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Nordkorea : Sprecher: Trump bettelt um Atomkrieg

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Atomar bestückbar: Eine nordkoreanische Mittelstreckenrakete des Typs „Hwasong-12“ hebt auf einem Testgelände in der Nähe von Pjöngjang ab. Bild: AP

Pjöngjang verstärkt abermals die Kriegsrhetorik, während Amerikas Präsident die Region bereist.

          In einer ersten offiziellen Reaktion auf die Asienreise von Amerikas Präsident Donald Trump hat Nordkorea seine Kriegsrhetorik verschärft. Der erste Besuch Trumps in seinem Amt in der Region zeige, dass dieser ein „Zerstörer“ sei. Trump verfolge das „Ziel der Konfrontation“ und bettele um einen Atomkrieg auf der koreanischen Halbinsel, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur des Landes am Samstag einen Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang.

          Der Atomkonflikt mit Nordkorea ist das beherrschende Thema der vor rund einer Woche begonnenen Asienreise des amerikanischen Präsidenten. Trump besuchte in den vergangenen Tagen Japan, Südkorea und China. In einer Rede vor dem südkoreanischen Parlament warnte er Nordkorea am Mittwoch davor, die Vereinigten Staaten zu unterschätzen.

          Der nordkoreanische Außenamtssprecher erwiderte nun, derartige Warnungen könnten sein Land „niemals abschrecken“ oder vom Ausbau seines Atomprogramms abbringen. Vielmehr trieben sie Nordkorea dazu, die Bemühungen um die „Vollendung der staatlichen  Atomstreitkraft“ zu verstärken.

          Nordkorea hat in den vergangenen Monaten mit wiederholten Raketen- und Atomwaffentests die Weltgemeinschaft und insbesondere Amerika herausgefordert. Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un lieferten sich heftige Verbalgefechte. Im  September hatte Trump in einer Rede vor den Vereinten Nationen mit der „völligen Zerstörung“ Nordkoreas gedroht.

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