nennt sie in einem Atemzug mit Präsidentschaftskandidat Trump. In einer komplexer werdenden Welt suchten diese Leute nach allzu einfachen Lösungen.

          Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat die Wirtschaft dazu aufgerufen, sich gemeinsam mit der Politik gegen Populisten zu stellen. Er nannte dabei US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump und die Rechtspopulisten in Europa in einem Atemzug. „Das sind Leute, die auf die Probleme einer immer dichter werdenden, einer immer komplexeren Welt, die immer einfache Antworten bereit haben, (...) nach dem Motto: Abschottung ist die beste Lösung“, sagte Steinmeier am Dienstag auf einer Botschafterkonferenz in Berlin vor Wirtschaftsvertretern.

          Politisch sei dieser Populismus nationalistisch und ausländerfeindlich, wirtschaftlich sei er protektionistisch. „Wenn beides Hand in Hand geht, dann ist das gefährlich für Politik und für Wirtschaft“, betonte Steinmeier. Der Populismus sei grundsätzlich gegen eine offene Welt gerichtet. „Das ist Gift für Politik, und das ist Gift für Wirtschaft, die von dieser Offenheit und Vernetzung abhängt.“

          Steinmeier hat den republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Trump schon mehrfach offen kritisiert, während Bundeskanzlerin Angela Merkel sich nicht in den US-Wahlkampf einmischen will.

          Quelle: dpa

          Weitere Themen

          Der Twitterer-in-Chief

          Neuer Regierungsstil : Der Twitterer-in-Chief

          Auch als amerikanischer Präsident will Donald Trump nicht darauf verzichten, seine Anhänger bei Twitter direkt anzusprechen. Der Kurznachrichtendienst dient ihm für Selbstlob und viel Kritik.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          SPD-Spitze auf Parteitag : Ein Problem namens Schulz

          Die SPD wird mit der Union über eine große Koalition verhandeln – doch nach dem Auftritt des Parteichefs klatschen die Delegierten nur 60 Sekunden. Von Andrea Nahles dagegen sind sie begeistert. Sie hält die Rede, die Schulz hätte halten müssen.

          Türkeis Offensive in Syrien : Der vergiftete Olivenzweig

          Die Türkei hat ihren zweiten Feldzug im Norden Syriens begonnen. Doch diesmal geht es nicht gegen den Islamischen Staat. Die neuen alten Gegner sind die Kurden. Das hat auch Auswirkungen auf die Beziehungen zu Russland.

          Handball-EM : Das große Dilemma der Deutschen

          Die Handballer zeigen gegen Dänemark die beste Leistung im Turnier. Trotzdem gibt es die erste Niederlage bei der EM. Der Einzug ins Halbfinale ist für die Deutschen nun in weiter Ferne.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.