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Veröffentlicht: 17.05.2017, 19:07 Uhr

Trump poltert zurück „Kein Politiker wurde unfairer behandelt“

Bei einer Rede vor Kadetten stellt sich Amerikas Präsident als Opfer einer Kampagne dar. Während in den eigenen Reihen die Zweifel und Kritik an seiner Kompetenz wachsen, richtet Donald Trump einen eindringlichen Rat an seine Zuhörer.

© Reuters „Im Laufe Eures Lebens werdet Ihr merken, dass die Dinge nicht immer fair sind. Aber Ihr müsst Euren Kopf hochhalten und kämpfen, kämpfen, kämpfen!“.

Nach neuen Enthüllungen zur Entlassung des FBI-Chefs hat sich der amerikanische Präsident Donald Trump als Opfer einer massiven Kampagne dargestellt. Der Präsident nutzte am Mittwoch eine Rede vor Kadetten zu einem neuerlichen Angriff auf seine Gegner und die Medien. „Schaut Euch an, wie ich in letzter Zeit behandelt wurde, besonders von den Medien. Kein Politiker in der Geschichte wurde schlimmer oder unfairer behandelt“, sagte Trump vor den Absolventen der United States Coast Guard Academy.

Es war Trumps erster Auftritt, nachdem die Affäre um die Entlassung von FBI-Chef James Comey durch einen Bericht der „New York Times“ neuen Auftrieb bekommen hatte. Trump soll Comey der Zeitung zufolge gebeten haben, die Ermittlungen gegen den ehemaligen amerikanischen Sicherheitsberater Michael Flynn wegen dessen Russland-Kontakten einzustellen.

„Kämpfen, kämpfen, kämpfen“

Die Zeitung beruft sich dabei auf ein Memo, das Comey zu einem Treffen mit Trump am Tag nach dem Rücktritt Flynns im Februar verfasst habe. Sollte das stimmen, hätte der amerikanische Präsident versucht, auf laufende Ermittlungen Einfluss zu nehmen. Das hätte das Potenzial zu einer Staatsaffäre.

Auf die Vorwürfe an sich ging der Präsident am Mittwoch nicht näher ein. An die Kadetten gerichtet sagte er: „Im Laufe Eures Lebens werdet Ihr merken, dass die Dinge nicht immer fair sind. Aber Ihr müsst Euren Kopf hochhalten und kämpfen, kämpfen, kämpfen!“.

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Unterdessen hat der Geheimdienstausschuss des amerikanischen Senats das FBI gebeten, mögliche Aufzeichnungen des entlassenen FBI-Direktors James Comey zu Gesprächen mit Vertretern des Weißen Hauses vorzulegen. Das teilten die Vorsitzenden des Ausschusses am Mittwoch mit. In einem zweiten Brief baten sie Comey abermals darum, vor dem Gremium auszusagen – und zwar sowohl in einer öffentlichen als auch in einer geschlossenen Sitzung. Eine frühere Einladung hatte Comey in der vergangenen Woche abgelehnt.

Der Geheimdienstausschuss des Senats untersucht eine mögliche russische Einflussnahme auf die Präsidentenwahl im vergangenen Jahr. Das FBI ermittelt in dem Fall zu möglichen Absprachen von Mitgliedern aus Trumps Wahlkampfteam – darunter Flynn – mit Vertretern Russland.

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Von Jasper von Altenbockum

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